Ich dachte im ersten Moment ja könnte interessant werden, aber das mich die Geschichte so in ihren Bann zieht das ich das Gefühl hatte das alles mit Naomi und Leo zu erleben. Zudem fand ich es gut wieviel man durch Leo über die japanische mythologie gelernt hat, weil er erfahren musste wie real das ganze doch ist.
Ich freue mich schon auf Band 2
Das Buch konnte mich leider aufgrund des super detaillierten Schreibstils und der schleppenden Handlung nicht packen. Der Fantasy-Teil ließ sehr lange auf sich warten und ich habe das Buch schlussendlich abgebrochen. Es wirkte etwas, als sollten so viele Informationen zu Japan wie möglich auf die Seiten gequetscht werden. Ich finde es schade, dass mich das Buch nicht packen konnte, aber sicherlich gibt es andere, die es begeistert!
Ausgehend von einem eher gewöhnlichen Studentendasein, inklusive gewisser Entfremdung von der eigenen Herkunftskultur, macht sich Leo auf ins Auslandssemester. Zunächst noch als (vermeintlicher) Kulturdumbo unterwegs, verliert er erst einmal — ganz im Sinne bester Male Fantasy — sein Herz an Naomi, bevor er sich von Hörsaal und Teeladen aus schnurstracks in einem mystischen Heist-Abenteuer wiederfindet, das irgendwo zwischen Die Mumie, Harry Potter und Agents of S.H.I.E.L.D. (+ Japanvibe) angesiedelt ist. Und selbstverständlich verarbeitet er all das am Ende auch noch im Rahmen einer Hausarbeit samt Prise Humor — man kann eigentlich nur neidisch werden. Wer sich während einer todlangweiligen Vorlesung jemals gefragt hat, ob die eigene Berufung nicht vielleicht doch eher im Bereich „Agent des Zaubereiministeriums“ o. Ä. liegt, ist mit diesem Roman bestens bedient.
Erzählerisch gelingt dem Autor das Spiel mit der Informationsvergabe sehr gut. Gleichzeitig geht durch das hohe Tempo und die erzähltechnische Spiegelung von Leos Überforderung stellenweise etwas an Figurentiefe verloren. Auch die Entwicklungen rund um Naomi wirken mitunter etwas übereilt. Zumindest besteht bei diesen Punkten für den Folgeband Klärungsbedarf. Umso spannender wird sein, wie sich diese Ansätze in den Folgebänden weiter entfalten.
„Es ist nicht wichtig, was wir haben, sondern wen wir haben“
In der Geschichte geht es um Lian. Einen jungen Studenten, der seine japanische Herkunft verleugnet. „Dank“ unangenehmen und rassistischen Erfahrungen wird Lian zu Leo - und damit will er seine Herkunft komplett vergessen und blockt alles vehement ab, was mit Japan zu tun hat - seien es Animes, japanische Restaurants und Co.
Als es jedoch Zeit wird für das Auslandssemester wird Leo ausgerechnet einer Uni in Tokio zugeteilt. Zuerst überlegt er, ob er überhaupt die lange Reise auf sich nimmt, weil er doch so überhaupt nichts mit dem fernen Land am Hut hat - er entschließt sich aber dennoch, die große Reise anzutreten.
Zuerst hasst er alles dort, aber mit der Zeit wandelt sich Leos Standpunkt und es passieren allerhand unerwartete Dinge in Tokio.
Wir bekommen von Nicolas Mueller eine Kombi aus Fantasyroman und Reiseführer. Wer also Interesse an Japan grundsätzlich hat, und sich auch nebenbei noch für die japanische Mythologie (wie der Titel schon ahnen lässt, bekommen wir es unter anderem mit einem Tengu 👺 zu tun) interessiert, für denjenigen ist dieses Buch definitiv ein Muss!
Grob die erste Hälfte des Buches handelt von Leos Zeit in Deutschland und der Ankunft in Tokio. Von Sightseeing (auch ein paar gute Empfehlungen dabei!), kulturellen Aspekten, dem „nerdigen“ Japan über das ganz normale Alltagsleben bekommen wir hier alles geboten. Die zweite Hälfte des Buches wird dann mystisch und ich hätte nicht gedacht, dass sich das Buch in diese Richtung drehen würde.
Schade finde ich jedoch, dass Leos Auslandssemester eher nebensächlich bleibt - er schwänzt, bleibt Events fern und hat aber dadurch keinerlei Konsequenzen. Das fand ich ein bisschen unrealistisch.
