
Tradition vs Liebe
Nuestro Sol hat mich schon mit dem Setting und dem Klappentext angesprochen, als grad die Blogtour zum Buch lief. Auch fand ich das Thema Stierkampf interessant, da ich bisher auch noch nicht viel über diese Tradition wusste, nur dass ich es super grausam finde. Man begleitet Aurelia und Rúben, die Perspektive wechselt in den Kapiteln. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und jeder Kapitelanfang ist mit tollen Illustrationen eingerahmt. In meinem Kopf war ich beim Lesen in Spanien in der Sonne und nicht im grauen Deutschland. Perfekt quasi für Menschen wie mich, die den Herbst nicht mögen. Der Schreibstil ist flüssig und hat mir vom Humor, trotz der ernsten Themen, sehr gut gefallen. Besonders hervorgestochen hat für mich, dass sich Melanie Buchelt beide Seiten (Stierkampf vs Anti Stierkampf) darzustellen und daran erinnert, dass auch Toreros nur Menschen sind. Ohne dabei den Stierkampf zu verherrlichen. Es ging viel mehr um eine Horizonterweiterung und dass wir alle ein bisschen netter miteinander umgehen müssen. Die Tanzszenen waren auch ein Highlight für mich, man merkt wie gut hier recherchiert wurde. Eventuell hab ich versucht Sevillana selbst zu tanzen, bin aber ein bisschen gescheitert… Es gab eine Szene bzw. Kernsituation, zwischen Rúben und seiner Mutter, die mir an der Stelle doch zu schnell abgehandelt wurde. Da hätt ich mir ein bisschen mehr als Rúbens direktes einknicken und Heldenspiel gewünscht. Ansonsten war Nuestro Sol für mich ein tolles Buch, was mich zurück in den Sommer befördert hat. Auch wenn Romance meistens mich nicht anspricht, kann ich dieses Buch wärmstens empfehlen.
















