22. Mai
Rating:4

Balanceakt zwischen Erfolg und Abgrund

So ganz anders als Babel, hatte mich dieses Buch von Anfang an. Gedanklich immer im Kopf der Hauptprotagonistin...baut es allmählich eine gewisse Spannung auf, die mich gut dran bleiben ließ, trotz einiger Längen und Wiederholungen. Die Chancen und Gefahren von Social Media, Einblicke in das harte Business der Verlagswelt. Themen wie Rassismus und kulturelle Aneignung werden angeschnitten....ich fands ganz gut.👍

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
19. Mai
Rating:5

So viele Themen spannend umgesetzt in einem Buch

Das Buch hat in mir so viele Gefühle gleichzeitig ausgelöst. Einerseits hoffte ich irgendwie, dass June gut aus der Story kommt und verstand auch ihre Sicht auf die Dinge. Da alles aus ihrer Sicht geschrieben ist, wird man mitgerissen, wenn sie sich selber alles schön redet. Andererseits hat sie das Buch ja tatsächlich geklaut und verhält sich auch immer wieder berechnend und egoistisch. Ich war also immer etwas hin- und hergerissen. Die Themen im Buch waren alle sehr interessant und meiner Meinung nach gut umgesetzt. Über die ganze Geschichte hinweg wird die Einsamkeit der Protagonistin deutlich. Auch Cybermobbing/Cancel Culture und Rassismus waren sehr große Themen. Und wer darf welche Geschichten erzählen? Immer wieder sieht man, dass wir schlussendlich in einer Gesellschaft leben, in der die Lügen und keine Verantwortung zu übernehmen belohnt werden. Ich fragte mich immer wieder, was noch alles im Buch passieren solle, und doch ging es immer wieder wild weiter.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
19. Mai
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Rating:4

June Hayward and Athena Liu both started out as young authors together, but while Athena becomes a literary star, June’s own career never really takes off. After June witnesses Athena’s sudden death, she impulsively steals Athena’s unpublished manuscript about Chinese labourers during World War I and edits it before publishing it under her own name. The book then follows June as she suddenly experiences the success she has always wanted — bestselling lists, interviews, social media attention, and literary fame. But the more successful she becomes, the more she has to deal with criticism, accusations, online hate, and the constant fear of being exposed. Especially because June, a white woman, profits from a story deeply connected to Chinese history and identity. I liked this book, but I didn’t completely love it. One thing I really enjoyed was how accurately the book portrays many uncomfortable themes about today‘s social media culture, the constant online discussions, the hate surrounding public figures and the desperate need to stay relevant online. The book especially highlights the racism and prejudice Asian authors often experience in the publishing industry, while at the same time exploring debates around cultural appropriation, representation, and who is “allowed” to tell certain stories. What made it so interesting was that you sometimes understand the protagonist June, but at other moments you also understand the people criticising her. Over time, June almost starts believing her own lies and convinces herself that the story and success somehow belong to her. I found the contradiction between June constantly talking about how much she loves writing and her struggling to come up with original ideas herself very ironic. R.F. Kuang’s writing style was really good and easy to get through, even though I personally didn’t find the plot especially suspenseful despite a few small plot twists.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
18. Mai
Rating:4

Der Roman Yellowface von Rebecca F. Kuang zeigt ziemlich schonungslos, wie struktureller Rassismus funktioniert – und vor allem, wie rassistische Denkmuster auch bei Menschen auftauchen können, die sich selbst eigentlich für offen und tolerant halten. Genau das macht die Hauptfigur extrem unangenehm. Die Geschichte beginnt damit, dass June, eine eher erfolglose weiße Autorin, das unveröffentlichte Manuskript ihrer verstorbenen chinesisch-amerikanischen Kollegin Athena Liu klaut und als ihr eigenes veröffentlicht. Schon daran sieht man, worum es im Kern geht: June profitiert von einem System, das weißen Stimmen oft automatisch mehr Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit gibt, während gleichzeitig authentischere Stimmen weniger Gehör finden. Gleichzeitig sieht June sich selbst aber ständig als Opfer. Besonders gelungen ist deshalb die Darstellung von Junes Gedanken. Sie hält sich selbst nie für rassistisch. Stattdessen redet sie sich ein, dass sie „doch nur eine Geschichte erzählen“ wolle oder dass die Kritik an ihr unfair sei. Dabei macht sie immer wieder abwertende oder stereotype Aussagen über asiatische Menschen und fühlt sich von Diskussionen über Diversität persönlich angegriffen. Gerade das wirkt so realistisch, weil viele Formen von Alltagsrassismus genau so funktionieren: Menschen erkennen ihre eigenen Vorurteile nicht oder wollen sie nicht erkennen. Rebecca Kuang zeigt, dass Rassismus oft gar nicht offen oder aggressiv daherkommt, sondern sich in Ausreden, Rechtfertigungen und unterschwelligen Vorurteilen versteckt. Auch die Darstellung der Literaturbranche und von Social Media ist ziemlich treffend. Der Roman macht deutlich, dass Rassismus nicht nur von einzelnen Personen ausgeht, sondern tief in gesellschaftlichen Strukturen steckt. Diversität wird teilweise wie ein Marketingtrend behandelt – etwas, mit dem sich Geld verdienen lässt. Gleichzeitig werden Autor:innen mit Migrationshintergrund ständig auf ihre Herkunft reduziert. June nutzt diese Widersprüche aus und merkt dabei oft nicht einmal, wie problematisch ihr Verhalten eigentlich ist. Der Roman ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Dadurch steckt man direkt in Junes Kopf und erlebt ihre Gedanken ungefiltert mit. Das ist oft schwer auszuhalten, vor allem, wenn man sich kurz dabei ertappt, die Perspektive der Protagonistin einzunehmen und nachzuvollziehen. Der Spiegel, der mir beim Lesen das ein oder andere Mal durch die Autorin vorgehalten wurde, ist vermutlich Absicht und wirkt. Insgesamt ist Yellowface ein kluges, provokantes und mitunter beklemmendes Buch über strukturellen Rassismus, Privilegien und kulturelle Aneignung. Vor allem die rassistischen Gedanken der Protagonistin machen den Roman so eindringlich, weil sie eben nicht wie eine „klassische Rassistin“ dargestellt wird, sondern wie jemand, dem solche Denkmuster selbst gar nicht bewusst sind.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
17. Mai
Rating:4.5

