Eine leichte Geschichte zum Wohlfühlen
Isabell braucht eine 3-monatige Überbrückung bevor sie eine neue Stelle antritt. Es soll nur weit weg von ihrem Ex sein. So landet sie auf Peggy‘s Archehof im Schwarzwald. Das Konzept des Hofes ist chaotisch - die Gäste müssen mithelfen, die Pensionszimmer sind total veraltet und es fehlt überall an Hilfe und Mitteln. Aber Isabell sieht das Potenzial dieses charmanten Örtchens und beginnt sich zu engagieren. Immer mehr vergisst sie ihren Liebeskummer und ihre Pläne, denn auf dem Archehof lebt sie endlich auf… Ein Stöberfund, genau das ist „Auszeit auf dem kleinen Archehof“ von Leonie Abels. Tiere sind ja immer ein Grund für mich um sich ein Buch näher anzusehen und so habe ich mir dieses auch gleich gekauft. Der Archehof wird von Peggy geleitet - sehr direkt, sehr pragmatisch und vor allem der Typ „harte Schale, weicher Kern“. Isabell ist zwar auch ein anpackender Typ aber vom Wesen ganz anders und diese zwei gegensätzlichen Charaktere arbeiten in diesem Roman überraschend gut zusammen. Dabei kommt es zu einigen interessanten Alltagssituationen und ich glaube, die beiden Frauen haben so manches voneinander gelernt. Die Geschichte ist zum Wohlfühlen. Der Hof mit all seinen tierischen (Esel, Gänse, ein Wollschwein, Rinder und viele mehr) aber auch menschlichen Bewohnern ist auf seine Weise idyllisch und bei aller Arbeit, die dort anfällt, strahlt er Ruhe aus. Die Entwicklungen sind unaufgeregt aber nie langweilig und sie schenken dem Leser auch Einblicke in das Leben von fast allen Menschen, die auf dem Hof ein- und ausgehen. Diese Eindrücke blieben mir etwas zu oberflächlich, aber da es sich um Band 1 einer Dilogie handelt, bin ich sicher, dass man im zweiten Band mehr erfahren wird. Das Lesen hat Spaß gemacht und Lust auf den zweiten Teil. Ich bin gespannt! Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️

