Wenn Vertrauen zerbricht und Gefühle leise zurückkommen🥰
Manchmal stolpert man über ein Buch und denkt sich: nett. Und manchmal zieht es einen rein wie ein plötzlicher Wintersturm. Genau so ging es mir mit Winterstorm. 🌬️ Ich hätte ehrlich gesagt nicht erwartet, dass mich der zweite Teil mehr packt als der erste, aber genau das ist passiert. Bela hat mich sofort erwischt. Nach 15 Jahren verlassen zu werden, obwohl man dachte, alles sei stabil… dieses Gefühl von zerbröselndem Urvertrauen ist nicht laut, sondern leise und schmerzhaft. Und genau das wurde hier richtig gut eingefangen 💔. Ich war ohne Diskussion Team Bela und habe jede seiner inneren Kämpfe mitgefühlt💪🏼. Dieses „nicht untergehen wollen“ hat ihn unglaublich nahbar gemacht. Und dann Raven. Ich habe mich wirklich auf diese Figur gefreut, weil da schon im ersten Teil so ein faszinierendes Rätsel mitschwang. Raven ist… schwer greifbar, im besten Sinne. Keine klare Festlegung, weder emotional noch körperlich, und genau das macht die Dynamik spannend. Besonders schön fand ich, wie hier gezeigt wird, dass Nähe, Sex und Gefühle auch leicht sein können. Nicht immer dieses Drama, sondern auch mal ein „hey, wir schauen einfach, was passiert“. Am Anfang wirkt das Ganze zwischen Bela und Raven fast verspielt, so ein lockeres „ich lenk dich nur ab, nichts Ernstes". Aber natürlich bleibt es nicht dabei 😉. Gefühle schleichen sich ein wie kalte Luft durch einen Spalt im Fenster, erst kaum spürbar, dann plötzlich überall. Und gerade bei Raven merkt man, wie sehr da etwas arbeitet, auch wenn es nicht ausgesprochen wird. Und genau da kommt mein kleiner Kritikpunkt: Ich hätte mir bei Raven einfach mehr Hintergrund gewünscht. Mehr „Warum bist du so?“. Diese emotionale Distanz hatte bestimmt Gründe, aber die bleiben leider ziemlich im Nebel🌫️. Das hat meine Begeisterung ein kleines Stück gebremst, weil Bela so offen und greifbar war, während Raven ein bisschen zu sehr Geheimnis blieb. Trotzdem: Das Buch fühlt sich nicht leer an, aber auch nicht überdramatisiert. Man leidet ein bisschen, man hofft ein bisschen, und zwischendurch schmunzelt man auch. Kein Herzinfarkt, aber definitiv auch kein emotionsloses Durchblättern. Für mich sind es solide 3,5 bis 4 Sterne und eine klare Empfehlung. Ein Buch, das nicht perfekt ist, aber genau deshalb irgendwie echt wirkt. ❄️📖

