Es wurde auch super von Mueller recherchiert - was bei einem dreimonatigen Japan-Aufenthalt aber auch nicht so schwer fallen sollte. 🤭 Lediglich Kleinigkeiten fallen dem geneigten Japan Fan auf, die dann doch ein wenig anders sind, aber das ist zu verschmerzen. ☺️
Band 2 wird dann direkt gleich gelesen, dass ich zum 23.6. dann bereit bin für den finalen Teil der Reihe. 🤭
Dieses Urban-Fantasy-Abenteuer überzeugt besonders, weil es mehr als reine Spannung bietet und tief in das Thema Identität eindringt. Leo ist ein junger Mann, der seine japanische Herkunft lange verleugnet. Als Kind japanischer Eltern, die nach Deutschland ausgewandert sind, fühlt er sich weder dort noch hier wirklich zugehörig. Seine Scham und Unsicherheit entstehen nicht zuletzt durch alltägliche, unangenehme rassistische Erfahrungen, die ihn dazu bringen, einen Teil von sich selbst abzulehnen. Leos innere Zerrissenheit verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und macht seine Entwicklung glaubwürdig und berührend.
Die Reise nach Tokio wird damit zu einem Raum der Selbstfindung: Leo muss sich seiner Herkunft stellen und lernt, dass seine Wurzeln Teil seiner Identität sind. Die Begegnung mit japanischer Mythologie – besonders in Form des mysteriösen Tengu – spiegelt symbolisch Leos eigene innere Konflikte. Besonders spannend: Das Buch behandelt nicht nur die bekanntesten Yōkai wie Kitsune oder Oni, sondern weckt gleichzeitig die Neugier auf weitere, weniger bekannte Wesen der japanischen Folklore.
Neben der mythologischen Tiefe bietet das Buch authentische kulturelle Einblicke und Alltagserfahrungen: Leser:innen bekommen Tokio jenseits der Kirschblüten-Postkarten zu sehen – von Gacha-Spielen über Teeläden, Ramen essen, Papierfächer basteln bis zu Shinto-Schreinen. Diese kleinen Details machen die Geschichte lebendig, vermitteln Atmosphäre und laden ein, selbst mehr über Japan entdecken zu wollen.
Einziger kleiner Kritikpunkt ist der Rahmen des Auslandssemesters: Trotz der spannenden Abenteuer und Auswirkungen auf Leos Anwesenheit und Pflichten bleiben die Konsequenzen für ihn eher begrenzt, sodass die äußeren Konflikte etwas unrealistisch wirken.
Fazit:
Ein atmosphärisches Urban-Fantasy-Abenteuer, das Mythologie, Kultur und persönliche Identität auf spannende Weise verbindet. Emotional, informativ und mit kleinen, authentischen Alltagseinblicken ist es besonders für junge Erwachsene, Japan-Fans und Fantasy-Leser:innen ein Gewinn.
Der Anfang war sehr zäh, bis zur Hälfte des Buches dachte ich, daß Word nichts. Danach hat es sich gebessert. Ich bin unschlüssig, ob ich die Reihe weiter lese.
Trotz 3 Monate Aufenthalt in Japan, wie der Autor beschreibt, waren einige Sachen schlecht recherchiert. Trotzdem gebe ich wohl wollende 4 Sterne.
Der Anfang war etwas schwerfälliger aber dafür wurde es zum Schluss hin immer spannender. Ich hoffe das die nächsten Teile bald herauskommen und die noch offenen Fragen geklärt werden.
Klasse Auftakt einer Trilogie die in Japan spielt 😍🇯🇵⛩️
"Der Tengu von Tokio" ist generell das 1. Buch von Nicolas das ich gelesen habe und ich will definitiv noch weitere von ihm lesen🥰
Zurück zu meinem Leseeindruck. Ok, ich muss zugeben, dass die Story rund um Leo, der nur widerwillig sein Auslandssemester in Japan absolvieren muss, anfangs recht unspektakulär ist und man quasi "nur" etwas über Leos Eingewöhnung/Alltag in Japan und sein (Uni-)Leben erfährt. Das kann natürlich auch interessant sein, gerade wenn man selbst in einem halben Jahr nach Japan fliegt xD
Während man also über Leos Alltag liest, trifft einen irgendwann völlig unerwartet eine Wendung mit der ich persönlich nie im Leben gerechnet habe😳 und ab dieser Stelle hält sich die Spannung dann auch bis zum letzten Kapitel.
Ich wollte der Geschichte auch anfangs "nur" 4 Sterne geben, was ja nun keine schlechte Bewertung ist, aber ab jenem Ereignis war für mich klar, das Buch kriegt definitiv 5 Sterne und eine glasklare Leseempfehlung!🥰❤️
„Es ist nicht wichtig, was wir haben, sondern wen wir haben.“
Diese Mischung aus Tokio-Sightseeing und Urban-Fantasy kam bei mir leider nicht so gut an wie erhofft. Es war einfach nicht mein Buch. So viel vorweg.
Leo wird für sein Auslandssemester nach Japan geschickt, das Heimatland seiner Eltern, mit dem er nichts mehr zu tun haben wollte. Doch dann lernt er Naomi kennen, die ihm die japanische Kultur näher bringen soll. Doch die Mythen und Legenden Japans vereinnahmen ihn auf eine ganz andere Art als er eigentlich gedacht hat.