Ein Buch, das moralische Werte infrage stellt und die Schattenseiten des Buchmarktes aufzeigt

Ich wollte das Buch schon lange lesen, weil mich die Grundidee, ein gestohlenes Werk zu veröffentlichen, einfach fasziniert hat. Aber es geht um so viel mehr. Die ganze Yellowface-Thematik war für mich komplett neu und ich fand es sehr interessant darüber zu lernen. Obwohl June immer wieder verwerfliche Entscheidungen trifft, mochte ich sie trotzdem als Figur gerne und immer wieder habe ich gehofft, dass sie doch noch auf den richtigen Pfad findet. Gleichzeitig konnte ich ihre Beweggründe sehr gut nachvollziehen. Das Buch nimmt einen mit in die Verlagsbranche, was für mich sehr interessant war🥰 Auch dass die Hauptprotagonistin ihre eigene Geschichte erzählt und sich immer wieder an den Leser selbst wendet, ist eine tolle Abwechslung zu anderen Büchern. Ich habe immer wieder darüber nachgedacht, wie ich mich in dieser Situation verhalten würde. Ich fand die Story bewegend, das Ende war auch nochmal überraschend. Das Buch hat mich auf jeden Fall bewegt und sehr zum Nachdenken angeregt 🫶🏼📚

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
16. Mai
Rating:4

⭐️⭐️⭐️⭐️

Am Anfang, muss ich zugeben, war ich etwas skeptisch ob mir das Buch wirklich gefallen wird. Je mehr ich aber gelesen habe desto besser wurde das Buch. Ich habe es zum Ende hin wirklich verschlungen und muss zugeben das ich es wirklich gut fand. Der schreibstil ist flüssig und lässt sich demnach auch wirklich super gut und schnell lesen. Ich würde das Buch empfehlen ☺️☺️

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
15. Mai
Ein Buch, das zum Nachdenken anregt 👀
Rating:4.5

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt 👀

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext direkt angesprochen und doch hatte ich Bammel davor, das Buch zu starten, weil ich nicht wusste, ob es mich so abholt wie erhofft. Glücklicherweise hab ich’s trotzdem angefangen, denn auch wenn ich teilweise ein paar Stellen etwas langatmig fand, hat mich die Geschichte doch überzeugen können! In dem Buch geht es um 𝐉𝐮𝐧𝐞, die das Manuskript ihrer verstorbenen Freundin klaut, es als ihr eigenes Werk ausgibt und damit einen Bestseller landet. Ja…, Sympathiepunkte konnte sie damit schon gleich von Anfang an nicht sammeln. Dennoch bleibt man dran, um zu erfahren, ob der ganze Schwindel auffliegt oder sie sich damit wirklich den lang ersehnten Weg zu einer erfolgreichen Autorin geebnet hat. Man erfährt zwischendurch auch viel über 𝐀𝐭𝐡𝐞𝐧𝐚 und die Beziehung, die die beiden hatten. Und ich musste dabei leider feststellen, dass beide nicht sonderlich sympathisch sind..  Die Geschichte bleibt aber nicht nur durch die Beziehung der beiden spannend, sondern regt einen ständig zum Nachdenken an. Die Autorin hat es geschafft, Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung, die negativen Seiten des Verlagswesens, Cancel Culture, Cybermobbing und Neid in ein Buch zu packen, mit reichlich Satire zu würzen und der heutigen Gesellschaft einen Spiegel vorzuhalten. Mich hat auch überrascht, dass gegendert wurde, fand es aber zu keinem Zeitpunkt störend.  Das war das erste Buch der Autorin, das ich gelesen und mit dem ich mich gleichzeitig auch aus meiner Lesekomfortzone begeben habe. Es hat einen super Eindruck hinterlassen, weshalb ich mich jetzt umso mehr auf die nächsten Bücher von ihr freue ☺️ 𝐒𝐜𝐡𝐥𝐮𝐬𝐬𝐠𝐞𝐝𝐚𝐧𝐤𝐞𝐧 Ich könnte so viele weitere Punkte in diese Rezension packen, die mir gefallen haben, aber kurz gesagt: Wenn ihr ein gesellschaftskritisches Buch lesen möchtet, das oben genannte Themen beinhaltet, ist das euer next read!

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
14. Mai
Naja
Rating:2.5

Naja

Zwischendurch zieht sich die Story sehr, obwohl es an anderen Stellen doch recht spannend ist. Insgesamt muss ich aber sagen, verstehe ich den Hype nicht richtig. Habe mehr erwartet... Vielleicht ist es aber auch einfach nicht mein Genre.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
14. Mai
Rating:3.5

