26. Juni
Rating:2

📖 Babel 📖

Was man der Autorin lassen muss: mega recherchiert, toller Schreibstil. Allerdings ist es so durchdacht und das kleinste Detail beschrieben, das der Pepp fehlt und die Story etwas sehr in den Hintergrund rückt. 💜 EBook Bewertung: Genre: Historische Phantasy Schreibstil ✴️✴️✴️✴️✴️ Handlung: ✴️✴️ -> Tempo ✴️ -> Ende✴️ -> Durchdacht✴️✴️✴️✴️ Welt: London 1830 Charaktere:✴️✴️ Kreativität:✴️✴️ Gesamt:✴️✴️

Babel
Babelby R.F. Kuang
26. Juni
Rating:4

Einmalig und einnehmend – gleichzeitig informativ

Ich hatte anfangs etwas Schwierigkeiten, in das Buch reinzukommen. Um es besser zu verstehen, habe ich die ersten 100 Seiten im Hörbuch gehört. Große Empfehlung was das Hörbuch angeht – zumindest das englische! Es haucht den Charakteren Leben ein und ist sehr angenehm gesprochen. 🎧 Den weiteren Verlauf des Buches habe ich größtenteils im „Immersive Read“-Modus gelesen, also beim Lesen gleichzeitig das Hörbuch gehört. So konnte ich die anspruchsvolle und wissensreiche Lektüre deutlich besser aufnehmen. Ab etwas mehr als der Hälfte hat mich das Buch dann richtig gepackt. Es ist so viel passiert, und ich wurde immer wieder überrascht. 🤯 Für mich ist ein Buch dieser Art wirklich einmalig und etwas ganz Besonderes. ⭐

Babel
Babelby R.F. Kuang
26. Juni
Rating:4.5

Ein cleverer politischer Roman, der nichts versteckt und möglich sein könnte

Ich bin sehr beeindruckt von der cleveren Art in der Kuang einen politischen Roman in eine Fantasy-Setting packt und dadurch die Übergänge zwischen Nonfiction und Fiction verwischt. Das Setting im Zeitalter der Industrialisierung ist gut gewählt. Es klingt fast so, als könnte es tatsächlich so geschehen sein. Wirklich clever. Ein halber Stern Abzug, weil mich gelegentlich die stupide, oberflächliche Naivität der Protagonisten in einzelnen Situationen furchtbar nervte und forciert wirkte. Dennoch ein lesenswerter und nachhallender Roman mit vielen politischen und sozialen Fragestellungen, die weiterhin relevant sind und daher umso glaubhafter.

Babel
Babelby R.F. Kuang
23. Juni
Rating:4

Historisches Setting, Fantasy & Gesellschaftskritik

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen. Am Anfang war ich aufgrund der Seitenzahl etwas abgeschreckt und hatte Sorge, dass das Buch zäh werden würde. Das fande ich persönlich gar nicht. Der einzige Kritikpunkt ist, dass ich mir mir noch mehr Fantasy gewünscht hätte denn ich fande das Thema Silberwerken zwar interessant aber im Großteil des Buches kommt es etwas zu kurz.

Babel
Babelby R.F. Kuang
22. Juni
Rating:4

Sehr gutes Buch, das wahnsinnig viele wichtige gesellschaftliche Themen aufgreift, die immer aktueller und realer werden. Und das auch noch sehr gut umgesetzt. Das Magie-Konzept aus Babel ist mal was anderes und hat mich sehr fasziniert. Abzug in der Bewertung nur, da das Buch sehr lang ist und ich es daher auch eine ganze Weile unterbrochen habe.

Babel
Babelby R.F. Kuang
22. Juni
Rating:2.5

Es hätte Potenzial gehabt

Eigentlich hätte mir sowohl das Thema als auch die Welt drum herum sehr gut gefallen. Leider hat es R. F. Kuang aber nicht geschafft mich wirklich mitzureissen. Die erste Hälfte des Buches hat sich sehr gezogen und ich habe zwischendurch überlegt abzubrechen. Letzten Endes wollte ich aber doch wissen wie das ganze ausgeht und habe zum Hörbuch gewechselt. Mit dem Ende hatte ich so nicht gerechnet. Jedoch hat es mich auch nicht sonderlich erschüttert. Ich war eigentlich die ganze Zeit emotional nicht wirklich tief in der Geschichte und keiner der Protagonisten hat es annähernd in mein Herz geschafft. Aus meiner Sicht wäre wirklich Potenzial da gewesen. Die Umsetzung hat mir persönlich allerdings nicht so sehr gefallen.

Babel
Babelby R.F. Kuang
21. Juni
Rating:1

Unheimlich langweilig. Nach 258 Seiten abgebrochen. Bis dahin nicht verstanden, was die Autorin eigentlich erzählen will.

Babel
Babelby R.F. Kuang
21. Juni
Rating:3.5

Insgesamt fand ich es ein gutes Buch, aber es hat mich irgendwie einfach nicht mehr berührt oder überzeugt um es besser zu bewerten. Das kann aber auch daran liegen, dass ich es über einen längeren Zeitraum gelesen habe. Ich mag den Schreib- und Erzählstil der Autorin, sehr angenehm und fesselnd zu lesen. Die Geschichte an sich fand ich auch spannend, aber es gab zwischendurch auch einige Längen und manchmal fand ich die ausufernde Beschreibung einzelner Worte auch sehr anstrengend. Ich kann an sich nicht viel Negatives sagen und wer die Autorin mag und ein Interesse an Sprachen hat, wird hier auf jeden Fall sehr zufrieden sein. Mir hat einfach das "gewisse Extra" gefehlt.

Babel
Babelby R.F. Kuang
21. Juni
Rating:5

Fantastisch

Babel hat mich vor allem durch sein außergewöhnliches Magiesystem begeistert. Die Idee, Magie über Sprache und Übersetzung mit kolonialen Machtstrukturen zu verknüpfen, ist unglaublich originell und regt zum Nachdenken an. Besonders spannend fand ich, wie das Buch zeigt, dass die Magie des Britischen Empires direkt auf der Ausbeutung anderer Kulturen und Sprachen basiert. Zwar ist die Einteilung der Figuren und Fraktionen stellenweise recht klar in Gut und Böse gehalten, dennoch gelingt es R. F. Kuang hervorragend, die koloniale Denkweise ihrer Zeit darzustellen. Das Buch macht deutlich, wie Menschen aus den Kolonien oft lediglich als Ressource betrachtet wurden – sei es wegen ihrer Sprache, ihres Wissens oder ihrer Arbeitskraft. Gerade diese schonungslose Darstellung macht Babel so eindrucksvoll und verleiht der Geschichte eine große gesellschaftliche Relevanz. Wer sich für Sprachwissenschaft, Geschichte und die kritische Auseinandersetzung mit Kolonialismus interessiert, findet in Babel weit mehr als nur einen Fantasyroman. Für mich war es ein faszinierendes und zugleich nachdenklich stimmendes Leseerlebnis.

