Eine unterhaltsame Small Town Romance mit sympathischen Momenten die jedoch manchmal etwas zu lang und unnötig war.
Ich habe dieses Buch in einer Nacht „verschlungen“ was schon zeigt, dass die Geschichte mich durchaus unterhalten konnte. Trotzdem blieb am Ende eher das Gefühl zurück, dass der Klappentext deutlich mehr versprochen oder zumindest deutlich mehr übertrieben hat, als die Geschichte letztlich erzählt hatte. Besonders neugierig war ich auf die Ausgangssituation rund um Naomi und ihre Zwillingsschwester Tina. Der Klappentext vermittelt den Eindruck, dass Naomi sich erst beweisen muss und von allen gehasst wird, weil man sie mit ihrer Schwester verwechselt. Dieser Konflikt löst sich jedoch viel schneller und unkomplizierter auf als erwartet. Hier hätte ich mir deutlich mehr Drama und Spannung gewünscht. Knox mochte ich anfangs sehr. Sein grummeliger Charakter und die Dynamik zwischen ihm und Naomi haben mir gefallen. Leider wurde die Geschichte im Mittelteil für meinen Geschmack etwas zu langatmig. Vor allem Knox’ Verhalten hat mich irgendwann genervt: Er wollte keine Beziehung, konnte aber gleichzeitig nicht akzeptieren, dass Naomi Abstand hielt. Dieser Konflikt zog sich für meinen Geschmack zu lange hin. Überraschend positiv fand ich Waylay. Anfangs war sie schwierig, entwickelte sich im Laufe der Geschichte aber sehr gut. Ihre Entwicklung und die entstehende Familienbindung zwischen ihr, Naomi und Knox haben mir teilweise sogar besser gefallen als die eigentliche (Liebes)geschichte. Das Ende war süß und rund, besonders der Epilog konnte mich noch einmal kurz berühren. Insgesamt war das Buch eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber leider kein Highlight. Die Geschichte hätte an einigen Stellen deutlich kürzer sein können, und ich werde die Folgebände vermutlich eher nicht lesen oder zumindest im Hinterkopf behalten.

























































