Ein fremdes Baby… und plötzlich bist du auf der Flucht
Ellen Devlin wollte eigentlich nur kurz helfen. Im Zug bittet sie eine fremde Frau, einen Moment auf ihr Baby aufzupassen. Kein Problem – bis die Frau am nächsten Bahnhof einfach aussteigt und nicht wiederkommt. Zurück bleibt Ellen mit Baby Mia, einer Tasche und einem Zettel: „Bitte beschütze Mia. Traue nicht der Polizei. Traue niemandem.“ Genau die Art Nachricht, die man sich wünscht, wenn man plötzlich ein fremdes Baby auf dem Arm hat… Während Ellen versucht herauszufinden, was hier eigentlich passiert ist, verstrickt sie sich immer tiefer in ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und Menschen, denen man definitiv nicht trauen sollte. 🔪 extrem packende Ausgangsidee 🔪 rasantes Tempo – hier jagt ein Ereignis das nächste 🔪 sympathische, mutige Protagonistin 🔪 viele Twists und falsche Fährten 🔪 spannendes Finale mit stimmiger Auflösung Dieser Thriller macht eigentlich alles richtig, was das Genre braucht. Eine völlig absurde Ausgangssituation, hohes Tempo und ständig neue Wendungen. Besonders gelungen fand ich, wie schnell man in die Geschichte hineingezogen wird. Nach wenigen Seiten steckt man mitten im Chaos, genau wie Ellen. Und weil sie selbst keine Ahnung hat, wem sie trauen kann, rätselt man permanent mit. Ellen funktioniert als Hauptfigur hervorragend. Sie ist verletzlich, aber gleichzeitig erstaunlich entschlossen, wenn es um den Schutz von Baby Mia geht. Der Plot entwickelt sich wie eine kleine Achterbahnfahrt aus Täuschungen und Bedrohungen. Aber wer viele Thriller liest, könnte den Täter kurz vor dem Finale eventuell erahnen. Das nimmt der Spannung trotzdem kaum etwas, weil der Weg dorthin wirklich unterhaltsam ist. Ein rasanter, clever konstruierter Thriller mit einer originellen Ausgangssituation. Perfekt für alle, die Thriller gerne am Stück durchlesen (oder durchhören). Würdet ihr mit einem fremden Baby aus dem Zug steigen oder entgegen der Warnung sofort die Polizei rufen?