Babel
Babelby R.F. Kuang
17. Juni
Unglaublich spannend und beeindruckend 🤯
Rating:5

Unglaublich spannend und beeindruckend 🤯

Babel war für mich eine absolute Zufallsentdeckung – und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett in seinen Bann gezogen. Neben seiner Auseinandersetzung mit Kolonialismus wirft das Buch eine Vielzahl gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Fragen auf, die aktueller kaum sein könnten. Besonders faszinierend fand ich die zentrale Rolle der Sprache und die Überlegungen zu ihrer Macht und ihrem Einfluss. Das Buch regt immer wieder zum Nachdenken an und bietet weit mehr als nur eine spannende Geschichte. Gleichzeitig ist die Handlung kaum vorhersehbar. Immer wieder nimmt die Geschichte unerwartete Wendungen und überrascht mit Entwicklungen, die ich so nicht habe kommen sehen. Gerade diese Mischung aus tiefgründigen Themen und einer mitreißenden Handlung hat das Buch für mich zu einem echten Highlight gemacht. 📚✨🤯

Babel
Babelby R.F. Kuang
16. Juni
Post image
Rating:5

"Ich glaube genau darum geht es beim Übersetzen. Darum geht es beim Sprechen. Einander zuzuhören und zu versuchen, an den eigenen Vorurteilen vorbeizugucken und ein Blick auf das zu erhaschen, was der andere einem sagen will. Ein Stück von sich selbst preisgeben und hoffen das jemand anders es versteht." (S.722) [Ach Ramy 💔 ] Wow, einfach nur Wow. Was hab ich da gelesen? Auch wenn ich am Anfang etwas Schwierigkeiten hatte hinein zu finden (und dann am Ball zu bleiben) hat es sich einfach komplett gelohnt! 1. DARUM GEHTS Oxford, 1836. Der Waisenjunge Robin Swift wird aus Kanton nach London gebracht, um am renommierten Königlichen Institut für Übersetzung (bekannt als Babel) zu studieren. Babel ist das absolute Machtzentrum des britischen Empires. Hier wird das sogenannte "Silberwerken" praktiziert: Eine magische Kunst, die durch die feinen Bedeutungsverluste beim Übersetzen zwischen zwei Sprachen entsteht in Silberbarren 'graviert' wird und die unter anderem dann die Flotten und Maschinen Großbritanniens antreibt. Doch je tiefer Robin in die Welt von Babel eintaucht, desto klarer wird ihm, dass sein Dienst an der Krone gleichzeitig der Verrat an seinem Heimatland ist. Als der mysteriöse Hermes-Bund versucht, die imperialistische Expansion zu stoppen, muss Robin eine Entscheidung treffen. 2. MEINE MEINUNG R.F. Kuang hat hier ein absolutes Meisterwerk der Dark Academia erschaffen. Die Geschichte ist sprachgewaltig und atmosphärisch dicht, fordert einen beim Lesen aber auch wirklich heraus. Ein wichtiger Hinweis für alle, die das Buch noch lesen wollen: Man sollte schon ein gewisses Faible für Linguistik und Sprache mitbringen, um die Geschichte wirklich genießen zu können. Ohne dieses Interesse kann das Buch schnell zu sachlich wirken und liest sich phasenweise absolut nicht wie klassische Fantasy. Wenn man sich aber darauf einlässt, ist die tiefe Auseinandersetzung mit Etymologie grandios. Auch die Dynamik innerhalb von Robins Studenten-Kohorte ist unglaublich intensiv, tragisch und hat mich emotional komplett abgeholt. 3. BEZUG ZUR REALITÄT Was dieses Buch für mich so unvergesslich macht, ist seine brutale Aktualität. Kuang verwebt Themen wie Rassismus, Kolonialismus und systemische Ausbeutung so scharf und präzise, dass man oft Gänsehaut bekommt. Auch wenn wir heute in unserer Gesellschaft keine Sklaverei im klassischen Sinne mehr haben, zeigt das Buch eindrucksvoll, wie moderne, subtilere Mechanismen der Unterdrückung noch immer tief verankert sind. Besonders faszinierend fand ich den Gedanken an das "Silberwerken". Wenn man genauer darüber nachdenkt, lässt sich diese Magie extrem gut auf unsere heutige Situation mit Künstlicher Intelligenz (KI) übertragen. Genau wie das Silber in Babel wird auch die KI-Technologie heute von einigen wenigen machtvollen Staaten und Megakonzernen kontrolliert, die sich damit gnadenlos die Taschen vollmachen und ihre Monopolstellung sichern, während der Rest der Welt ausgebeutet oder abgehängt wird. Ein brillanter und erschreckender Spiegel unserer Gesellschaft! [Bild mit KI erstellt]

Babel
Babelby R.F. Kuang
16. Juni
Rating:4

Einfach mal in eine Magieschewelt abtauche 👍

„Babel“ ist ein fesselnder Fantasy-Thriller von R. F. Kuang, der im viktorianischen Oxford spielt und Magie mit kolonialer Gesellschaftskritik verbindet.

Babel
Babelby R.F. Kuang
14. Juni
Rating:4

Es war das anspruchsvollste und lehrreichste Fantasy Buch was ich jemals gelesen habe. Ich mochte den Schreibstil und die Protagonisten. Auch ist dieses Buch super Gesellschaftskritisch und passt perfekt in die heutige Zeit. Ich fand das Ende jedoch blöd da noch sehr viele Sachen offen geblieben sind und es quasi irgendwie ein offenes Ende war.

Babel
Babelby R.F. Kuang
13. Juni
Rating:3

Es war einfach nicht meins🙈

Vorweg, ich habs gehört, da hanen die Bücher es oft etwas schwerer. Ich weiß aber jocht, ob ich es im gelesenen nicht abgebrochen hätte😓 Diese Geschichte hat sich einfach so sehr nach Schule angefühlt🙈zeitweise war die Story sehr spannend (mit Hermes, als sie in Robyns Heimatland waren, der Weg zurück & ganz klar das Ende) Aber zum Großteil fand ich es einfsch nicht meins. Diese ganzen Vokabeln, literarische,.. ich habs nicht gefühlt. Dazu kommt, dass mir keiner der Charakter wirklich wichtig war & am Herzen lag. Ich war lange bei 2,5 einfach weil ich sehr, warum Leute es mögen, das Thema unglaublich rezent & wichtig ist. Aber ja, am Ende war es einfach nicht meins, nur das Ende hat mir wirklich richtig gut gefallen👌🏼🙈

Babel
Babelby R.F. Kuang
12. Juni
Rating:5

Sprache als Waffe

„Babel“ von R. F. Kuang ist ein Roman, der sich wie eine klarsichtige Vision anfühlt: ein Gelehrtenleben voller Regeln, Prüfungen und Verlangen nach Bedeutung, durch das der junge Robin Swift zieht—immer mit dem Gefühl, dass jedes Wort gleichzeitig rettet und verrät. Die Handlung ist dabei nicht nur Kulisse, sondern Motor: Übersetzen wird zur zentralen Handlungsebene, weil es über Macht entscheidet, nicht nur über Inhalte. Die Sprache des Übersetzens ist das Herzstück des Buches. Kuang baut ein System, in dem Nuancen nicht kosmetisch sind, sondern Konsequenzen haben: Wörter tragen Geheimnisse, Übersetzung wird zur Kunst und zur Waffe zugleich. Gerade diese Idee—dass minimale Unterschiede in Bedeutung echte Verschiebungen von Realität auslösen können—macht „Babel“ so faszinierend. Sprache wird zum Gradmesser dafür, wer erzählen darf, wer verstanden wird und wer letztlich bestimmt, was als Wahrheit gilt. In diesem Licht entfaltet der Roman seine großen Themen mit bemerkenswerter Konsequenz: Sprache als Macht, die Verletzbarkeit von Bedeutung (Übersetzung als Verlust), Verrat als Preis des Widerstands, sowie koloniale Strukturen und rassische Hierarchien, die selbst Intelligenz und Bildung durchziehen. Bewundernswert ist dabei, wie Kuang moralische Entscheidungen nicht als abstrakte Fragen behandelt, sondern als Entscheidungen mit spürbaren Folgen—für Robin, für andere Figuren und für das System selbst. Auch wenn das Ende oft als hart empfunden wird, wirkt es wie die logische Konsequenz einer Welt, in der Widerstand nicht ohne Kosten existiert. „Babel“ ist deshalb mehr als ein Roman über Magie und Übersetzung: Es ist eine literarische Studie darüber, wie Sprache Ordnung schafft—und wie gefährlich es wird, wenn Menschen diese Ordnung in Frage stellen.