Wichtiger Inhalt, wenig Substanz

In Yellowface begleiten wir die erfolglose, weiße Schriftstellerin June Hayward, welche den Unfalltod der befreundeten, sehr erfolgreichen asiatischen Autorin Athena Liu nutzt, um deren unveröffentlichtes Manuskript zu stehlen und für Ihren eigenen Durchbruch zu verwenden. Dieser Roman dreht sich um die Leidensgeschichte chinesischer Arbeiter im 1. Weltkrieg. Als die Twitter Bubble spitz bekommt, dass die Autorin selbst nicht Chinesin ist, beginnt eine nicht enden wollende Debatte über cultural appropriation. Der Roman dreht sich satirisch um Themen wie Urheberschaft, kultureller Identität, kulturelle Aneignung und Ausbeutung. Das Buch bewegt sich in der Verlagswelt und in der woken social media Bubble. Immer wieder wird die Frage aufgeworfen, wer welche Geschichten erzählen darf und in welcher Form das kulturelle Erbe maginalisierter Personengruppen kommerziell vermarktet wird. Das Buch ist gut geschrieben, hat mit der literarischen Verlagswelt ein interessantes und selten genutztes Setting und behandelt außerdem wichtige und aktuelle Themen. Ich kann das große Interesse an R. F. Kuangs Werk verstehen, auch wenn mich ein paar Dinge gestört haben. So werden die genannten Inhalte bereits in den ersten 50 Seiten aufgeworfen und wenig subtil behandelt. Die Betrachtung der Themen verändert sich nicht mehr. Es wird stumpf immer wieder wiederholt, die Inhalte und Perspektiven bleiben stets die selben. Dadurch hat der Roman trotz seiner geringen Seitenzahl deutliche Längen und hätte meiner Meinung nach besser in Form einer Novelle erzählt werden können. Mir ist bewusst, dass die Protagonistin June, aus deren Ego-Perspektive wir die Geschichte erleben, bewusst unsympathisch gehalten wurde, um die inhaltlichen Standpunkte zu verdeutlichen. Allerdings sorgt das gemeinsam mit der Eindimensionalität der Figur für wenig Spannung und noch weniger Lesevergnügen. Zu keinem Zeitpunkt kann man sich mit June identifizieren oder Ihre Beweggründe verstehen. Hier ist großes Potenzial liegen gelassen worden, den Leser damit zu fordern sich seine eigene Meinung zu bilden. Die Geschichte ist von Anfang an eine Schwarz-Weiß-Erzählung, die Meinung ist vorgegeben. Auch wenn ich es für wichtig halte, dass mit Kuangs Buch ein internationaler Bestseller von dieser Thematik handelt, am Ende liefert die Geschichte keinen Beitrag zu der Debatte, um die sie sich dreht. Die meisten Leser inklusive mir werden die selbe Position vertreten wie die Autorin. Yellowface soll uns nur in dieser bestärken, das ist mir persönlich über 384 Seiten einfach zu langweilig. Schade - hatte mir mehr erhofft.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
13. Mai
Rating:2

Jasmin Humburg‘s Übersetzung scheitert

Ich wollte Yellowface immer wieder aus der Hand legen — nicht, weil die Geschichte nichts hergibt, sondern weil die deutsche Fassung zwischen großartiger Idee und holpriger Sprache hin- und herschwankt. Kuangs Satire sitzt, die Figuren sind faszinierend, doch die Übersetzung macht es schwer, wirklich mitzufiebern. Das konsequente Gendern und manche wörtliche Übertragungen stören den Rhythmus; gelegentlich wirkt die Sprache so steif, dass ich aus dem Text herausgerissen wurde. Schade: Inhaltlich ein starkes Buch, sprachlich oft eine verpasste Chance.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
12. Mai
Rating:4

Als Hörbuch gehört

Ich weiß nicht mehr was ich mir anfänglich unter "Yellowface" vorgestellt hatte, es stimmte aber definitiv nicht mit der tatsächlichen Story überein. Die Protagonistin fand ich leider total schrecklich, nervig und unangenehm... und damit auch ziemlich passend zur Story.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
12. Mai
Wie weit würdest du gehen um erfolgreich zu sein?
Rating:4

Wie weit würdest du gehen um erfolgreich zu sein?

🟡 June Hayward, eine bisher erfolglose Autorin stiehlt & veröffentlicht das Manuskript ihrer verstorbenen Freundin Athena Liu. Was dann passiert ist ein unaufhaltbarer Strom aus Höhenflug, Lügen und Eifersucht und der moralische Kompass wird im Laufe der Geschichte sowie bei den Leser:innen immer wieder neu ausgerichtet. Dabei fühlt es sich an, als ob ich June gegenübersitze und sie mir die ganze Geschichte persönlich erzählt. 🟡 Das Buch liest sich sehr schnell weg, ich war sofort in der Geschichte drin. Sie greift Themen auf wie etwa die Auswirkungen eines Shitstorms auf Social Media in die reale Welt, sie startet eine Rasissmus-Debatte und mittendrin ständig die Frage: Wie weit würde ich gehen? Wieviel Verständnis bringt man für die moralischen Grenzüberschreitungen anderer auf? 🟡 Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. ⭐️⭐️⭐️⭐️

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
10. Mai
Rating:4.5

Ich hatte mit Yellowface ein unglaublich unterhaltsames, gleichzeitig aber auch ziemlich unangenehmes Leseerlebnis – im besten Sinne. Für mich war das ein Buch, das man kaum aus der Hand legen kann, obwohl die Protagonistin eigentlich permanent schlechte Entscheidungen trifft. June, die Ich-Erzählerin, ist neidisch, unsicher, erfolglos – und dabei so faszinierend geschrieben, dass ich ihr trotzdem gebannt gefolgt bin. Gerade diese Mischung aus Unsympathie, Selbstrechtfertigung und wachsender Paranoia hat das Buch für mich spannend gemacht. Man beobachtet förmlich, wie sie sich immer tiefer in ihre eigenen Lügen hineinmanövriert. Besonders stark fand ich, wie viele Themen hier verarbeitet werden: Rassismus, kulturelle Aneignung, soziale Medien, Cancel Culture, die Mechanismen der Buchbranche und die Frage, wem Geschichten „gehören“. Das hätte schnell überladen wirken können, für mich hat es aber erstaunlich gut funktioniert, weil alles so bissig, satirisch und gleichzeitig erschreckend real erzählt wird. Ich habe das Buch wirklich geliebt, auch weil es einen ständig herausfordert. Man fühlt sich beim Lesen oft unwohl, denkt aber noch lange darüber nach.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
10. Mai
Rating:4

