Erstes Buch 2026, erster Neuzugang auf der Lieblingsbücher-Liste 😊
Dieses unscheinbare kleine Buch (mit trotzdem über 400 Seiten) habe ich in einem Bücherschrank gefunden. Es war etwas feucht und in keinem wirklich guten Zustand, aber der Klappentext hat mich dann doch irgendwie interessiert. Eine junge Frau, die um 1900 die Medizin für sich entdeckt. Klingt erstmal spannend. Und das war es auch! Begleitet wird die Protagonistin von ihrer Geburt an. Die Familiengeschichte wird erzählt, ihre ersten Freundschaften, einfach wie sie der Mensch wurde, der dann zur Medizin fand. Und die Zeit war turbulent. Keine Seite war langweilig, ständig passierte irgendwas, jeder Charakter wurde irgendwie beleuchtet! Eine tolle Abwechslung zu den vielen Büchern in Ich-Perspektive, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Da bleibt man doch sehr "innen" und als Leserin verpasst man dann doch vielleicht etwas. Nicht hier! Keine unnötig unausgesprochenen Konflikte oder Geheimnisse, kein unendlich langer Spannungsaufbau, der sich dann in einem großen Finale ergießt. Die Spannung entsteht immer wieder neu, wird kurz durch einen neuen Handlungsstrang unterbrochen und aufgebaut und dann gelöst. Und das über die gesamten 424 Seiten hinweg. Kein unnötiges Drama, aber trotzdem Tiefe! Nicht zu seicht, aber auch nicht völlig emotional. Einfach richtig gut ausbalanciert. Das hat wirklich Spaß gemacht!


