Mehr Flopp als top...
Zunächst passiert auf 57 (knapp 20% des Buchs) Seiten erstmal nicht viel. Wir lernen Domenic, den Sohn des Don kennen und seine zerrissene Gefühlswelt und dürfen uns mehrfach ein und dieselben Gedanken in unterschiedlichen Formulierungen anhören, was sich durch das Buch zieht. Das ist zwar ganz nett, allerdings bei nur 288 Gesamtseiten für Teil 1 (es handelt sich um eine Dilogie) einfach für mich persönlich zu schwach. Bei so schmalen Büchern erwarte ich etwas mehr Tamtam bereits in den ersten Kapiteln und nicht erst wenn alles gelaufen ist und dann plötzlich alles schnell schnell auf die letzten 20 Seiten gequetscht wird. Und dann ist da Cataleya, die Stiefschwester, offenbar und insbesondere laut eigener Meinung und Beschreibung ein Gottesgeschenk an die Männer und natürlich auch spitze in allem was sie tut. Diese Person konnte ich den überwiegenden Teil des Buchs gar nicht leiden, sie war einfach nicht angenehm zu lesen, nicht wie andere starke Protas die keine Beweihräucherung benötigen. Allgemein habe ich mich, auch wenn dann die letzten Seiten endlich mein Interesse geweckt haben (es sei anzumerken dass dies erst knapp vor Ende Teil 1 war), auf die Charaktere überhaupt nicht einlassen können. Man kennt das schon, der Versuch irgendeine angenehme Emotion für die Protas in einem selbst zu wecken, aber ich habe sowohl für Dom als auch Leya wenn nur Gefühle die eher in Richtung Abneigung gehen, leider. Die letzten beiden Kapitel waren dann endlich interessant und sorgten für den nötigen Aha-Effekt. Ob ich mir Teil 2 antue weiß ich aber noch nicht. Dafür war es mir trotz angenehmen Schreibstil einfach zu öde und nichtsagend.