Gnadenlose Branchen-Satire ohne moralischen Kompass

​Wer bei „Yellowface“ einen klassischen, temporeichen Thriller erwartet, wird vermutlich enttäuscht. Das Buch ist vielmehr eine messerscharfe, zutiefst zynische Milieustudie über die Verlagswelt und die toxischen Abgründe der Social-Media-Kultur. Der außergewöhnliche Erzählstil zieht einen sofort in den Bann: Es fühlt sich weniger wie Lesen an, sondern eher wie passives Zuhören, da sich die Protagonistin dem Leser beinahe beichtartig anvertraut. Man wird dadurch unfreiwillig zu ihrer Verbündeten, was beim Lesen ein seltsames, aber fesselndes Gefühl auslöst. ​R.F. Kuang verzichtet erfrischenderweise komplett auf eine weichgespülte Moral. Es gibt hier kein klares Gut gegen Böse. Alle Akteure agieren auf ihre eigene Art rücksichtslos, narzisstisch und instrumentalisieren die mediale Empörungskultur gnadenlos für sich. Das Buch demontiert die Illusion von Kunst und zeigt stattdessen eine knallharte Maschinerie, in der anonyme Online-Massen Existenzen vernichten und Manuskripte nur noch strategisch verpackte Produkte sind. ​Mein persönliches Fazit: Ein aufregendes und aufwühlendes Buch mit einem sehr passenden Ende. Nach dem Lesen sieht man Buchbewertungen mit anderen Augen. Es macht deutlich, wie leicht man anonym über andere urteilt, vor allem, wenn man selbst noch nie die harte Arbeit geleistet hat, etwas Eigenes zu erschaffen.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
9. Mai
Yellowface ist so ein grandioses Buch!
Rating:5

Yellowface ist so ein grandioses Buch!

June ist eine Schriftstellerin die bis jetzt keinen großen Erfolg verzeichnen kann, ganz im Gegensatz zu ihrer College-Freundin Athena. Als die chinesisch-amerikanische Athena durch einen Unfall ums Leben kommt, bei dem June anwesend ist, beschließt diese das aktuelle Manuskript ihrer Freundin zu entwenden. Sie überarbeitet es und bringt es als ihr eigenes Werk raus: Die letzte Front, ein Buch über chinesische Arbeiter während des 1. Weltkriegs. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive erzählt. Es behandelt Rassismus, kulturelle Aneignung, die Strukturen im Verlagswesen, Neid und soziale Medien, auf eine sehr unterhaltsame und satirische Weise. Dabei ist June für den Leser absolut unsympathisch und wir verfolgen wie sie getrieben durch Neid und dem Wunsch nach Erfolg eine schlechte Entscheidung nach der anderen trifft, bis sie schließlich paranoid wird.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
6. Mai
Rating:5

Für mich war »Yellowface« wirklich großartig und ich finde diese Geschichte unglaublich wichtig!

»Yellowface« hat mich instant gepackt, ich fand es ab der ersten Sekunde spannend. Der Tod von Athena hat mich jedoch extrem geschockt, mitgenommen und tagelang beschäftigt. Doch viele andere Aspekte der Geschichte haben das auch geschafft. Ich war immer am Grübeln, wie ich diese Situation finde und wie es mir gehen würde, wenn jemand mein Werk nehmen und es als eigenes ausgeben würde – nun ja, in dem Fall wäre ich aber auch tot und kriege es eh nicht mehr mit. Wäre es also doch nicht so schlimm? Es gibt ja reale Fälle, in denen Bücher und Musik nach dem Tod ihrer Schöpfer noch veröffentlicht werden – doch entscheidend ist ja am Ende, dass das nicht nur abgesprochen ist, sondern auch ehrlich und transparent geschieht. Generell fand ich all die Ebenen der Geschichte total gut und wichtig. So ging es nicht nur um die Schwierigkeit, in der Verlagswelt Fuß zu fassen, und Diebstahl von geistigem Eigentum, sondern auch darum, wie in sozialen Medien falsche Behauptungen getätigt werden und sich dann wie ein Lauffeuer verbreiten und ein Shitstorm entsteht. Wie mit Frauen und Männern unterschiedlich umgegangen wird: Männer werden seltener gecancelt und haben generell mit weniger Konsequenzen zu rechnen als ihre Kolleginnen. Dass Personen aus marginalisierten Gruppen eher für das eigene Image Chancen erhalten. Wie Schuld einen verzehren kann, auch wenn man die Wahrheit so gut verbiegt wie man kann. Diese Geschichte bietet extrem viel Material zum Nachdenken und Hinterfragen und ist trotzdem absolut unterhaltsam und spannend. Das Hörbuch war richtig gut, die Sprecherin hat für mein Empfinden perfekt gepasst! Die zweite Hälfte habe ich fast in einem Rutsch durchgehört, weil ich einfach nicht aufhören konnte. Von mir aus hätte es noch weitergehen können, vor allem weil das Ende noch mal neue Spannung erzeugt hat 🥲

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
5. Mai
Rating:2

Es gibt interessante Ansätze und greift wichtige Themen auf. Trotzdem konnte mich das Buch nicht überzeugen. Vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte haben mich gestört. Die Hauptfigur übernimmt kaum Verantwortung und gibt anderen ständig die Schuld. Dieses Muster wiederholt sich so oft, dass es auf Dauer anstrengend wird. Für mich wurde die Geschichte dadurch eher eintönig als spannend.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
3. Mai
Rating:4