Was mir Spaß gemacht hat, war das Sightseeing mit Naomi, die ihm viele versteckte Orte in Tokio gezeigt hat. Das mochte ich ziemlich gern. Die Idee, die hinter dem Buch steckt mit der Einbettung der Mythischen Wesen, mit der Jagd nach dem Tengu und der Mischung zwischen Studentenleben und Urban-Fantasy hatte für mich seinen Reiz.
Ich kam nur nie in diesem Buch an. Leo war mir einfach zu sperrig, zu Anti-Japan. Ich kann die Intention dahinter gut verstehen - Leo sollte einfach einen möglichst großen Entwicklungssprung von der ersten Seite zur letzten durchmachen - und dann noch Raum für die nächsten Bände der Trilogie offen lassen. Auf den ersten hundertdreißig Seiten habe ich folglich nur erfahren, was er alles an Japan nicht leiden kann - angefangen vom Auf dem Boden Sitzen, über Tee und Popkultur. Ich stand seiner Antipathie vielleicht die ersten fünfzig Seiten offen gegenüber, dann nahm die Darstellung aber so viel Raum ein, dass die Geschichte darunter litt und dass mich sein ständiges Geschimpfe nervte.
In der Mitte kam ein Wendepunkt, den ich so nicht erwartet hatte - und mit ihm der Urban-Fantasy-Teil (den ich mir vielleicht schon früher erhofft hätte) - so wirkte der Fantasy-Anteil und die Jagd nach dem Tengu auf mich mehr überhastet als gut in die Geschichte eingebettet - und so blieb ich bei der Jagd zurück und sah nur noch relativ teilnahmslos zu.
Ich trinke lieber noch einen Matcha in Nobus Teeladen. Den Ort und die Atmosphäre mochte ich. Insgesamt war das Buch leider nicht mein Buch.
Habe diese Buch auf der Stuttgarter Buchmesse gekauft, da es mir sofort ins Auge gestochen ist. Der Klappentext hat dann auch direkt überzeugt.
Das Japan Setting war einfach Mega gut beschrieben. Der Schreibstil des Autors war allgemein sehr angenehm und echt super.
Die Geschichte war sehr spannend, ich bin einfach nur so durch die Seiten geflogen und ich kann es kaum abwarten die kommenden Teile der Reihe zu lesen.
Ich liebe eigentlich Bücher, in denen es um Japan geht. Aber jeder Reiseführer ist spannender geschrieben, als dieses Buch. Gefühlt passiert einfach nichts, außer dass der Protagonist durch Japan geführt wird. Es war echt sehr enttäuschend 😕
... leider wars für mich zu Beginn schon kritisch, da ich die Erzählerperspektive nicht so sonderlich mag, aber das ist nur was persönliches und ich konnte das relativ gut "überlesen". Im Buch gibt es leider zu viel nichts sagender Text, Text der einfach nur das Buch füllen soll, zumindest kommt es mir so vor.
Die Story mit Naomi finde ich, irgendwie langweilig. Ohne jetzt zu spoilern, aber Leo ist gefühlt viel zu wenig in der Situation, und es geht viel mehr um Sachen, die in solch einer Situation getan, gemacht oder gefühlt werden sollen, aber fehlen. Jaja, jeder ticket anders, aber trotzdem. :E
Daher fand ich den ein oder anderen Punkt auch nicht so ganz nachvollziehbar. Das Ende war jetzt auch nicht sonderlich spannend.
Was sehr gut war, waren die japanischen Aspekte im Bezug auf die Kultur und die Mythologie. Es gab nur 1-2 0815 Wissen, der Rest war etwas tiefergehend. Von außen her hat mir auch der Farbschnitt gut gefallen, gerade was den Druck anbelang.
Aktuell wüsste ich nicht ob ich einen zweiten Band lesen wollen würde... da bin ich mir leider echt unsicher...
Alles in allem ein solides Buch, das seine Stärken vor allem in der Atmosphäre und den japanischen Bezügen hat.
An Titel und Cover kam ich einfach nicht vorbei. Beides absolut ansprechend und passend.
Der Einstieg ins Buch liest sich gut, allerdings braucht die Geschichte eine Weile, um richtig in Fahrt zu kommen. Doch was sofort auffällt, ist die große Liebe des Autors zu Japan. Die detaillierten Beschreibungen und die Verflechtung japanischer Mythologie mit der Handlung haben mir große Freude bereitet.
Allerdings gibt es im Mittelteil immer wieder Längen, die das Tempo etwas ausbremsen, doch nach gut der Hälfte zieht die Spannung spürbar an, und das Buch wird zunehmend unterhaltsamer.
Mit der Hauptfigur Leo hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten. Er blieb mir lange Zeit distanziert, sodass es eine Weile dauerte, bis ich mit ihm warm wurde. Auch die anderen Charaktere wirken eher schemenhaft, was jedoch für den Verlauf der Geschichte in Ordnung ist.
Alles in allem ein solides Buch, das seine Stärken vor allem in der Atmosphäre und den japanischen Bezügen hat. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!