Babel
Babelby R.F. Kuang
12. Juni
Rating:3

War ok

„Babel“ von R. F. Kuang hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Bis zur letzten Seite wusste ich nicht so recht, ob ich das Buch eigentlich gut finde. Die Geschichte und ihre Themen sind ohne Frage interessant, aber gerade am Anfang fiel es mir schwer, richtig hineinzufinden. Stellenweise las sich der Roman eher wie eine Abhandlung aus meinem Studium als wie ein Fantasyroman, was den Lesefluss für mich etwas gebremst hat. Leider war das Buch insgesamt nicht ganz das, was ich mir vorgestellt hatte, auch wenn die Ideen dahinter durchaus spannend waren.

Babel
Babelby R.F. Kuang
11. Juni
Rating:4.5

Verdient seine sehr gute Kritiken

Wurde mir empfohlen und das nicht ohne Grund! Teilweise vom Sprachstil etwas anspruchsvoller und dicht, aber abgesehen davon eine gutrecherchierte und spannende Geschichte.

Babel
Babelby R.F. Kuang
11. Juni
Rating:3.5

Beeindruckendes Buch, das Geduld belohnt

„Babel“ von R. F. Kuang war für mich ein Buch, das etwas Anlaufzeit gebraucht hat. Gerade zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Das Tempo ist eher ruhig und die vielen Informationen können anfangs etwas überwältigend wirken. Ab etwa der Hälfte hat mich das Buch dann aber komplett gepackt. Es lohnt sich definitiv, dranzubleiben. Besonders begeistert hat mich das Magiesystem. Die Idee mit dem Silber und den Gravuren aus Wortpaaren fand ich unglaublich kreativ und faszinierend umgesetzt. Auch die Charaktere haben mir gut gefallen. Sie wirkten authentisch, vielschichtig und waren (mit einigen bewusst unsympathischen Ausnahmen) sehr greifbar. Die (sprach-)wissenschaftlichen Abschnitte waren zwar spannend und haben hervorragend zur Geschichte gepasst, für meinen persönlichen Geschmack waren sie stellenweise aber etwas zu ausführlich. Ich fand sie interessant, habe mich jedoch manchmal dabei ertappt, dass sie den Lesefluss für mich gebremst haben. Besonders das letzte Viertel und vor allem das Ende haben mich dann emotional komplett erwischt. Die Geschichte entwickelt eine Wucht, mit der ich so nicht gerechnet hatte, und viele Ereignisse sind mir noch lange nach dem Lesen im Kopf geblieben. Fazit: Ein kluges, faszinierendes und emotionales Buch mit einem außergewöhnlichen Magiesystem und starken Figuren. Für mich hat am Ende nur dieses gewisse Etwas gefehlt, das aus einem sehr guten Buch ein absolutes Highlight gemacht hätte.

Babel
Babelby R.F. Kuang
9. Juni
Rating:3.5

Ich wusste, dass das Buch sprachenlastig ist, was an sich auch sehr interessant war. Dennoch hatte ich zwischen der Sprachenthematik deutlich mehr Spannung und Action erwartet. Für mich ging die Story gefühlt erst ab der Hälfte des Buches richtig los, was für mich eindeutig zu spät war. Das Ende war auch anders als erwartet.

Babel
Babelby R.F. Kuang
8. Juni
Rating:3

Ich habe mehr von diesem Buch erwartet. Das Thema Rassismus, Sklaverei und Klassengesellschaft sind gut beschrieben. Leider war es für mich zäh zum lesen.

Babel
Babelby R.F. Kuang
4. Juni
Rating:4

Die Kraft der Worte und Sprache

Ich liebe Sprachen und Babel war besonders am Anfang für mich ein wahrer Lesegenuss. Aber R. F. Kuang hat nicht nur die Bedeutung von Sprache in diesem Roman verarbeitet, sondern auch Rassismus, Sexismus und die Unterdrückung der Arbeiterklasse. Die Geschichte ist wirklich gelungen und wie ich es bereits von ihr kenne eine Gesellschaftskritik die genau im richtigen Maße an den Leser herangetragen wird, sodass man zum Nachdenken angeregt, die Grausamkeiten aber noch ertragen kann. Einziger Makel waren die langen Kapitel die man teilweise noch aufteilen hätte können und die ein oder anderen Entwicklungen der Geschichte, die mir etwas zu schnell abgearbeitet wurden während andere Szenen ihre Längen hatten.

Babel
Babelby R.F. Kuang
1. Juni
Rating:5

Eine Geschichte über Freundschaft, Zugehörigkeit, Liebe, Widerstand und die Gräueltaten des Kolonialismus

Geschichte 5/5⭐ Schreibstil 5/5⭐ Handlungsgeschwindigkeit 2/5⭐ Ich weiß nicht, wann ich zuletzt so sehr wegen eines Buches weinen musste. Ein großartiges Buch, das zwar seine Längen hatte, aber dessen Geschichte mich tief ins Herz getroffen hat. Das Magiesystem war einzigartig, wunderbar und interessant. Ich habe es genossen, die ganzen linguistischen und manchmal geschichtlichen Fußnoten zu lesen. Ich fand es nicht belehrend oder herablassend, wie manche kritisieren, sondern aufschlussreich und habe darin die Begeisterung und den Drang der Autorin, das für diese Geschichte erlangte Wissen mit uns zu teilen, gesehen. Diese große Ungerechtigkeit von Kolonialismus und Ausbeutung wird eindrucksvoll thematisiert und lässt mich nachdenklich zurück.

Babel
Babelby R.F. Kuang
1. Juni
Rating:2.5

Für mich keine Fantasy, sondern Geschichte voll mit lehrreichen Facts in historischem Setting.

Aufgrund der zahlreichen überschwänglich positiven Bewertungen bin ich bis zum Ende drangeblieben, habe die letzten 250 Seiten aber ehrlich gesagt nur noch überflogen... 🙈 Ich fand es extrem zäh. Die ständigen sprachlichen Erläuterungen waren natürlich irgendwie Part des ganzen Weltsystems, aber mir einfach zu viel und zu viel zu verarbeiten. Mir ist es schwer gefallen, das Buch einfach so wegzulesen. Die Story hat viel mit dem moralischen Zeigefinger gewedelt, Stichwort Kolonialismus, Rassismus und Co. Wer sich darauf nicht einstellt, sondern eine "schlichte" Fantasygeschichte mit Silberwerk-Welt erwartet, ist hier falsch. Für mich eher ein historischer als ein Fantasy-Roman. Man könnte jetzt argumentieren, dass ich einfach nicht in dem Buch gelandet bin, dass ich erwartet hatte, aber da wäre ich wohl drüber hinweggekommen. Das Ende hat mich leider auch nicht wirklich zufriedengestellt - ich hätte mir noch gewünscht, dass z.B. ein Zeitungsartikel über das abschließende Ereignis gezeigt wird, der das Geschehen von außen einordnet. Ich frage mich nach wie vor, was für Auswirkungen die Aktion am Ende nun wohl genau hatte (anscheinend tatsächlich keine??). Für mich leider ein Lowlight und ein zäher historischer Morast, durch den ich mich echt durchkämpfen musste. Keine Empfehlung.

