
Die Geschichte von „Hawke“ von Jescie Hall hat mich von Anfang an sofort abgeholt. Der Einstieg ist unglaublich leicht man findet sich direkt in der Handlung wieder, ohne lange Anlaufzeit oder Verwirrung. Genau das hat dafür gesorgt, dass ich schnell in die Story eintauchen konnte und direkt mitgefiebert habe. Patrick hingegen war mir von der ersten Sekunde an unsympathisch. Irgendetwas an ihm hat sich einfach nicht richtig angefühlt, und dieses ungute Gefühl hat sich durch die gesamte Geschichte gezogen. Dazu kam noch, dass ich ihn stellenweise einfach nur cringe fand sein Verhalten hat mich eher genervt als überzeugt. Nicole wirkte zu Beginn zunächst etwas zurückhaltend und fast schon prüde, aber je weiter die Handlung voranschreitet, desto deutlicher wird, dass sie eigentlich ganz anders ist. Sie steht zu ihrer Meinung, entwickelt sich spürbar weiter und gewinnt immer mehr an Stärke. Gerade diese Entwicklung habe ich wirklich gern verfolgt, weil sie authentisch wirkt und Nicole als Figur deutlich an Tiefe gewinnt. Besonders leid tat sie mir in ihrer Beziehung mit Patrick. Er hat sie kaum wertgeschätzt und war einfach kein guter Partner, um es ehrlich zu sagen: ein absoluter Trottel. Umso erleichternder war es, als Hawke ins Spiel kam. Hawke bringt eine ganz andere Dynamik in die Geschichte. Er sagt offen, was er denkt, nimmt kein Blatt vor den Mund und sorgt damit für frischen Wind. Anfangs war ich mir bei ihm allerdings unsicher ich konnte ihn schwer einschätzen und wusste nicht ganz, was ich von ihm halten soll. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto klarer wird, wie süß und aufmerksam er eigentlich im Umgang mit Nicole ist. Die Tension zwischen Nicole und Hawke war für mich eines der absoluten Highlights. Diese gewisse Anziehung war von der ersten Begegnung an spürbar und hat mich komplett in ihren Bann gezogen. Ihre Dynamik ist intensiv, emotional und einfach fesselnd. Natürlich spielt auch der Cheating Trope eine große Rolle in der Geschichte ein Element, das nicht bei allen gut ankommt. Für mich hat es hier jedoch überraschend gut funktioniert und sich stimmig in die Handlung eingefügt. Ich konnte mich darauf einlassen und habe es tatsächlich sehr gern gelesen. Am Ende war ich einfach nur froh, dass sich alles zum Guten gewendet hat. Nach all den emotionalen Höhen und Tiefen hat die Geschichte einen Abschluss gefunden, der sich verdient und richtig angefühlt hat. Insgesamt ist „Hawke“ ein emotionales, spannungsgeladenes Buch mit starken Charakterentwicklungen und einer intensiven Beziehung, die einen nicht mehr loslässt.