Genial aufbereitet

Es ist ein literarisches Meisterwerk für mich. R.F. Kuang schafft es wieder nach Babel mich mit ihrer Geschichte in ihren Bann zu ziehen. Eine Story verpackt mit Themen zu Einsamkeit, Angst, Neid/Eifersucht, Realität und Fiktion und unterschwelligen Rassismus. Zugegeben es ist keine leichte Lektüre und die Protagonistin June ist nicht liebenswert oder sehr sympathisch, aber verzweifelt. Hier setzt R.F. Kuang an und versucht Junes Handeln plausibel zu rechtfertigen und es zu banalisieren. Auf jeden Fall empfehlenswert, ab und an allerdings etwas langatmig in die Länge gezogen und definitiv etwas schwer reinzufinden in die Story.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
26. Apr.
Rating:4.5

Komplette Krise - im besten Sinne!

Ein Roman aus der Kuang'schen Feder bedeutet natürlich auch immer eine Geschichte abseits der Konventionen, bestenfalls streitbare Protagonisten und eine unangenehme Geschichte, die einen so schnell nicht mehr loslässt. So ist es bei mir bisher eigentlich immer gewesen und auch Yellowface ist da keine Ausnahme. Ich habe es schon gesagt und ich werde es auch weiterhin sagen: ich mag es, wenn Charaktere unsympathisch, unvollkommen und unkonventionell geschrieben werden. Das ist etwas, dass R. F. Kuang beherrscht wie wenige andere und dafür ist sie zurecht eine meiner Lieblingsautorinnen. Juniper Hayward (aus der meine Autokorrektur beinahe einen Kunibert gemacht hätte) ist eine faszinierende Protagonistin. Sie ist ein ekelhafter Mensch. Sie ist die Verkörperung einer kaltblütigen Opportunistin, die sich selber belügt und von Missgunst zerfressen ist. Aber (und ich bin sicher, damit bin ich nicht alleine), sie lässt uns Lesende auch eigene Handlungen hinterfragen: "Wann habe ich mich in meinem Leben schon einmal wie June verhalten? Kann ich mir wirklich sicher sein, dass ich an Ihrer Stelle anders reagiert hätte?" Kuang hält uns durch ihre Protagonistin den Spiegel vor und macht sie dadurch menschlich, nahbar und lässt uns in dem abstrusen Zwiespalt zurück, dass man irgendwie doch mit ihr mitfiebert. Zumindest ein wenig, bis June wieder den nächsten Bock schießt. Durch diesen Zwiespalt hat dieses Buch etwas zutiefst unangenehmes, geradezu abstoßendes. Wie leicht könnten sich Lesende, auf ihre scheinbare moralische Überlegenheit berufend, wie Hyänen auf die Protagonistin stürzen. Aber der Zweifel, den Kuang in uns säht, hält uns davon ab. Es ist leicht, sich als moralisch höhergestellt abzugrenzen, sich über Junes latenten Rassismus, ihre Selbstgerechtigkeit und ihre Doppelmoral zu stellen. Aber wir haben alle unsere Päckchen zu tragen und wenn June einem bösen Erwachen entgegensieht, wie sollen wir unseres dann vermeiden? Abseits von June gibt es weitere Charaktere und von keinem ist wirklich viel gutes zu berichten. Klar, wir sehen die andere durch Junes Voreingenommenheit, aber eben nicht nur. Athena ist keine Heilige und Candice besticht nicht gerade durch Unschuld. Auch an der Verlagsbranche wird kein gutes Haar gelassen. Athenas Mutter tut mir leid, aber das ist auch die einzige. Yellowface ist viel Fremdschämen und setzt die Lesenden mit unangenehmen Fragen zum eigenen Wertesystem aus. Aber weil eben alle diese Charaktere so realistisch beschrieben sind und die Story erstaunlich kurzweilig war, lohnt sich Yellowface in meinen Augen auf jeden Fall. Wie immer bei der Autorin hilft es aber, wenn man sich gerne ein bisschen Quälen lässt :D

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
26. Apr.
Rating:4

Lässt mich nachdenklich und mit gemischten Gefühlen zurück.

Nachdem ich über die erste Hürde drüber war und den kurzen Gedanken, das Buch abzubrechen, erfolgreich verdrängt hatte, fand ich gut in die Geschichte hinein. Beim entlarvenden Blick in die Literaturbranche tun sich Abgründe auf, der Social Media Horror tut sein Übriges dazu. Mittendrin eine Protagonistin, die man nie wirklich ins Herz schließt, die verwerfliche Dinge tut, ihre Taten aber so geschickt und überzeugend schönredet, erklärt und rechtfertigt, dass man versucht ist, sich irgendwie doch auf ihre Seite zu schlagen - aber irgendwie auch nicht. Der Kreisel dreht sich schließlich immer schneller, und ich bin nicht sicher, ob ich mit dem Ende fein bin. So richtig weiß ich nicht, was ich von Yellowface halte, lesenswert finde ich es allemal.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
24. Apr.
Rating:4

Spannend

„Yellowface“ als Hörbuch fand ich richtig spannend und gut gemacht. Die Story ist durchgehend fesselnd und behandelt ein krasses Thema rund um Identität und die Verlagswelt. Die Protagonistin ist zwar eher unsympathisch, aber trotzdem bleibt man total gespannt und will wissen, wie es weitergeht. Insgesamt ein intensives Hörbuch, das auf jeden Fall im Kopf bleibt. Wichtiges Thema gut umgesetzt! 💛