Babel
Babelby R.F. Kuang
1. Juni
Rating:5

Eine außergewöhnliche Mischung aus Fantasy, Geschichte und Gesellschaftskritik

Babel hat mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert. R.F. Kuang schafft es, eine faszinierende Welt rund um Sprache, Übersetzung und Magie zu erschaffen und gleichzeitig wichtige Themen wie Kolonialismus, Macht und Identität tiefgründig zu beleuchten. Besonders beeindruckt hat mich die Art, wie Sprache nicht nur als Kommunikationsmittel, sondern als Quelle von Wissen und Macht dargestellt wird. Die Figuren sind vielschichtig und authentisch, ihre Konflikte emotional nachvollziehbar und oft herzzerreißend. Robin und seine Freunde sind mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen. Trotz seiner komplexen Themen liest sich das Buch spannend und fesselnd. Die Mischung aus akademischem Setting, historischer Atmosphäre und moralischen Fragen macht Babel zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Für mich ein absolutes Highlight und eine klare 5-Sterne-Lektüre, die ich jedem empfehlen würde.

Babel
Babelby R.F. Kuang
29. Mai
ᴡɪᴇ ᴠɪᴇʟᴇ ꜱᴘʀᴀᴄʜᴇɴ ᴇɪɴᴇʀ ᴋᴇɴɴᴛ, ꜱᴏ ᴠɪᴇʟᴇ ᴍᴇɴꜱᴄʜᴇɴ ɪꜱᴛ ᴇʀ ᴡᴇʀᴛ.
Rating:4

ᴡɪᴇ ᴠɪᴇʟᴇ ꜱᴘʀᴀᴄʜᴇɴ ᴇɪɴᴇʀ ᴋᴇɴɴᴛ, ꜱᴏ ᴠɪᴇʟᴇ ᴍᴇɴꜱᴄʜᴇɴ ɪꜱᴛ ᴇʀ ᴡᴇʀᴛ.

📖🪨🗺 Das Buch beginnt mit einem Jungen aus Kanton, der wie seine verstorbene Familie auf den Tod wartet. An dem Tag, als seine Mutter wegen der Seuche stirbt, wird er gerettet. Der chinesische Junge, der den Namen Robin bekommt, damit er es "einfacher" in der Gesellschaft hat, wird unter anderem von seinem Retter, Professor Lovell, unterrichtet. Er soll irgendwann, wenn er soweit ist, in Oxford studieren. Das tut er dann auch und landet mit drei weiteren Neuankömmlingen in Babel. In Babel geht es um Sprachwissenschaften, um Übersetzungen in verschiedenen Sprachen und um Magie, die durch Wörter erschaffen wird. 📚✨ Somit beginnt die Geschichte von Robin, Ramy, Victoire und Letty. Eine Geschichte voller Zusammenhalt, Geheimnisse, innerer Kämpfe und Verrat. 🤝🖤 Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Es ist auf der einen Seite langatmig, aber auch total spannend. Ich wollte nicht aufhören zu lesen, da es sehr interessant ist. Vor allem beinhaltet es sehr wichtige Themen wie Rassismus, Ausgrenzung und Kolonialismus. Obwohl ich das Buch sehr spannend fand, hat es sich für mich an manchen Stellen stark in die Länge gezogen. Es hat ewig gedauert, bis ich das Buch beendet habe. Trotzdem würde ich es jedem empfehlen, der auf tiefe Themen und Sprachen steht. Besonders beeindruckt hat mich, wie das Buch zeigt, was es bedeutet, zwischen zwei Welten zu stehen. Robin gehört weder ganz zu seiner Herkunft noch vollständig zu der Gesellschaft, in der er lebt. Seine innere Zerrissenheit zieht sich durch die gesamte Geschichte und macht viele seiner Entscheidungen nachvollziehbar. Gerade dieser Konflikt hat mich oft zum Nachdenken gebracht. Als eine Frau mit Migrationshintergrund konnte ich Robin verstehen. Ich konnte mit ihm mitfühlen, auch wenn ich manche Entscheidungen fragwürdig fand. Am Ende hat mich das Buch dann noch einmal stark gefesselt. Es hat mich wirklich traurig gemacht. So hätte ich mir das nicht gewünscht, auch wenn ich es mir gedacht habe. Genauso musste es einfach enden. 🥺💔 Babel ist für mich nicht nur ein Buch über Sprache und Magie, sondern vor allem eine Geschichte über Identität, Zugehörigkeit und den Preis, den Menschen manchmal dafür zahlen müssen. "𝘖𝘩, 𝘥𝘪𝘦𝘴𝘦 𝘞𝘦𝘪ß𝘦𝘯 𝘩𝘢𝘣𝘦𝘯 𝘦𝘯𝘨𝘦 𝘏𝘦𝘳𝘻𝘦𝘯, 𝘪𝘯 𝘥𝘦𝘯𝘦𝘯 𝘯𝘶𝘳 𝘗𝘭𝘢𝘵𝘻 𝘧ü𝘳 𝘴𝘪𝘦 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘪𝘴𝘵." 𝘔𝘈𝘙𝘠 𝘗𝘙𝘐𝘕𝘊𝘌, 𝘛𝘩𝘦 𝘏𝘪𝘴𝘵𝘰𝘳𝘺 𝘰𝘧 𝘔𝘢𝘳𝘺 𝘗𝘳𝘪𝘯𝘤𝘦

Babel
Babelby R.F. Kuang
29. Mai
Rating:4.5

24/2026

Mit Babel hat die Autorin einen hochinteressanten und anspruchsvollen gesellschaftskritischen Roman geschaffen. Das Buch gibt uns Einblicke in das 19. Jahrhundert, über den Kolonialismus der Briten, über Sprache und deren Macht, über den alltäglichen Rassismus, der damals sowie heute salonfähig scheint. Ich habe mich für das Hörbuch entschieden und das war die perfekte Wahl. Ein grandioses Erlebnis, über welches ich noch lange nachdenke!

Babel
Babelby R.F. Kuang
26. Mai
Rating:4.5

Complex and deep

There is so much to say about this book. I think, personally, the book is great, seriously. The depth of language, the chaos surrounding colonialism and the complex inner feelings of people who never feel like they belong resonated with me and kept me hooked. I also loved the relationship between Robin, and Ramy, as well as Victoire and Letty. Our morals and worldviews are shaped by language, and this was brought up perfectly in the book. I learned a lot more about language as a power system. The fantasy aspect came a little short. It didn't really feel like fantasy, rather, the silver underlined the foregoing of industrial revolution faster and stronger. I loved how historically accurate many of the scenes felt. A lot is based on or surrounding the opium wars between China and Britain, and it was interesting to learn more about them in a contemporary setting. Also, the characters' thoughts and feelings were so well described. My heart broke for them. The only reason why I deducted half a star was because some scenes stretched a little long, which is why it was easier to set the book down sometimes.

Babel
Babelby R.F. Kuang
25. Mai
Rating:4

Vision und Idee absolut Hammer!

