„Snehild. Die Seherin von Midgard“ von A. M. Vedsø Olesen, gelesen von Carolin-Therese Wolff hat mich ganz gut unterhalten. Je vier Sterne für die Geschichte und für die Sprecherin.
Schöne Mischung aus nordischen Mythen und Fantasy.
Snehild ist ein Mädchen, welches von ihrer Mutter alleine in der Stadt Himling aufgezogen wird. Sie hat immer wieder Visionen, welche ihre Mutter als Träume abtut. Im Alter von 12 Jahren muss sie fliehen, weil die Hohepriesterin sie während einer Pandemie an die Götter opfern will, da sie eifersüchtig auf ihre Mutter ist. Wie man am Namen erkennen kann, spielt die Geschichte in der Welt der nordischen Mythologie und ist geprägt von Verrat, Intrigen und Eifersucht. Der Schreibstil ist fesselnd und das Buch hat ein offenes Ende, welches Lust auf den 2. Teil macht. Das Cover sieht sehr gut aus und passt mit dem Runen verzierten Amulett in die nordische Mythologie. Das einzige was ich mir noch gewünscht hätte, ist ein Glossar mit einer kurzen Erklärung zu den verschiedenen nordischen Wesen und Göttern, welche in den Buch vorkommen.
Nicht meins
Nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen hatte, wollte ich es unbedingt lesen, weil ich Fanatsy, nordische Mythologie und starke Protagonisten mag. Beim lesen habe ich dann leider festgestellt, dass das Buch mich nicht wirklich packen konnte… ich kann nicht genau sagen, woran es lag, denn eigentlich ist die Story cool, die Entwicklung der Protagonistin ausgearbeitet und die mystischen Elemente passend. Aber irgendwie kam es mir beim lesen so vor, als würde nichts passieren, auch wenn eigentlich einiges passierte. Die Handlung war (aus verschiedenen Sichten erzählt) nicht so mitreißend, wie ich es mir erhofft hatte. Die Charaktere fand ich zum Teil zu wenig tiefgründig. Und der Fortgang der Protagonistin hat mich nicht richtig gefesselt. Dadurch war das Buch für mich eher „zäh“. Sehr schade, weil ich denke, dass die Idee schon Potential hätte haben können, aber meinen Geschmack leider nicht getroffen hat, beziehungsweise die Geschichte zu wenig Sinn und Spannung hatte, um zu begeistern. (Das ist jedoch nur meine persönliche Einschätzung…)
Die Geschichte faszinierend wie das erste Feuer, die Charaktere so kalt wie Schnee
Kurzmeinung: Von dem wunderschönen Cover verzaubert und dem Klappentext neugierig gemacht, habe ich mir zunächst die Rezensionen anderer Leser angesehen. Doch auch, wenn die Grundidee wahrlich faszinierend ist, die Charaktere zahlreich wie vielseitig, der Schreibstil auf sanfte Weise bildgewaltig und mich der Einfluss der nordischen Mythologie erfreut hat (hier ist es übrigens von Vorteil schon einiges Vorwissen gesammelt zu haben), kann ich die teilweise sogar überschwänglichen Rezensionen leider ebenso wenig teilen wie den Vergleich mit Game of Thrones. Es tut mir ehrlich leid dies schreiben zu müssen, doch leider war das Buch nicht nach meinem Geschmack und sollte es eine Fortsetzung geben – hier ist mein Wissen etwas spärlich – so werde ich sie nicht weiter verfolgen. Langmeinung: Als ich das Cover in seiner digitalen Form sah, war ich gleich hin und weg. Ich liebe diese verschneiten Landschaften, Seen und Wälder und sehe sie gern auf Buchcovern. Die Farben sind stimmig – auch wenn sie auf dem Buch selbst etwas zu kräftig im Bereich der Schärfe und des Kontrastes wirken – und die Schrift wirkt so verschnörkelt und angenehm. Und dann natürlich das Runenamulett mit meinem liebsten Wesen, dem Wolf. Es hat etwas geheimnisumwobenes, mystisches, ganz nach meinem Geschmack. So lockte es mich den Klappentext zu lesen und ich fühlte mich abgeholt. Das Buch zu lesen war für mich jedoch eher wie ein müßiges Stapfen durch tiefen Schnee. Namen, Orte, Bezeichnungen und Ereignisse fielen auf mich herab wie Schneeflocken. Doch in ihrem dichten Treiben war es mir kaum möglich auch nur eine von ihnen zu fangen, um sie näher zu betrachten. Hier hätte ich mir einen Glossar gewünscht. Das Buch hat drei Teile, den Nornen zugeordnet und das Schneegestöber zieht sich durch den gesamten ersten Teil. Die Kapitel sind kurz, immer wieder wird zwischen den verschiedenen Charakteren und mit ihnen zwischen den Handlungen und Orten, hin und her gewechselt, ohne auch nur einem von ihnen wirklich Tiefe zu schenken. Und obschon mich die nordische Mythologie ungemein fasziniert, auch wenn ich sie gerade zu Beginn der Geschichte als ausgesprochen blutig empfand, und ich kein vollkommener Anfänger bin, fiel es mir dann und wann schwer den vielen Bezeichnungen zu folgen. Im zweiten Teil des Buches nun legte sich das Schneegestöber und nur noch vereinzelte Flocken trudelten sacht vom wolkenbedeckten Himmel. Ich vermochte sie zu greifen und näher zu betrachten und bald schon verlor ich mich in ihrer Schönheit. So ließ ich mich verzaubern von einer Schreibweise, die auf ihre ganz eigene Art lyrisch und voller Poesie eine Landschaft beschrieb, dass sie bildgewaltig vor