Stark geschrieben, mit einer interessanten Protagonistin, aber die Beziehungen und das Ende haben mich nicht überzeugt.
Sally Rooneys Conversations with Friends hat mir insgesamt durchaus gefallen, vor allem wegen ihrer präzisen, zurückhaltenden Art zu schreiben. Besonders die Protagonistin Frances fand ich überzeugend dargestellt. Ihre zunehmende Einsamkeit und innere Isolation werden sehr fein und glaubwürdig entwickelt, sodass ich mich ihr zum Ende des Romans sehr nahe fühlte. Weniger überzeugt haben mich die verschiedenen Beziehungen, die im Zentrum der Handlung stehen. Obwohl sie viel Raum einnehmen, blieben mir manche Dynamiken und Entscheidungen der Figuren fremd, sodass ich die emotionale Spannung nicht immer nachvollziehen konnte. Auch das Ende hat mich nicht ganz überzeugt. Nach der sorgfältigen Entwicklung der Hauptfigur wirkte der Schluss auf mich eher unbefriedigend. Insgesamt ist Conversations with Friends ein interessanter Roman mit starken Momenten und einer eindrucksvoll gezeichneten Hauptfigur. Im Vergleich zu Rooneys Roman Normal People fand ich ihn jedoch deutlich schwächer. Deshalb würde ich ihn nicht uneingeschränkt empfehlen, auch wenn er einige Qualitäten besitzt, die Rooneys Schreiben für mich weiterhin lesenswert machen.



















