Wie kommt man denn bitte darauf so ein Buch zu schreiben omggg, also Idee krass 10/10. wie viel Recherche und Nerven das gekostet haben muss will ich mir gar nicht ausmalen. Zum buch: echt tolle Story, mal was ganz anderes. Mega interessante und spannende Charaktere, deren Sicht ich jedoch auch manchmal gern gehabt hätte. War echt ein ewiger Storyaufbau, für das, dass in den letzten 100 Seiten alles ganz schnell ging. Ende hat mich nicht gewundert, aber ein wenig enttäuscht 🤷🏻‍♀️ Habs trotzdem sehr gemocht und kann es sehr empfehlen ✨ wer Sprachen und Magie mag, ist hier richtig ☺️

Babel
Babelby R.F. Kuang
25. Mai
Rating:5

Wir sind hier, um mit Worten Magie zu wirken. ✨

Eine tragische, gesellschaftskritische Geschichte über die Magie der Sprache, die Gewalt des Kolonialismus und die Opfer des Widerstands. Keine leichte Kost und manchmal schwer zu ertragen, aber genau deshalb auch so unglaublich wichtig. Ja, das Buch ist an vielen Stellen sehr sprachwissenschaftlich und dadurch etwas anspruchsvoller. Genau das braucht es aber um die Geschichte wirklich greifbar zu machen. Ich fand es unglaublich interessant und hatte durch den angenehmen Schreibstil keinerlei Probleme allem zu folgen. Ab 50% ging die Geschichte für mich so richtig los und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Robins innere Zerrissenheit hat mich oft nachdenklich gemacht und das Gelesene wird auf jeden Fall noch lange in mir nachklingen. Ich habe jetzt schon angefangen, anders über Worte und Sprachen zu denken. All in all ein bereicherndes, intelligentes und sehr gut recherchiertes Buch, auch wenn ich mir ein anderes Ende gewünscht hätte. Ich verstehe aber auch, dass es eigentlich nur dieses Ende geben konnte.

Babel
Babelby R.F. Kuang
24. Mai
Rating:3

Hat mich leider nicht umgehauen

Die Themen sind sehr tiefgründigen und der Schreibstil flüssig. Leider hat mich die Story und das ganze Wörter bzw. Sprachen und deren unterschiedliche Bedeutung nicht ganz mitgenommen. Es war phasenweise sehr langatmig. Auch finde ich es schade das wir bis zum Schluss nicht Robins richtigen Namen erfahren haben.

Babel
Babelby R.F. Kuang
22. Mai
Rating:4

An manchen Stellen langatmig,insgesamt aber intelligent gemacht und am Schluss mit atemberaubender Geschwindigkeit

Babel
Babelby R.F. Kuang
22. Mai
Rating:4

Sehr stark, aber auch sehr kompliziert. Bewegende Geschichte mit unerwartetem Ende. Hat mir wirklich gut gefallen.

Richtig tolle Geschichte mit viel Tiefgang. Eine echt bewegende Geschichte, die harte Themen beinhaltet. Die Geschichte war jetzt nicht unbedingt richtig spannend, aber trotzdem echt fesselnd. Man erlebt so viele Emotionen während der Geschichte - Freude, Trauer, Glück, Hoffnung und viele mehr. Das wurde richtig gut rübergebracht. Wir begleiten Robin über einen sehr langen Zeitraum und er muss wirklich einiges aushalten. Der Fantasyanteil war eher gering, fand ich aber trotzdem echt einzigartig. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf Sprachen und das hat es für mich etwas kompliziert gemacht zum lesen. Es war teilweise sehr fachlich, sodass man etwas mühe hatte es zu verstehen. Robin ist mir sehr ans Herz gewachsen und ich mochte ihn total gerne. Aber auch die anderen aus der Clique fand ich echt toll. Robin macht eine richtig tolle Entwicklung durch und ich muss ehrlich sagen, mit dem Ende hatte ich überhaupt nicht gerechnet. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen. Trotz der vielen fachlichen Aspekte ist man sehr gut in die Geschichte reingekommen und konnte total eintauchen.

Babel
Babelby R.F. Kuang
20. Mai
Rating:4

Gefühlsmix aus Faszination, Abscheu und Aufregung

Es ist ein Buch was nicht einfach mal so „weg gesnackt“ werden kann. Was ich auch in Ordnung finde. Ich habe bei diesem Buch gemischte Gefühle. Einerseits war ich so fasziniert davon wie sehr mich das Buch für Übersetzung und Sprachen allgemein begeistern konnte. Andererseits fand ich die Story etwas zu „flach“. Die Themen die besprochen wurden sind absolut wichtig, aber ich hätte mir gerade ab 70% etwas mehr Komplexität bzw. Tiefe gewünscht. Dafür das der Anfang sich (für mich gut) gezogen hat, war das Ende einfach zu schnell rum. Und gerade in diesem Ende hätte ich mich gerne gefühlsmäßig verloren. Auch in die Komplexität der Gedanken, die bei so einer Action stattgefunden haben mussten.

Babel
Babelby R.F. Kuang
17. Mai
Rating:5

Wow!

Mir hat das Buch hervorragend gut gefallen. Es liest sich sehr flüssig und ich mochte auch die vielen Informationen, die R. F. Kuang dem Leser über die Sprachen mitgibt. Zu Teilen ist es so schwer zu ertragen und doch so wichtig, sich mit diesen Themen auseinandersetzen. Tiefe Charaktere, eine spannende Geschichte. Ein tolles Buch!

Babel
Babelby R.F. Kuang
17. Mai
Rating:3.5

Okay, okay, okay... I went through this book in very distinct phases. Contains soft spoilers ☝️First, I kept forgetting that this was supposed to be a phantasy. Robins' story feels more like a rough histological coming off age story. All the while we get intel about the development and origins of languages which felt a little stale at this stage 🤔 It didn't feel relevant at this point... 🤓 then he is sent to Bable, and briefly, I was met with Harry Potter vibes. A young boy who gets swept away into a different world where he can finally belong, hone his powers, and is surrounded by like-minded people. And yet, there is an unspoken rule that he will never truly belong... 🥷 Then he meets Griffin, and with that, Robin experiences the first true rupture from the life he thought he was living and the reality he might need to wake up to. The next turning point was the little "incident" on his way back from Canton 😭😭😭😭😭😭😭😭 LOVELL you piece of ****!!! Good f**king RIDDANCE 🥳🥳🥳 Got what you deserved!! Now all of them are really in it. There is only one way out, and it's straight through. I loved how Robin and his friends stuck together here. And then, after they had taken the tower ... what Letty did when she came back 😔 oh man, that hit right in the feels 🥺 Everything after that was really just about enduring, wasn't it? It was painful to see how everything fell apart, but it also felt right. My conclusion: this book has me feeling quite ambivalent. I was contemplating dnf-ing this a couple of times because I didn't understand what the story was trying to be. Not other worldly enough to be a phantasy, a lot of history lessons about language, a rough upbringing of a "foreign" boy, political schemes and a rebellion in the end. but it was worth sticking with it, the latter parts and ending made up for it and tied everything together...

Babel
Babelby R.F. Kuang
14. Mai
Rating:5

Babel Banger

Bin zufällig zu diesem Buch gekommen und habe erst relativ spät im Lesen bemerkt, dass es Fiction ist. Das ganze Magical Realism Genre hat sich mir dann erst eröffnet und mich begeistert. Dieses Buch lohnt sich, aufgrund der Geschichte, der Sprache und der emotionalen und bewegenden Handlungsgewalt.

Babel
Babelby R.F. Kuang
12. Mai
Rating:5

Tiefgründige Themen mit dark academia aesthetic und die Frage ob man Gewalt braucht, um wirklich die Welt zu verändern.

