24. Dez.
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Rating:4.5

All die Stillen Dinge ist ein historischer Roman, der auf zwei Zeitebenen erzählt wird und den ich am Stück gelesen habe. Die erste Zeitebene spielt im Jahr 1944/45, die zweite in der Gegenwart 2020. Die Autorin wählt das Pongpong System und wechselt immer zwischen den Zeitebenen hin und her. Während man am Anfang noch sehr viele Fragezeichen im Kopf hat was damals vorgefallen sein könnte, bekommt man im Verlauf immer mwhr Informationen, sodass man dad Puzzle nach und nach zusammensetzen kann. In beiden Ebenen kommt Karl vor. 1945 ist Karl ein Junge, dessen Vater im Kriwg gefallen ist und der mit seiner Mutter und der kleinen Schwester übet die Runden kommen muss. 2020 ist Karl ein alter Mann, der dem Verkauf des Landgasthofes " Gurkenkönigin" durch Karls Tochter Rosa nicht zustimmt. Schnell ist klar, Karl hat auf diesem Hof schlimme Dinge erlebt. Während Tochter Rosa nicht an ihn heran kommt, hat die Enkelin Ella einen guten Draht zu ihrem Opa. Gemeinsam mit Danny, dem Kaufinteressenten, erfahren sie nach und nach was damals geschehen ist. Ich fand vor allem die Vergangenheitsebene sehr berührend und fesselnd. Der Schreibstil war immer angemessen. Mal feinfühlig und leise, mal direkt und grausam. All die Stillen Dinge ist der erste Band. Es geht weiter mit der Geschichte, denn es sind noch einige Fragen offen geblieben.Dieses Mal mit einer anderen Protagonistin. Wer historische Romane mit zwei Zeitebenem mag, dem empfehle ich den Eoman von Herzen.

All die stillen Dinge (Chroniken des Schweigens, Band 1)
All die stillen Dinge (Chroniken des Schweigens, Band 1)by Claudia IwerIndependently published
2. Nov.
Rating:4

Rosa möchte sich mit 65 Jahren zur Ruhe setzen und den Landgasthof “Zur Gurkenkönigin” im Spreewald verkaufen. Nur Vater Karl wehrt sich vehement. Selbst der hässliche alte Backofen am Fließ darf nicht entfernt werden… Danny, der eigentlich im Schwabenland lebt, hat drei Hotels geführt, diese hat er inzwischen verkauft und ist jetzt am Landgasthof interessiert. Die Ruhe im Spreewald gefällt ihm. Nach dem Tod seiner Mutter ist er ist auf der Suche nach sich selbst. Die Geschichte spielt in zwei Zeitebenen und das hat mir in diesem Buch sehr gut gefallen. Vater Karl ist etwas grummelig und hat doch das Herz am rechten Fleck. Nur Enkelin Ella kann die harte Schale etwas knacken. Nach und nach erzählt Karl seine Geschichte, die mit diesem Landgasthof direkt verbunden ist. Eine Geschichte, die kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges spielt, als der Vater an der Front starb und der kleine Karl plötzlich der Mann im Haus war, verantwortlich für die noch jüngere Schwester und irgendwie auch für die Mutter, die, zwischen Trauer und Hoffnungslosigkeit, den Kindern keine Liebe und Zuneigung entgegenbringen konnte. Es waren harte Jahre der Entbehrungen, des Hungers und der Angst. Mich haben insbesondere die Kapitel, die um das Jahr 1945 herum spielen und jedes Mal mit einem kleinen Cliffhanger enden, sehr bewegt. Kinder, die ihrer Kindheit beraubt wurden und große Trauma erlebten und doch irgendwie stark waren und über sich hinauswuchsen. #niewieder Claudia Iwer hat die einerseits schöne und idyllische Atmosphäre im heutigen Spreewald, aber auch die bedrückenden Erlebnisse des jungen Karl sehr gut eingefangen. Der Schreibstil war wieder sehr leicht und der Lausitzer Dialekt hat mich oft schmunzeln lassen. In den kann ich auch von jetzt auf gleich noch verfallen😉 Karl hat mich ein wenig an meine Oma erinnert, nur dass diese aus der schrecklichen Zeit gar nichts erzählen konnte und wollte.

All die stillen Dinge (Chroniken des Schweigens, Band 1)
All die stillen Dinge (Chroniken des Schweigens, Band 1)by Claudia IwerIndependently published