10. Okt.
Rating:4

Auf einem Friedhof trifft Lucija auf einen geheimnisvollen jungen Mann. Zwar kann sie ihn nicht ganz genau erkennen, aber sie fühlt eine Verbindung zu ihm. Ihr 19. Geburtstag steht vor der Tür und je näher der Tag rückt, desto seltsamer Dinge passieren ihr: Eine fremde Frau greift sie in ihrer Wohnung an und nur durch Eingreifen des Manns vom Friedhof, kann sie entkommen. Dieser erzählt ihr, dass sie kein gewöhnlicher Mensch ist, sondern eine Mondtochter. Sander, erklärt ihr, dass sie sich an ihrem Geburtstag verwandeln und zu einer Arantei werden. Diese Wesen werden von einem Element geleitet und wandeln auf der Welt umher. Doch die Angriffe auf Lucija hören nicht auf und werden sogar noch gewalttätiger. Was steckt dahinter? Können Sander und seine Freunde sie beschützen? Meine Meinung: Die Autorin hat eine ungewöhnliche Geschichte mit schönen Fantasy-Elementen erzählt. Die Vorstellung mit den Elementen eins zu sein, hat mir sehr gefallen. Dass die weibliche Hauptfigur mit Krähen reden kann, ist ein totales Highlight. Lucija machte auf mich den Anschein, ein wenig einsam zu sein, obwohl sie gerne arbeitet, Familie und Freunde hat. Sander scheint ebenfalls zwar Freunde zu haben, doch seine Vergangenheit hat ihn sehr geprägt. Erst zusammen ergeben sie eine Einheit, die zerbrechlich ist und auch gleich auf die Probe gestellt wird. Die Geschichte wird im richtigen Tempo erzählt, denn es passiert so einiges in recht wenigen Tagen. Ich werde den zweiten Teil schon mal auf meine WuLi stellen, denn ich denke, dass es rund um das Spiegelland Axikon noch vieles zu erzählen und zu entdecken gibt.

Mondtochter
Mondtochterby Lia Haycraftbookshouse
9. Sept.
Rating:3

Mondtochter, die mit einer Krähe spricht, ein heißer Arantai und eine Frau auf Rache Klappentext: „Als sich Lucija in den geheimnisvollen Sander verliebt, weiht er sie in ein Geheimnis ein: Sie ist eine Mondtochter. In wenigen Tagen wird sie in der Nacht der Elemente zu einer Arantai werden, einem Geschöpf der Nacht. Sander will Lucija bei der Verwandlung begleiten, doch seine Vergangenheit holt sie beide ein. Plötzlich taucht die Schwester seiner ehemaligen Geliebten auf. Umbra will Rache für den Tod ihrer Schwester nehmen. Noch bevor sich Lucija verwandeln kann, gerät sie in die rachsüchtigen Fänge ihrer Widersacherin. Umbra versucht, Lucija heimtückisch auf ihre Seite zu ziehen, um Sanders Herz zu brechen, wie einst ihres zerbrach.“ Meinung: Mir gefällt das Cover von Mondtochter unglaublich gut. Die schwarzen Fäden, die sich um den Körper der Frau wabern und die Feder am Auge, die sich in den Fäden auflöst. Somit wird einerseits die Nacht widergespiegelt, in der sich die Mondtochter Lucija bewegt und wohlfühlt und andererseits auch ihre Gabe sich mit Krähen unterhalten zu können. Die Ideen der Autorin fand ich von Mondtöchtern bis hin zu Arantai, sowohl auch das Sprechen mit Krähen und vieles, vieles mehr sehr klasse und war mehr als interessiert an der Umsetzung. Ganz besonders das Sprechen mit Krähen fand ich super cool. Stellt euch doch mal vor ihr hättet eine schwarze Krähe (welche für Andere entweder unheimlich oder süß wäre) und mit ihren kleinen Krallen landet sie auf eurem Arm und ihr unterhaltet! Euch! Mit! Ihr! Kann ich das bitte auch haben? Kapua, die Krähe von Lucija, war mir mitunter die Liebste in diesem Buch. Mal abgesehen davon, dass sie schon wie gesagt sehr cool ist, ist sie Lucijas Freundin aus Kindertagen. Sie beschützt sie und ist immer für sie da, so schließt man eine Krähe schnell ins Herz. Der Schreibstil an sich war etwas holprig. Den Start fand ich noch richtig gut und ich hatte beim Lesen auch überhaupt keine Probleme, aber je länger ich gelesen habe, desto abgehackter kamen mir die Sätze rüber. Ungefähr so kann man sich das vorstellen: Sie ging zur Tür und öffnete sie. Davor stand er. Sie atmete tief durch. Er trat ein und lies sie dabei nicht aus den Augen. Sie wundert sich was sie hier tut. Wird er es ihr erklären? Soll sie ihn fragen? (Diese Textstelle kam nicht!!! vor. Das Beispiel gilt nur zur Veranschaulichung) Am Anfang war das noch nicht so und in der ersten Hälfte ist mir davon auch gar nichts aufgefallen, somit verläuft der Einstieg sehr leicht und man kommt wirklich sehr gut in die Geschichte rein. Durch die kurzen Sätze ab der 2. Hälfte bin ich immer wieder rausgekommen, weil selbst wenn wir im Kopf über etwas nachdenken, da überlegen wir auch nicht in kurzen abgehackten Sätzen oder? Das hat mich einerseits gewundert, andererseits fand ich es Schade, denn dadurch war ich immer wieder aus der Geschichte raus und konnte einfach nicht mehr richtig mit den Charakteren mitfühlen. Weil die spannendsten Szenen ja bekanntlich am Schluss kommen und ich da leider nicht mehr richtig drin war, hat es mich nicht ganz so mitreißen können. Die wichtigsten Handlungsstränge waren doch sehr durchschaubar und schon im Vorhinein klar, aber wäre etwas anderes passiert, wäre das ja erst recht blöd gewesen. =P Durch die neuen Ideen und einigen Handlungssträngen, schafft es die Autorin aber trotzdem immer mal wieder zu überraschen. Was mich aber wahrscheinlich am meisten an der Handlung gestört hat, war Umbras Motiv für ihren Rachefeldzug. (Kein weiterer Kommentar da Spoiler-Gefahr!) Fazit Ich fand die Ideen im Buch wirklich genial und in das Buch kommt man sehr schnell rein. Bis zur Hälfte hatte ich sehr viel Spaß an dem Buch, aber ab da hat mich der Schreibstil immer mal wieder herausgerissen und dadurch habe ich die Fäden zu den Charakteren verloren. Mit überraschenden Wendungen kann man auch immer wieder mal rechnen. Es ist ein wenig ausbaufähig, aber wenn man noch ein bisschen mehr von den überraschenden Wendungen nimmt und einen flüssigen Schreibstil vor die Nase gesetzt bekommt, hat es wirklich viel Potenzial. Oder eben Band 2 ;-) Vielen Dank an die Autorin und an den Verlag für das Überlassen eines Rezensionsexemplares! ♥

Mondtochter
Mondtochterby Lia Haycraftbookshouse