Dieses Buch hat mir noch einmal besonders vor Augen geführt wie magisch Sprache und wie machtvoll Worte sein können. Ich habe gelernt, dass eine Übersetzung niemals die gesamte Essenz der zu übersetzenden Sprache in sich einfangen kann und dass immer ein Teil verloren geht. Aus dem Augen von Robin Swift, einem Waisenjungen aus dem chinesischen Kanton, der vom geheimnisvollen Professor Lovell nach London gebracht wird, lernt man Großbritannien als Stadt des Silbers kennen. Als Stadt, die die größte und mächtigste der Welt zu werden droht und sich damit auch das Anrecht nimmt, andere Städte auszubeuten. Weil sie etwas erreicht hat, was andere Städte nicht erreicht haben: die Macht des „Silver working“. Doch in der glänzenden Stadt und mit der Möglichkeit in Oxford studieren zu dürfen, rücken für Robin all diese Probleme erstmal in den Hintergrund. Denn was ist schöner und besonderer als in der Elite-Universität in Oxford studieren zu dürfen? Es werden so viele interessante Fragestellungen aufgeworfen, die einen selbst dazu bringen darüber nachzudenken. Ebenfalls hat mir die Freundschaftsdynamik zwischen Robin, Rami, Letti und Victoire, weil alle von ihnen unterschiedliche Probleme in der Gesellshaft des 19. Jahrhunderts bewältigen müssen. Denn im Kern haben sie immernoch eins gemeinsam, was sie auf eine besonders interessante Weise miteinander verbindet, sich aber auch gut untereinander ergänzen. Victoire ist bemerkenswert widerstandsfähig und moralisch und schlichtet oft hitzige Diskussionen. Letti ist die Tochter eines ehemaligen britischen Admirals. Sie erlebt die Ungerechtigkeit und den Frauenhass im England der 1830er-Jahre und kann sich daher gut in ihre Freundinnen hineinversetzen. Doch den offenen Rassismus, dem ihre beste Freundin Victoire ausgesetzt ist, bekommt sie nicht mit. Rami ist ein muslimischer indischer Student aus Kalkutta und Robins bester Freund. In Oxford erregt Ramy viel Aufsehen und nutzt dies, um zu glänzen. Er ist laut, brillant und unglaublich charmant. Einfach ein tolles, inspirierendes Werk, das trotz der Fantasie-Elemente trotzdem noch historisch korrekt genug bleibt :)

Babel
Babelby R.F. Kuang
11. Mai
Ein literarisches Meisterwerk🏛️
Rating:5

Ein literarisches Meisterwerk🏛️

Zugegeben, ich hatte lange sehr großen Respekt davor dieses Buch zu lesen. Ich glaube das geht vielen so, aber ich kann nur sagen: Bitte. Lest. Dieses. Buch. R. F. Kuang hat mit diesem Buch ein Meisterwerk geschaffen. Die Sprache reißt einen völlig in den Bann und man kann es nicht mehr zur Seite legen. Es ist eine Geschichte, in der jede*r seinen/ ihren eigenen Kampf führt, manchmal zusammen, aber viel zu oft auch alleine. Die Charaktere sind nicht bloß „gut“ oder „böse“ sondern kompliziert und manchmal auch unsympathisch. Oft in einer sehr dunklen Grauzone und dennoch kann man ihr Handeln nachvollziehen. Das Buch hat mich mehrmals verzweifeln und sprachlos in die Gegend schauen lassen. Es hat mich gebrochen und beim Zusammensetzen an den Scherben schneiden lassen. Und das alles ohne dabei belehrend, trocken oder „zu anspruchsvoll“ zu sein. Ich glaube dieses Buch wird mich noch sehr lange begleiten.

Babel
Babelby R.F. Kuang
10. Mai
Rating:1

Schlecht recherchiert und schlecht geschrieben

Die Idee des Buches ist wirklich grandios. Ich hatte mich sehr darauf gefreut endlich mal ein Buch über Kolonialismus und Sprache zu lesen. Leider war dieses Buch ein echter Flop. Kuangs Storytelling ist katastrophal. Eigentlich war alles an dem Buch oberflächlich. Robin, den ich von Anfang an als eine sehr interessante Figur empfand und dessen Geschichte ich wirklich gerne verfolgt hätte, bekam durch das ganze Buch hinweg keinerlei Tiefe, genauso wie der Rest der Charaktere und dessen Beziehungen. Auch das Thema Kolonialismus und die Verbreitung von Sprache wurde nur oberflächlich angekrazt und letztendlich wurde nur wiederholt was eigentlich jeder, der etwas Allgemeinbildung beherrscht, bereits über Kolonialismus weiß. Zudem gab es auch einige Dinge die völlig unrealistisch sind und damals so einfach nicht passiert sind, was ich sehr erschreckend fand. Denn wenn man so ein wichtiges Thema in einem Roman abarbeitet dann sollte es auch gut recherchiert sein. Ebenfalls wurden so viele banale Dinge bis ins kleinste Detail erklärt, dass ich mich irgendwann wirklich gefragt habe ob Kuang denkt ihre Leser seien dumm. Die Fußnoten...Der Inhalt mal wirklich interessant, mal völlig unnötig. Ich weiß viele meinen Kuangs Fußnoten wirken intellektuell, für mich bedeutet dass aber einfach nur dass sie es nicht beherrscht sachliche Informationen flüssig in eine Story zu verpacken. Ich kann leider überhaupt nicht verstehen warum dieses Buch so hochgelobt wird und von vielen als Standard für intellektuelle und anspruchsvolle Literatur angesehen wird. Sehr schade, es hätte wirklich extrem gut werden können.

Babel
Babelby R.F. Kuang
9. Mai
Rating:2.5

War nicht meins…

Ich habe nach der Hälfte dieses Buches aufgegeben. Wieder ein Beispiel dafür, das zu stark gehypte Bücher oft die Mühe nicht wert sind. Der Hintergrund zu dieser Story ist toll recherchiert und die Hälfte des Buches besteht nahezu aus Fußnoten, was zeigt, wie sehr die Autorin sich in die Hintergründe des 19.Jahrhunderts eingearbeitet hat. Aber ganz ehrlich, da hätte ich mir auch ein Geschichtsbuch zum Thema Industrialisierung in Großbritannien kaufen können. Die Story um die es eigentlich gehen soll geht zwischen den ganzen Erklärungen völlig unter. Dazu kommt, dass die Story unglaublich zäh und stellenweise langweilig daherkommt. Irgendwer hat dieses Buch mit dem Spannungsbogen eines Harry Potter Bandes verglichen. Den Vergleich muss man mir mal bitte erklären.

Babel
Babelby R.F. Kuang
9. Mai
"Babel“ ist ein absolutes Meisterwerk und eines der klügsten Bücher, die ich je gelesen habe.
Rating:5

"Babel“ ist ein absolutes Meisterwerk und eines der klügsten Bücher, die ich je gelesen habe.

R.F. Kuang hat hier etwas Unglaubliches geschaffen: Eine Mischung aus Dark Academia, historischem Roman und packender Fantasy, die gleichzeitig eine messerscharfe Kritik an Kolonialismus und Sprachgewalt ist. Das Magiesystem, das auf der Kunst der Übersetzung und silbernen Barren basiert, ist absolut einzigartig und faszinierend tiefgründig. Man merkt auf jeder Seite Kuangs Liebe zur Etymologie. Doch das Herz der Geschichte sind die Charaktere – allen voran Robin Swift. Seine Reise von der Dankbarkeit gegenüber dem britischen Empire bis hin zum schmerzhaften Erwachen über dessen Grausamkeit ist emotional erschütternd. Warum man es lesen muss: Atmosphäre: Oxford im 19. Jahrhundert wird so lebendig und düster beschrieben, dass man den Regen förmlich spüren kann. Relevanz: Es ist kein „leichtes“ Buch; es fordert den Leser heraus, über Privilegien, Opfer und die Macht von Worten nachzudenken. Schreibstil: Anspruchsvoll, elegant und unglaublich atmosphärisch. Ein monumentales Werk, das mich noch lange nach dem Zuklappen der letzten Seite verfolgt hat. Wer The Secret History mochte, aber mehr politische Tiefe und ein magisches Element sucht, wird Babel lieben.

