Der Beginn von etwas ganz Großem
„Du bist das Feuer in meinen Adern.“ „Du bist die Glut in meiner Asche.“ „Dann lass uns gemeinsam brennen.“ **** Mein Eindruck **** Eine raue Welt, das Jahr 1860 und klare Rollenbilder: Frauen haben zu gehorchen. Doch Lynn will mehr – sie will Drachenjägerin werden. Allein dieser Ausgangspunkt hat mich sofort gepackt. Als sie ihrem Zuhause den Rücken kehrt, ahnt sie nicht, wie sehr sie diese Reise verändern wird. Besonders die erste Szene in Raptor Creek ist unglaublich bildgewaltig. Der Angriff, die Gefahr, ihr Mut – all das zieht einen direkt in die Geschichte hinein und macht sofort klar, welches Potenzial hier steckt. Was Lynn auf ihrem Weg erlebt, konnte ich so nicht vorhersehen. Ihr Schicksal entwickelt sich auf eine Weise, die mich immer mehr fasziniert hat. Die Geschichte bietet dabei eine spannende Mischung aus Abenteuer, Entwicklung und überraschenden Wendungen. Die fantastischen Elemente sind dabei ganz selbstverständlich in die reale Welt und die Zeit eingebettet. Drachen existieren hier nicht losgelöst, sondern fügen sich organisch in das Setting ein – und genau das verleiht der Geschichte eine besondere Atmosphäre. Genau treten auch die Nebencharaktere natürlich auf und bringen interessante Reize mit. Dieser erste Band fühlt sich ganz klar wie ein Anfang an. Vieles wird angerissen, einiges bereits beantwortet. Genau das macht es besonders. Ich bin durch die Seiten geflogen und habe jetzt schon das Gefühl, dass hier etwas Großes entstehen kann. Besonders stark fand ich auch, wie Lynn der männlich dominierten Welt begegnet. Sie lässt sich nicht klein machen, bleibt standhaft und geht ihren eigenen Weg – eine Protagonistin, die Eindruck hinterlässt. **** Empfehlung? **** Für alle, die Drachen, starke Protagonistinnen und historische Fantasy lieben. Wer Lust auf einen spannenden Auftakt mit viel Potenzial und einer besonderen Welt hat, sollte hier definitiv zugreifen.



