Aufmachung Der Schreibstil erinnert an einen dauerhaften inneren Dialog. Ich persönlich empfinde das als sehr erfrischend. Dadurch kann man sich wirklich sehr gut in Dani hinein versetzen. Die Sprache ist Jugendlich und passt dadurch super zum Genre. Protagonisten Dani ist sehr sprunghaft und blickt entspannt und planlos in die Zukunft. Ich denke manchmal fehlt es ihr an Verantwortungsbewusstsein. Allerdings ist sie ja auch erst zarte achtzehn. Ihre Tollpatschigkeit macht sie zudem sehr sympatihsch. Casper lebt 1783 und arbeitet als Tischler. Seine Lebensverhältnisse sind recht ärmlich. Trotzdem scheint er recht zufrieden. Außerdem ist er ziemlich skeptisch, doch sein Sarkasmus macht das definitiv wieder wett. Fazit Band 2 der Dilogie hat mich sofort gepackt. Direkt war ich wieder mittendrin und auch richtig gefangen. Ich wollte es einfach keine Sekunde aus der Hand legen. Auch, dass man zusätzlich die Sicht von Casper bekommt, begeistert mich. Tatsächlich finde ich den zweiten Teile fast noch besser als den ersten. Alles ist rasant, spannend und man fühlt völlig mit. Absolute Jugendbuch Empfehlung!!
In Teil 2 sind Danica (Dani) und Casper zurück in 2017 gelandet. Dani hat entgegen der Regeln jemanden aus der Vergangenheit mit in die Zukunft genommen aber doch nur um Casper zu beschützen. Die Gräfin war kurz davor ihre Wut an ihm und Dani auszulassen. Doch Dani wusste nicht auf welche Schmerzen sie sich damit einlässt. Wer gegen die Regel verstößt wird von der Zeit bestraft. Sie erleidet wirklich fiese Schmerzen, schlimmer als jeder Kater. Sie beginnt deshalb auch bald den Schmerz mit Alkohol zu stillen. Aber als wäre das nicht schlimm genug, darf sie nicht mehr reisen. Sie wird immer wieder in diverse alte Zeiten gerissen, nur um ein paar Minuten später wieder in 2017 zu landen. Die reinste Tortur. Dadurch verscherzt sie es sich mit ihrer Mutter natürlich immer mehr. Die glaubt nämlich eine faule Tochter zu haben, die zu allem Übel einen Mann nach Hause schleppt und der jetzt in ihrem Jugendzimmer wohnt. Dani ist schließlich gerade mal 18 Jahre alt. Casper hingegen ist weder dankbar noch wirklich nett zu Dani, immerhin rieß sie ihn aus seinem Leben in 1783, doch viel schlimmer, sein einziges Kind Kristian blieb zurück. Tragischerweise, das erfuhr man in Band 1 bereits, ist Caspers Frau damals bei der Geburt des Sohnes gestorben. Für die Zeit damals leider nichts unübliches. Kinderarbeit war zu damaligen Zeiten auch etwas ganz Normales. So arbeitet Kristian bereits beim Bäcker, statt in die Grundschule zugehen. Doch irgendwann musste auch Casper einsehen, dass an seinem Umstand nur etwas zu ändern ist, wenn jemand zurückreist und die Wogen bei der Gräfin glättet. Sie war schließlich die einzige die wusste wie das funktioniert. Doch gerade die Gräfin hatte immer mehr Angst vor Danis bösem Zwilling Dany. Diese erschien mir in Band 1 noch harmlos, doch die Wendung im zweiten Teil war auch für mich so nicht vorherzusehen. Auch einer der Gründe, weshalb ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen konnte. So begann also das zweite Abenteuer, diesmal mit Casper in der primären Hauptrolle. Er gewöhnte sich schnell an das Zeitreisen und mit der Zeit wurde die Beziehung zur Gräfin auch immer besser. Man darf nicht vergessen, das Medaillon, dass in Band 1 dem Grafen entwendet wurde, sorgte schließlich dafür, dass eben jener so bitterböse in Erscheinung trat. Man könnte also meinen die Gräfin und ihre Habseligkeiten aus diesem Hexenfundus wüsste was zu tun ist, doch lange Zeit blieb man im Unklaren, was wiederum die Spannung steigern ließ. Alchemie ist hier der springende Punkt, den im Laufe der Story lernt man immer mehr Hintergrundwissen dazu kenne. Ein sehr spannendes Thema! Mir tat mit jeder weiteren Erkenntnis um die Gräfin diese immer mehr leid, war sie doch nichts als eine junge Frau, die geliebt werden wollte und gleichzeitig für ihr Volk nur das Beste sich wünschte. Nicht zu vergessen Dany, der böse Zwilling der in Wirklichkeit kein Zwilling ist, sondern ihre eigene Geschichte so abgeändert hatte, dass sie losgelöst von der Zeit existierte. Ein wenig spooky aber zum Buch und der Idee hat es perfekt gepasst. Das diese aber derart die Fassung verlieren würde und im Gegensatz zu Band 1 mit echt schlimmeren Bandagen kämpft…. sie wurde mir immer unsympathischer. Der große Showdown rund um die Zusammenhänge der Gräfin, Dany und Dani sowie der Oma Magdalena, die haben mich dann doch verblüfft. Auch wie letztendlich das Zeitreisen dann aufgehalten wurde, und alles seinen normalen Gang wieder nahm – bis auf eine kleine Ausnahme – war für mich bis zuletzt nicht zu erraten. Ich mag Bücher bei denen man nicht in den ersten 5 Kapiteln schon komplett erraten kann wo die Reise 1:1 hingehen wird, das verdirbt mir oft den Spaß und die Spannung. Melissa hingegen hat es gut geschafft die ganze Story zu steuern ohne, dass man großartig wusste was als nächstes passiert. Die Protagonisten konnte ich mir super bildhaft vorstellen und auch die detaillierten Erklärungen zum Schloss, dem Marktplatz aber auch der Kleidung waren gut ausgearbeitet. Für mich wirkte die Geschichte sehr stimmig und hat prima an Band 1 angeknüpft.