Babel
Babelby R.F. Kuang
8. Mai
„Babel“ von R. F. Kuang ist für mich ein sprachlich beeindruckender und thematisch wichtiger Roman über Kolonialismus, Übersetzung und Macht, der mich über weite Strecken gepackt hat – bis zur Schlussphase, in der die Figuren für mich leider zunehmend infantil und in ihrer Selbstinszenierung als Rächer und Retter der Welt nicht mehr überzeugend wirkten.

…
Rating:3

„Babel“ von R. F. Kuang ist für mich ein sprachlich beeindruckender und thematisch wichtiger Roman über Kolonialismus, Übersetzung und Macht, der mich über weite Strecken gepackt hat – bis zur Schlussphase, in der die Figuren für mich leider zunehmend infantil und in ihrer Selbstinszenierung als Rächer und Retter der Welt nicht mehr überzeugend wirkten. …

Im Zentrum steht Robin Swift, ein aus China stammender Waisenjunge, der in Oxford an das Übersetzungsinstitut Babel kommt und dort lernen soll, wie Sprache durch Silbermagie in Macht verwandelt wird. Kuang baut daraus ein kluges, alternatives 19. Jahrhundert, in dem Sprachwissenschaft, Empire-Kritik, Rassismus und akademische Eliten eng miteinander verknüpft sind. Das hat mich anfangs sehr überzeugt, weil der Roman die Gewalt des Kolonialismus nicht nur behauptet, sondern über das ganze System von Sprache, Handel und Wissen sichtbar macht. Besonders stark fand ich die Atmosphäre: das dunkle Oxford, die strenge Institution Babel, die vielen Fachbegriffe und Fußnoten, die den Text fast wie eine gelehrte, zugleich aber sehr erzählerische Debatte über Übersetzen und Verstehen wirken lassen. Die Idee, dass Übersetzung nie neutral ist, sondern immer auch Macht verteilt, ist enorm interessant und wird von Kuang sehr konsequent ausgearbeitet. Auch die Figurenkonstellation am Anfang ist stark: Robin zwischen Zugehörigkeit und Entfremdung, seine Freundschaften, das Gefühl, gleichzeitig privilegiert und ausgenutzt zu sein, und die Wut über die koloniale Ordnung tragen den Roman lange Zeit sehr gut. Je weiter das Buch jedoch in Richtung Finale geht, desto mehr hat es mich verloren. Ab dem Punkt, an dem die Protagonisten sich immer stärker als Rächer und Retter der Welt sehen, kippt für mich die frühere Komplexität in eine sehr vereinfachte, fast kindliche Haltung. Die Entwicklung wirkt dann weniger wie eine glaubwürdige Zuspitzung als wie eine moralische Selbstüberhöhung, bei der die Figuren ihre eigene Rolle stark romantisieren. Gerade weil der Roman zuvor so klug und differenziert über Macht und Unterdrückung nachgedacht hat, empfand ich diese Schlussphase als enttäuschend, zu eindeutig und in der Selbstgewissheit deutlich zu platt. Trotzdem bleibt „Babel“ für mich ein wichtiges und oft beeindruckendes Buch. Die Kritik am Kolonialismus, die Reflexion über Sprache und das akademische Umfeld sind stark, und viele Passagen sind wirklich brillant geschrieben. Ich würde den Roman daher klar empfehlen – aber mit dem Hinweis, dass man im letzten Drittel bereit sein sollte, über eine Entwicklung hinwegzusehen, die aus meiner Sicht zu sehr ins Infantile abrutscht und dem Buch etwas von seiner anfänglichen Stärke nimmt.