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
21. Apr.
Rating:4.5

Hörbuch 🎧

Das Buch gibt mit der Story um June einen Einblick hinter die Kulissen im Verlagswesen. Eine echt harte Branche, in der es sehr schnell bergauf, aber auch genauso schnell wieder bergab gehen kann. June bekommt das am eigenen Leib zu spüren, getrieben von ihrem Neid und die Gier nach Erfolg, Ruhm und Geld. Lüge und Wahrheit verschwimmen. Sie vertuscht ihre Tat, ist beinahe schon selbst davon überzeugt, dass ihre Lüge wahr ist. Man hofft irgendwie die ganze Zeit, dass June doch noch ein Gewissen entwickelt, aber am Ende habe ich sie einfach nur gehasst. Definitiv eine Empfehlung 📖

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
16. Apr.
Rating:4

Schwierig

Das Buch im allgemeinen war wirklich gut, es lässt sich Mega gut lesen. Was von der Handlung explizit halte ist gar nicht so einfach zu sagen. Ich finde es gut das mehrere schwierige Themen darin angesprochen werden, Rassismus, Leistungsdruck und auch wie ekelhaft Menschen im allgemeinen sein können. Der Hauptcharakter ist schwierig, man weiß nicht ob man sie bemitleiden soll oder sie einfach nicht leiden kann. Ich persönlich bin oft zwischen beidem hin und her geschwankt. Warum genau kann ich nicht sagen da ich dadurch Spoilern würde. Aber ich kann es nur empfehlen zu lesen und sein eigenes Urteil zu bilden

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
16. Apr.
Copy, Paste, Bestseller 📋💵🏆🧿
Rating:4

Copy, Paste, Bestseller 📋💵🏆🧿

Dieses Buch ist in aller Munde und hat somit meine Aufmerksamkeit geweckt. Die Handlung klang für mich zunächst etwas untypisch: Eine erfolglose weiße amerikanische Autorin stiehlt das Manuskript ihrer äußerst erfolgreichen, jedoch plötzlich verstorbenen chinesisch-amerikanischen Freundin und veröffentlicht es unter ihrem eigenen Namen. Auch wenn mich die Handlung nicht wirklich angesprochen hat, war ich dennoch gespannt zu erfahren, warum das Buch so gehypt wird und ob es tatsächlich Stoff für fast 400 Seiten bietet. Skeptisch, aber motiviert habe ich die Lektüre begonnen und wurde letztendlich positiv überrascht. Völlig begeistert war ich von Anfang an vom Schreibstil der Autorin. Sprache und Ausdruck sind präzise, gewandt und zugleich anspruchsvoll. Gleichzeitig ist alles unglaublich direkt und mitreißend, sodass man förmlich durch die Seiten fliegt. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin erzählt, wodurch man das Gefühl bekommt, einem schonungslos ehrlichen, fast intimen Gedankenaustausch – wie zwischen engen Vertrauten oder im Selbstgespräch – beizuwohnen. Obwohl die Hauptfigur alles andere als sympathisch ist, entwickelt die Geschichte eine starke Sogwirkung. Man folgt den Gedankengängen der Protagonistin ungefiltert und fasziniert. Besonders eindrucksvoll ist die Darstellung ihrer inneren Konflikte. Getrieben von Neid, Eifersucht, Ängsten und einem ausgeprägten narzisstischen Selbstbild, rechtfertigt sie ihr Handeln permanent vor sich selbst, verdreht Tatsachen und inszeniert sich als Opfer der Umstände. Diese psychologische Tiefe macht die Figur ebenso verstörend wie faszinierend. Durch die intensive Ausleuchtung der Protagonistin gibt es zwar stellenweise kleinere Längen, da sich einige Gedankenspiralen wiederholen und sie teilweise etwas zu lange in einer Schreibblockade verharrt. Dennoch schmälert dies den Lesefluss und das Erzähltempo nur minimal. Inhaltlich bietet der Roman weit mehr, als die Ausgangsidee zunächst vermuten lässt. Er gewährt spannende Einblicke in die Welt des Literaturbetriebs und rund um den Schaffensprozess eines Buches. Gleichzeitig werden auf intelligente und vielschichtige Weise aktuelle gesellschaftliche Themen wie Cybermobbing, Social Media, Cancel Culture, kulturelle Aneignung, Rassismus und Diskriminierung beleuchtet. Die Autorin spielt dabei gekonnt mit Fragen rund um „White Privilege“ und moralische Deutungshoheit. ✿ Fazit ✿: Insgesamt ein ebenso unterhaltsamer wie nachdenklich stimmender Roman, der nicht nur durch seine Geschichte, sondern vor allem durch seine erzählerische Stärke überzeugt. Respekt und Hut ab vor der Autorin – schriftstellerisch hat sie hier etwas Besonderes geschaffen.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
13. Apr.
Rating:3.5

Eine Geschichte über die Auslegung der Wahrheit

Dieser Roman lässt mich etwas zerrissen zurück. Einerseits hat mich der Stil dazu gebracht, immer weiter lesen zu wollen. Trotzdem war es nicht ganz leicht, sich dem ganzen hinzugeben, weil die Protagonistin wirklich sehr unsympathisch ist und das ja auch sein soll. Manchmal hat mit etwas mehr Menschlichkeit gefehlt, ihre Abgeklärtheit passte (meinem Empfinden nach) teilweise nicht zu ihrer psychischen Verfassung. Nichtsdestotrotz bereue ich nicht, das Buch gelesen zu haben und würde es auch immer weiter empfehlen.😊

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
13. Apr.
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Rating:5

