
Mafed, der Totengott, der mich gerne dereinst ins Jenseits führen darf...
📝 Jenny Wood: Totenfluch (Ein Fall für Mafed und Barnell), 03/2022, Art Script Phantastik, 440 Seiten. ⭐ 5/5 📚 Mafed, der Kater, ist ein untergeordneter Totengott. Er geleitet die Seelen ins Jenseits, während die Neunheit der "großen" Götter die Entscheidungen über Leben und Tod im alten Ägypten treffen. In seiner menschlichen Gestalt genießt er die Nähe zum königlichen Hof, weiß aber um seine Grenzen, und wem gegenüber er zum Gehorsam verpflichtet ist, und hält diese Regeln schweren Herzens ein. Als unsterblicher Gott lebt er im New York der heutigen Zeit, arbeitet als Rechtsmediziner für das NYPD. Als im Metropolitan Museum of Art ein Mord in der ägyptischen Abteilung geschieht, bildet Mafed mit Detective Ian Barnell, der als einer der wenigen weiß, um wen es sich bei seinem Partner handelt, ein Ermittlungsteam. Die Story nimmt Fahrt auf, als eine alte Bekannte von Mafed auf der Bildfläche erscheint und der Fall ihn auch auf der persönlichen Ebene betrifft. ⚖️ Mafed ist ein kluger, attraktiver Mann, der unter seiner Einsamkeit als Unsterblicher sehr leidet. Man fühlt, dass ihm regelmäßiger Austausch fehlt, dass ihm aber die Geheimhaltung seiner Identität dazu zwingt, damit sehr sparsam zu sein. Daher versteht man auch sofort, wieso ihm in diesem Fall die professionelle Distanz so schwer fällt und er die Gefahr bis fast zuletzt nicht kommen sieht. Im Verlauf der Story wird es megaspannend und manchmal recht brutal, und auch, wenn es keinen spektakulären Plottwist gab, und die Lösung quasi schon vor dem Showdown offensichtlich war, konnte ich nicht aufhören zu lesen. Das Geplänkel zwischen den beiden Hauptcharaktern macht richtig Spaß und beide sind so sympathisch, dass man sich am Ende ein klassisches happy end wünscht. (Und das trotz vorliegender Romantikallergie!!) Da ich nicht spoilern will, lass ich das mal einfach so stehen. 😁 Ach ja, ich mag's ja normalerweise eher spicefree - aber hier eröffnen diese Szenen eine weitere Sicht auf das Gefühlsleben und die Charaktereigenschaften von Mafed, sodass es für mich total o.k. war