Babel
Babelby R.F. Kuang
5. Mai
Rating:4.5

1828. Robin Swift, den ein Cholera-Ausbruch im chinesischen Kanton als Waisenjungen zurücklässt, wird von dem geheimnisvollen Professor Lovell nach London gebracht. Dort lernt er jahrelang Latein, Altgriechisch und Chinesisch, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem er in das Königliche Institut für Übersetzung der Universität Oxford - auch bekannt als Babel - aufgenommen werden soll. Oxford ist das Zentrum allen Wissens und Fortschritts in der Welt. Für Robin erfüllt sich ein Traum, an dem Ort zu studieren, der die ganze Macht des britischen Empire verkörpert. Denn in Babel wird nicht nur Übersetzung gelehrt, sondern auch Magie. Das Silberwerk - die Kunst, die in der Übersetzung verloren gegangene Bedeutung mithilfe von verzauberten Silberbarren zu manifestieren - hat die Briten zu unvergleichlichem Einfluss gebracht. Dank dieser besonderen Magie hat das Empire große Teile der Welt kolonisiert. Für Robin ist Oxford eine Utopie, die dem Streben nach Wissen gewidmet ist. Doch Wissen gehorcht Macht und als chinesischer Junge, der in Großbritannien aufgewachsen ist, erkennt Robin, dass es Verrat an seinem Mutterland bedeutet, Babel zu dienen. Im Laufe seines Studiums gerät Robin zwischen Babel und den zwielichtigen Hermes-Bund, eine Organisation, die die imperiale Expansion stoppen will. Als Großbritannien einen ungerechten Krieg mit China um Silber und Opium führt, muss Robin sich für eine Seite entscheiden... Aber kann ein Student gegen ein Imperium bestehen? Ich war am Anfang alles andere als begeistert. Im Gegenteil. Die erste Hälfte war für mich größtenteils richtig anstrengend. Sehr trocken, sehr sprachlastig, überladen mit linguistischen Erklärungen und Details, die sich eher wie ein Fachtext als wie ein Roman gelesen haben. Wenn man für Sprache und Übersetzung nichts übrig hat, wird das hier ziemlich schnell zäh, langweilig und möglicherweise auch unverständlich. Bei mir war all das definitiv der Fall. Dazu kam, dass sich die Handlung lange seltsam distanziert angefühlt hat. Es passiert zwar etwas, aber man ist oft nicht wirklich dabei. Vieles wird eher berichtet als erlebt. Dadurch fehlt ein Stück weit die emotionale Nähe, die man eigentlich bräuchte, um komplett reinzukommen. Genau das hat es mir am Anfang schwer gemacht. Gleichzeitig gab es einen Grund, warum ich trotzdem weitergelesen habe: Robin. Robin ist eine dieser Figuren, die ein Buch tragen können, selbst wenn drumherum noch nicht alles funktioniert. Man lernt ihn als Kind kennen und begleitet ihn über Jahre hinweg. Man sieht, wie er geprägt wird, wie er lernt, wie er sich verändert. Und vor allem, wie er langsam begreift, in was für einem System er sich eigentlich bewegt. Was dabei besonders stark ist: Diese Entwicklung ist nicht geradlinig. Robin ist kein Charakter, der irgendwann „aufwacht“ und dann genau weiß, was richtig ist. Er schwankt. Er zweifelt. Er entscheidet sich um und wieder zurück. Und genau das macht ihn so glaubwürdig. Weil seine Situation eben keine einfache ist. Er steht zwischen zwei Welten. Auf der einen Seite das System, das ihm Bildung, Sicherheit und Möglichkeiten gibt. Auf der anderen Seite das Wissen darum, dass genau dieses System auf Ausbeutung, Rassismus und Ungleichheit basiert. Und egal, wie er sich entscheidet, es ist immer auch ein Verrat, entweder an sich selbst oder an anderen. Dieses Spannungsfeld zieht sich durch das ganze Buch und wird immer intensiver. Auch die Dynamik mit seinen Freunden trägt viel dazu bei. Ihre Beziehungen entwickeln sich über die Zeit, verändern sich, werden komplizierter. Es ist keine perfekte Freundschaft, sondern eine, die von unterschiedlichen Perspektiven und Hintergründen geprägt ist. Gerade das macht sie interessant und später auch emotional wirkungsvoll. Lange Zeit wird das alles eher ruhig erzählt. Fast schon zu ruhig, bis dann der Punkt kommt, an dem das Buch plötzlich anzieht. So ab der zweiten Hälfte oder dem letzten Drittel verändert sich die Wirkung komplett. Die Handlung wird greifbarer, die Konflikte konkreter, die Entscheidungen härter. Und alles, was vorher vielleicht zu theoretisch oder zu distanziert gewirkt hat, bekommt plötzlich Gewicht. Weil man jetzt versteht, worauf es hinausläuft. Was dann folgt, ist kein klassischer Spannungsaufbau mit schnellen Wendungen oder großen Überraschungen. Stattdessen entwickelt sich eine zunehmende Unausweichlichkeit. Man merkt, dass die Figuren auf etwas zusteuern, das sich nicht mehr verhindern lässt. Und genau das macht es so intensiv. Das Ende ist definitiv der stärkste Teil des Buches. Nicht, weil es spektakulär inszeniert wäre, sondern weil es konsequent ist. Es führt die Themen des Buches (Rassismus, Kolonialismus, Machtstrukturen, Klassenunterschiede) logisch zusammen und zwingt die Figuren zu Entscheidungen, die sich richtig anfühlen, auch wenn sie schmerzhaft sind. Es ist kein bequemes Ende. Es ist keines, das alles auflöst oder glattzieht. Aber genau deshalb wirkt es so stark. Man merkt, dass hier nichts zufällig passiert. Dass alles darauf hingearbeitet hat. Ein Kritikpunkt bleibt für mich trotzdem bestehen: das Magiesystem. Für einen Fantasyroman bleibt es überraschend vage. Die Idee, Sprache und Übersetzung als Grundlage von Magie zu nutzen, ist extrem spannend, wird aber nicht wirklich greifbar erklärt. Vieles bleibt abstrakt, sodass man eher akzeptiert, dass es funktioniert, als dass man versteht, wie oder warum. Das ist schade, weil gerade hier viel Potenzial gewesen wäre. Trotzdem hat mich das am Ende kaum noch gestört. Weil das Buch seine Stärke nicht aus der Magie zieht, sondern aus seinen Figuren und seinen Themen. Es ist kein Buch, das sofort begeistert. Es fordert Geduld und ein gewisses Interesse an den Themen, die es behandelt. Aber wenn man sich darauf einlässt, entwickelt es eine enorme Wirkung. Und vor allem bleibt es hängen. Nicht wegen einzelner Szenen, sondern wegen dem, was es insgesamt auslöst.

Babel
Babelby R.F. Kuang
4. Mai
Rating:2.5

Bei 34% abgebrochen

Hat sich wie ein Buch aus meinem Studium gelesen. Fand ich ganz furchtbar, überheblich und belehrend. Die Fußnoten fand ich auch sehr irritierend und auf dem Kindle leider schlecht zu lesen. (Das hin und her springen hat nicht immer funktioniert.) Der Fantasyanteil war für mich zu klein um weiter am Ball zu bleiben. Und das Buch ist mir zu dick um mich durch zu quälen 😂😂

Babel
Babelby R.F. Kuang
3. Mai
Tolles Konzept, schwache zweite Hälfte: Babel erklärt zu viel, vertraut zu wenig – und berührt trotzdem am Ende.
Rating:3.5

Tolles Konzept, schwache zweite Hälfte: Babel erklärt zu viel, vertraut zu wenig – und berührt trotzdem am Ende.

In Babel steckt ein wirklich großartiges Buch. Es zu finden erfordert jedoch Geduld – und eine hohe Toleranz für (be)lehrende Worte - mehr als man von einem Fantasy-Roman eigentlich erwarten würde. Beginnen wir mit dem, was funktioniert: Das Dark-Academia-Setting ist atmosphärisch und einnehmend, die Prämisse ist echt originell, und die erste Hälfte hält, was sie verspricht: eine detailreich ausgearbeitete Welt, ein Magiesystem das auf dem Verlust beim Übersetzen basiert, und ein Campusroman mit echtem intellektuellem Anspruch. Diese frühen Kapitel haben einen unwiderstehlichen Sog. Robins Weg in das geheimnisvolle Übersetzungsinstitut von Oxford fühlt sich frisch und lebendig an – die Welt gemeinsam mit ihm zu entdecken ist macht wirklich Spaß. Dann kommt die zweite Hälfte – und es ist beinahe ein anderes Buch. Das zentrale Problem: Kuang hat Setting und Magiesystem nicht danach gebaut, was Sinn ergeben würde, sondern danach, welche Themen sie erkunden wollte. Das Ergebnis ist ein viktorianisches England, das genau wie das echte funktioniert – obwohl seine Magie eigentlich alles hätte verändern müssen. Die Idee, dass allein die Silberübersetzung für Britanniens industrielle und imperiale Dominanz verantwortlich ist, hält keiner ernsthaften Betrachtung stand. Für einen Roman, der so besessen von sprachlicher Präzision ist, ist die Worldbuilding-Logik überraschend löchrig. Die Charaktere leiden leider unter einem ähnlichen Problem. Robin ist gut ausgearbeitet und durchgehend überzeugend. Der Rest der Kerngruppe wirkt jedoch weniger wie Menschen und mehr wie Positionen in einer Debatte. Ramy ist die antikoloniale Stimme. Lettie verkörpert das weiße Privileg. Jeder britische Mann ist ausnahmslos ein Bösewicht ohne Nuancen. Das sind Allegorien in Menschengestalt – und wenn die zweite Hälfte stark auf ihre Beziehungen und Entscheidungen setzt, fehlt die emotionale Bindung, die das tragen könnte. Erschwerend kommen die Fußnoten hinzu. Zu oft erklären sie Dinge, die jeder aufmerksame Leser längst verstanden hat: dass rassistische Charaktere tatsächlich rassistisch sind, zum Beispiel. Das wirkt herablassend und reißt einen immer wieder aus dem Bann, den der Roman so mühsam aufgebaut hat. Und dennoch: Die letzten zehn Prozent sind ziehen dann nochmal richtig an. Kuang streift all den Ballast ab, verzichtet auf die Fußnoten und schreibt mit einer rohen Aufrichtigkeit, die dem Rest des Buches weitgehend gefehlt hat. Diese Seiten sind kraftvoll, emotional mitreißend– und dann leider aber auch eine Erinnerung daran, wozu dieser Roman eigentlich fähig gewesen wäre. Fazit: Babel ist ein faszinierendes, fehlerhaftes, ambitioniertes Buch. Lesenswert – aber sei bereit, selbst zu denken, auch wenn die Autorin dir das manchmal nicht zutraut.

Babel
Babelby R.F. Kuang