meinem inneren Auge erschien. Auch die Seherin Snehild erhielt das ein oder andere magisch schöne Wort. Leider, und das muss ich wohl am stärksten bemängeln, war die Erzählperspektive nicht nach meinem Geschmack. Nach meinem Gefühl war es die Perspektive des oberflächlichen Betrachters, der nur wiedergibt, was er auch sieht. Auf diese Weise erhielten die Charaktere einfach keine richtige Tiefe. Natürlich verstand man irgendwann Beweggründe und Gedanken, doch eher beruhend auf den Bemühungen des Lesers, statt den Ausführungen der Autorin. Konnte man beispielsweise sehen, dass jemand wütend ist, so wurde dies kurz erwähnt, echte Emotionen/Gedanken blieben jedoch vollkommen aus. Auch Snehild erhielt keine tiefere Beschreibung. So wurden Szenen des Schmerzes und des Kummers beschrieben, aber in mir regte sich rein gar nichts. Sie waren einfach zu kurz, zu flach und zu oberflächlich gehalten. Ebenso empfand ich es als enttäuschend, dass gleich drei Charaktere, die Lieblingscharakterpotential hatten, einfach viel zu kurz kamen und obwohl zumindest einem von ihnen eine größere Wichtigkeit in Snehilds Leben zugeschrieben wurde (hier möchte ich nicht weiter spoilern), so blieb er doch nur eine schattenhafte Randgestalt und der Werdegang wurde in einem einfachen Satz abgetan, als sei es nicht weiter wichtig. Nur schnell weiter mit der Geschichte. Besonders enttäuschte es mich in diesem Zusammenhang, dass der ein oder andere Name fiel, eine Geschichte der nordischen Mythologie gar nacherzählt wurde und, ob nun aus Gründen mangelnder Recherche oder weil es auf diese Weise die Handlung schneller voran trieb, dennoch Namen durcheinander gebracht wurden und falsche Verwendung fanden. Auch stieß ich mich ein wenig an der Darstellung der Geschlechter. Ich lese gern von starken Frauen, die klug und charismatisch einen selbstbestimmten Weg gehen, sei er nun vollkommen emanzipiert oder mit dem Wunsch beseelt eine Familie zu gründen und dem Leben der Hausfrau nachzustreben. Doch die Frauen als große Denker und Lenker auf Kosten der Männer, die als ausgesprochen triebgesteuert dargestellt wurden, als wäre ihnen sonst keine besondere Eigenschaft zuzuschreiben, empfinde ich als zu großes Ungleichgewicht. Ich lasse mich unglaublich gern berieseln, für mich muss es nicht immer das große Ganze geben oder einen übergeordneten Feind, den es zu bezwingen gilt und ich folge mit größter Wärme den Hauptcharakteren in ihrem Leben. Doch hier faszinierte mich zwar gerade die junge Snehild, doch da sie, für meinen Geschmack, weder Tiefe noch Entwicklung erfuhr, ist diese Faszination furchtbar ernüchternd. Und so gibt es leider doch zu viele Dinge, an welchen ich mich stoße und ich lege das Buch leise an seinen Platz in meinem Bücherregal.
Nett, mal eine andere Mythologie als sonst was ich so lese
Snehild - Die Seherin von Midgardn Wir begleiten die Junge Snehild auf ihrem weg. Ihre Visionen beginnen heftiger zu werden als sie 12 war. Sie hat engen kontakt zu den Söhnen des Königs, auf einmal muss sie aber verschwinden. wohin sie geht und was sie erlebt müsst ihr selbst lesen. Das Setting ist in der Nordischen Mythologie, wir treffen also auf Asen, Riesen, Zwerge, Elfenwesen und Wölfen neben den Menschen. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, nur die eine Szene war für mich ein Stilbruch, bis zu der stelle hätte ich gesagt nett für Kinder ab 8-10 Jahren. Aber so eher ab 16. Da es wirklich nur die eine Stelle ist, kann man die auch einfach beim Vorlesen überlesen und dann geht es auch schon ab früher. doch wegen dieser Szene bekommt der reihen Auftakt nur 3 Sterne Die Idee bekommt 5 Sterne Umsetzung, ohne die Szene zu beachten, 4 Sterne Schreibstil 3 Sterne
Tolle Geschichte, aber als Hörbuch verwirrend
Es kam anders als erwartet und ich fand's cool, dass es aus mehreren Perspektiven geschrieben wurde, aber Hörbuch war dies sehr verwirrend, weil ich immer noch bei einer anderen Person war und so die verschiedenen Handlungen durcheinander gebracht habe.
Action, nordische Mythologie, gute Charas
Ich muss sagen, toll, dass es eine Geschichte um nordische Mythologie gibt. Das Cover ist genau richtig, eisig, wikingerhaft & zeigt Mystik auf. Der Schreibstil war flüssig, an die Zeit, in der die Story spielt, angepasst. Snehild ist jung, kriegerhaft und eine gute Seele. Die Beschreibungen sind klar und auch die kurzen Kapitel sind angenehm zu lesen. Ich fand es ab und an etwas langatmig, aber ok. Sie und ihre Mutter verbindet viel. Schade, dass Asdis' Verbleib nicht weiter erklärt wird. Die Einteilung im die 3 Nornen ist super, sie weißen Snehild auf ihrem Weg auf ihre Gabe hin und auch Hyrrokkin, die Riesin, bei der das Mädchen Zuflucht findet, ist sehr sympathisch. Das Finale fand ich sehr spannend und alles in einem ist es eine gelungene Mischung aus Action und Mytholgie Eine Empfehlung an alle, die Fantasy und Historie samt Wikingervibes lesen wollen.







