Starke Atmosphäre, aber die Liebesgeschichte hat mich nicht ganz abgeholt
Was für ein fesselnder Auftakt! Schon das Cover mit dem durchdachten Farbschnitt greift die bedrohliche Atmosphäre der Geschichte perfekt auf und gibt einen Sneak Peek auf das, was einen erwartet. Gepaart mit dem vielversprechenden Klappentext war ich sofort gecatcht und inhaltlich wurde ich schlussendlich erst recht überzeugt. Ohne langes Vorgeplänkel wirft einen der angenehm lockere Schreibstil direkt ins Geschehen. Alleine die erste Kennenlern-Szene von Crane und Zara ist so simpel wie grandios beschrieben, wodurch vom ersten Moment ein mitreißendes Kopfkino entsteht. Sämtliche Figuren werden dabei nicht steckbriefartig abgearbeitet, sondern subtil in die Handlung eingeflochten, sodass es sich fast wie ein Kennenlernen unter neuen Freunden anfühlt. Danach verändert sich die Stimmung rapide und eine düstere Welt erwacht zum Leben. Diese beklemmende Atmosphäre war mein persönliches Highlight. Es wird blutig, brutal und die Spannung zieht stetig an. Dank des unverblümten Schreibstils konnte ich nicht anders als direkt mit Crane und Zara mitzufiebern. Besonders gelungen fand ich ebenfalls, dass die Herausforderungen und vor allem Monster sowohl ideenreich als auch sehr bildlich beschrieben sind, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Auch komplexe Thematiken wie das Magiesystem werden durch kurze, prägnante Einschübe zwischen den Kapiteln perfekt erklärt, ohne den Lesefluss durch seitenlange Exkurse zu stören. Zara überzeugt als mutige Rebellin, die vor nichts zurückschreckt. Crane hingegen bleibt lange Zeit ein Mysterium, bei dem man nie so recht weiß, welches Spiel er eigentlich treibt. Zwei Dinge haben mich allerdings gestört. Die Beschreibungen von Cranes Attraktivität waren zu repetitiv und wirkten fast schon lächerlich. Außerdem ging mir die Beziehung zwischen den beiden viel zu schnell. Stellenweise fühlte sich diese zu abrupt gar erzwungen an, was sich für mich bis zum Schluss unstimmig und wenig glaubwürdig anfühlte. 💭 Fazit: Unterm Strich hat mich das Werk sehr gut unterhalten. Insbesondere die düstere Atmosphäre innerhalb einer brutalen Welt sowie der packende Schreibstil machen den Auftakt definitiv lesenswert. Trotz der Schwächen in der Liebesgeschichte bin ich neugierig, wie es mit Crane und Zara weitergeht und ich freue mich bereits jetzt schon auf den zweiten Band der Dilogie.































































