"Er täte mir rückblickend gewiss auch leid, der olle Kinderschläger. Hätte ich mir nicht das gottverdammte Recht erworben, mir zuvorderst selbst leid zu tun."
Wonschewskis Magnum Opus? Definitiv sehr besondere "Familienchronik". Und ein zur Ausuferung neigendes Buch😉 (wobei es mir persönlich doch etwas mehr zusagt, wenn die Wonschewskische gedankliche Ausuferung etwas weniger ausufert.) Wonschewski nimmt uns mit auf eine wilde Reise durch die Geschichte der (britischen) Rockmusik der 60er bis in die späten 90er. (Hier wirkte es ab und an, wie das Geheim gehaltene Love-Child zwischen ihm und John Niven 😄) Und eine wilde Reise durch das Leben von Ray O'Shea. Gescheiterter Rockmusiker und Vater. Aus seiner Sicht und später auch aus der seines entfremdeten und immer weniger geliebten Sohnes Warren. "Eigentlich macht Warren nichts anders als seine Schwestern. Es artet nur immer in was besonders Beschissenem aus." Eine Geschichte über Familie, Liebe und Hass und alles, was man dazwischen entdecken kann. Sei es auf der großen Bühne vor tausenden jubelnden Fans oder auf der Couch beim Seelendoktor. Chapeau 🫠 "Die Menschen sind kacke, wir illustrieren und begleiten es mit Liedern. Wären die Menschen gut, es gäbe keine Musik. Und Unterhaltung schon einmal gar nicht. "