Inhalt✨ June Hayward und Athena Liu könnten beide Stars in der Literaturwelt sein, doch bei June läuft es einfach nicht. Als Athena eines plötzlichen Todes stirbt sieht June es als ihre Chance. Sie klaut Athenas Manuskript und veröffentlicht es unter ihrem eigenen Namen. Doch was passiert, wenn andere anfangen daran zu zweifeln? Fazit✨ Yellowface hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte habe ich mich gelangweilt, denn es war immer spannend geschrieben. Immer wieder wurden kleine Geheimnisse eingebaut, den man auf den Grund gehen wollte. Dadurch, dass ich keine Idee hatte, wie das Buch enden soll, war es umso spannender für mich. Auch der Aspekt rund um die Verlagswelt und das Leben als Autorin war spannend zu erfahren. Man hatte die Möglichkeit hinter die Kulissen zu schauen. June als Protagonistin zu verfolgen war interessant. Zwar hat sie etwas verwerfliches getan, doch trotzdem hat man angefangen Sympathien und Mitleid für sie zu empfinden. Ab und zu habe ich jedoch wieder zu ihrer „Tat“ zurückgedacht und über ihre Verhalten im Buch geurteilt.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
12. Apr.
Rating:5

Okay… ich war nicht bereit für dieses Buch 😭🔥

Yellowface ist literally der Inbegriff von „just one more chapter“ – und plötzlich ist es 3 Uhr nachts. Wir folgen June, einer Autorin, die… sagen wir mal… moralisch sehr flexibel ist. Als sich eine Gelegenheit ergibt, ein Manuskript zu „übernehmen“, trifft sie eine Entscheidung, die einfach nur crazy ist. Was dann passiert? 👉 Social Media Drama 👉 Literary World Chaos 👉 SO viel secondhand embarrassment (ich musste teilweise pausieren 😭) Der Schreibstil ist super sharp, fast schon bissig und gleichzeitig so leicht zu lesen, dass man komplett reingezogen wird. Es fühlt sich an wie ein heißer Gossip-Thread, den du einfach nicht schließen kannst. Aber unter all dem Drama steckt halt auch richtig viel: 💭 Fragen nach kultureller Aneignung 💭 Wer darf welche Geschichten erzählen? 💭 Und wie fake diese ganze „Woke“-Online-Welt manchmal ist… Ich hab beim Lesen literally alles gefühlt: 😳 Cringe 😡 Wut 😬 Fremdscham 🤯 Faszination Und das Beste? Du weißt die ganze Zeit, dass June problematisch ist… aber du kannst trotzdem nicht wegschauen. ⭐️ Fazit: Wenn du Bücher liebst, die messy sind, dich zum Nachdenken bringen und gleichzeitig maximal unterhalten – READ. THIS.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
8. Apr.
Rating:4

Spannende Idee

Yellowface ist inhaltlich spannend und insgesamt gut zu lesen. Teilweise fand ich die Handlung jedoch etwas verwirrend und mir persönlich auch stellenweise zu unglaubwürdig. Besonders interessant war für mich das Verhältnis zwischen Athena und June, das gut dargestellt und nachvollziehbar beschrieben ist. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, auch wenn mich nicht alles überzeugt hat.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
8. Apr.
Rating:3.5

„Don’t judge a book by its cover.“ – Genau das hat mich dazu bewegt, dieses Buch zu lesen. Und irgendwie war es einfach mal etwas anderes. 👀 „Irgendwie war’s mal was anderes.“ – Dieser Satz beschreibt Yellowface für mich eigentlich perfekt. Ehrlich gesagt spricht mich das Thema „Autoren schreiben über Autoren“ normalerweise nicht besonders an. Der Blick hinter die Kulissen des Literaturbetriebs hat mich bislang nie wirklich gereizt. Doch Yellowface hat mich überrascht. 💛 Das Buch hat mich von Anfang an gepackt – vor allem durch seine bissige, fast groteske Darstellung der Verlagswelt. Immer wieder hatte ich das Bedürfnis, mich auf eine Seite zu stellen. Doch trotz klarer moralischer Vorstellungen konnte ich mich nie wirklich entscheiden. Und das Buch hat noch etwas anderes in mir ausgelöst: Auf eine fast absurde Weise habe ich plötzlich den Wunsch, selbst ein Buch zu schreiben. 🤡

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
7. Apr.
Rating:2.5

Ganz nett und clever gemacht. Aber irgendwie am Ende nicht viel mehr als oberflächliche Unterhaltung.

Dieser Roman ist in diesem Sinne gut gemacht, dass man dran bleibt und wissen will, wie es weiter- bzw. ausgeht. Die Spannung ist da, ich habe es schnell gelesen. Und es ist eine teilweise witzige, beißende Satire auf die Verlagswelt und jeglichen Social-Media-Hype. Aber mir hat irgendwie die Tiefe gefehlt. Man bleibt bis zur müden Erschöpfung dran und will das Ende wissen - nur damit es dann schnell verpufft und man irgendwie unbefriedigt, schulterzuckend zurückbleibt. Vielleicht ist es einfach nicht ganz mein Genre, vielleicht kann man in einen unterhaltsamen Krimi / Thriller oder eine Satire nicht auch noch komplexe Charaktere, kluge Gedanken oder mehr Tiefe einfügen. Mag sein. Die deutsche gegenderte Übersetzung hat mich eher genervt, auch wenn ich grundlegend für das Gendern bin. In einem Roman finde ich es fehl am Platz. Da muss es andere Wege geben, Dinge konkret und bildhaft und trotzdem korrekt auszudrücken. Es ist so ein Buch, wo es mich eher geärgert hat, dass ich es fertig gelesen habe und so viele Stunden investiert habe, da ich gefühlt so zur Plotgier hinmanipuliert wurde. Das war für mich kein nachhaltig wertvolles Leseerlebnis. Die Figuren bleiben schwach und eindimensional, der Reiz steckt ausschließlich im Plot, viel mehr sagt es nicht. Schade!

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
6. Apr.
Rating:4

"A musician needs to be heard. A writer needs to be read."

