"Ich sitze beim Frühstück, knete den Teig der eigenen Gedanken durch, um später daraus etwas Essbares zu formen, wovon ich mich über den Tag hin ernähren kann." "Die Vergangenheit stört die Zukunft, aber auch die Zukunft tut der Vergangenheit nicht gut. Ein geschlossener Kreis der Unausweichlichkeit." "Manchmal denke ich, das beste Mittel gegen Konflikte und Kriege wäre die Entwicklung eines Empathie Serums." "Nicht Alleinsein, sondern allein Sein. Nicht einsam sein, sondern eins sein. Allein." Wir begegnen der Vulkanlogin Maja, die zu Forschungszwecken in einem Hotel abgestiegen ist, in dem sie eher zufällig einen Vortrag zum Thema "Regulation von Tierpopulationen" besucht. Die Aussagen der Rednerin entsetzen sie. Dann ist da noch die quirlige Helga Marie, die die Vortragende zur Rede stellen möchte. In einer anderen Zeitebene erscheint Sebastian, den man aber auch in Verbindung zu Helga Marie sehen muss. Helga Marie scheint zwischen den Zeiten und Welten zu wandern. Ein Buch, das schwer zu bewerten ist. Es ist durchzogen von Melancholie, ist aber auch stellenweise surreal. Es geht um Klima-, Tier- und Menschenwohl und ist eine Plädoyer an die, oft fehlende, Empathie, Achtsamkeit und Nächstenliebe. Die Sprache ist zart, aber trotzdem zielgerichtet und regt zum Nachdenken an. Ich werde das Buch auf jeden Fall noch ein zweites Mal lesen, einfach um es komplett zu verstehen. Ein Buch mit ganz viel Inhalt und Aussage, für das man sich Zeit nehmen muss. Eine Leseempfehlung für alle, die ein tiefgründiges, wunderschön geschriebenes Buch lesen möchten ⭐
21. Feb.Feb 21, 2026
Samotaby Volha HapeyevaLiteraturverlag Droschl