This book was a delight to listen to during my four days of nightshift (at least until the ghost plotline that spooked me a little). The pop culture references were peak, the discourse felt painfully accurate and June's downward spiral felt like witnessing someone dig their own grave and then some. A fantastic exploration of perceived victimhood, internet culture, the publishing industry and the power of narratives. I think listening to this definitely made it easier to bear with June because Gods she's problematic and insecure and petty and desparate and definitely not a good person, but in such a raw and real way.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
6. Apr.
Rating:3.5

June Hayward, eine ambitionierte, aber erfolglose Autorin steht im Schatten ihrer ehemals befreundeten Kollegin Athena Liu, der der Erfolg scheinbar mühelos zufliegt. Als Athena bei einem bizarren Unfall vor Junes Augen stirbt, nutzt June die Gunst der Stunde: Sie stiehlt Athenas unveröffentlichtes Manuskript über einen Teil der chinesischen Geschichte. ​June überarbeitet den Text, gibt ihn als ihr eigenes Werk aus und rechtfertigt dies vor sich selbst damit, dass sie das Manuskript erst durch ihre Bearbeitung "veröffentlichungsreif" gemacht habe. Sie nimmt das Pseudonym Juniper Song an, um ihre Identität vage zu halten, und bekommt endlich den Ruhm, nach dem sie sich immer gesehnt hat. Doch mit dem Erfolg kommt die Paranoia: Wie lange kann sie die Lüge aufrechterhalten? ​Das Buch ist weit mehr als ein simpler Spannungsroman. Es wirft unbequeme Fragen zur kulturellen Aneignung, zum Literaturbetrieb und zu menschlichen Abgründen auf. ​Darf eine weiße Frau über chinesische Geschichte schreiben? Das Buch zeigt überspitzt, wie der Verlag von June für das Marketing ihre Identität biegt, um eine bestimmte Wirkung zu erzeugen. Kuang beschreibt eindrücklich den "Hass im Internet", die Angst vor der "Cancel Culture" und wie schnell ein digitaler Mob entstehen kann. June ist als Protagonistin absolut unsympathisch. Sie ist zerfressen von Missgunst und wirft immer wieder rassistische Bemerkungen ein. Dennoch ist sie eine faszinierende, wenn auch unzuverlässige Erzählerin, weil man als Leser zwischen dem Wunsch, dass sie auffliegt, und dem Miterleben ihrer menschlichen Verzweiflung schwankt. Es ist eine menschliche Geschichte über Neid, die zwar überspitzt ist, in der man sich aber in schwachen Momenten (was das Vergleichen mit anderen angeht) unangenehm ertappt fühlt. ​ ​Der Einstieg in das Buch hatte für mich einen absoluten Sog. Die ersten 50 Seiten haben mich komplett gepackt – der dramatische Tod Athenas und Junes impulsive Entscheidung, das Manuskript zu stehlen, erzeugen sofort einen hohen Puls. ​Besonders spannend fand ich den Blick hinter die Kulissen der Branche: Wie Lektorate funktionieren und wie Marketing-Maschinen Autoren formen. Allerdings muss ich sagen, dass das Tempo im Mittelteil etwas nachlässt. June rettet sich ein paar Mal zu oft durch glückliche Zufälle aus brenzligen Situationen, was sich irgendwann wiederholt. ​ Das Ende hätte für meinen Geschmack noch einen kräftigeren Twist oder eine stärkere Eskalation von Junes psychischem Zustand vertragen können. Dennoch: Auch wenn ich dem Buch "nur" 3,5 Sterne gebe, ist es alles andere als mittelmäßig. Es ist ein besonderes, diskussionswürdiges Werk, das man so schnell nicht vergisst.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
5. Apr.
💛⚠️Yellow Face⚠️💛
Rating:3

💛⚠️Yellow Face⚠️💛

Das Buch (Hörbuch) konnte mich leider nicht wirklich packen..🙇🏼‍♀️ Zwar fand ich den Einblick in die Verlagswelt durchaus spannend und interessant, dennoch hat mich die Geschichte insgesamt nicht überzeugt🫤 Vor allem das Ende hat für mich einiges an Potenzial verschenkt - hier hätte man deutlich mehr daraus machen können. ⚠️Trotzdem greift das Buch wichtige Themen wie Neid und Rassismus auf, die zum Nachdenken anregen ⚠️

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
4. Apr.
Rating:5

Es ist ein super spannender Einblick in die Buchwelt. Ich konnte das Buch kaum zur Seite legen. Obwohl man June eigentlich nicht mögen sollte, hat man dennoch bis zum Ende die Hoffnung, dass sie aus dieser Nummer heil herauskommt.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
4. Apr.
Rating:3.5

Ich musste es für die Schule lesen.

Eigentlich war es gar nicht so schlimm. Der Beginn war recht langweilig aber im Mittel Teil so von Kapitel 3 bis 23 war es recht spannend. Der Anfang war unerwartet und das Ende irgendwie langweilig hätte mir was dramatischeres Vorgestellt.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów
3. Apr.
Rating:2.5

Mid?!

Ich fand dieses Buch absolut durchschnittlich und den Hype überhaupt nicht gerechtfertigt. Ich hatte das Gefühl, dass kaum etwas in dem Buch passiert es, es keinen Spannungsbogen gab und die Geschichte einfach nur vor sich hin plätscherte. Hab die ganze Zeit auf den Plot(-twist) gewartet, da kam aber offensichtlich nichts… Die Haupt Protagonistin war so lost, dass es mich irgendwann einfach nur noch genervt hat. Ja, die Geschichte ist ansonsten ganz nett, ist jetzt aber nichts was mir literarisch noch unterhaltungstechnisch irgendwas gebracht hat. Netter Versuch die Story, braucht man aber nich im Leben. Schade, denn die Geschichte hätte Potenzial gehabt.

Yellowface
Yellowfaceby Rebecca F. KuangFabryka Słów