
Hätte ich gern gemocht
Das Cover, der Klappentext, das gesamte Setting schrie meinen Namen. Das Buch selbst flüsterte aber nur noch leise. Die Science Fiction Dystopie offenbarte eine Gesellschaftsaufteilung wie wir sie zB schon von 'Tribute von Panem' o.Ä. kennen - eine sehr reiche Klasse beutet die ländliche, arbeitende Bevölkerung aus. Hier werden sie aber zusätzlich durch riesige Kampfmaschinen beherrscht, die von jugendlichen, trainierten Elite-Piloten gesteuert werden. Wofür man diesen ihre Fähigkeit, Schmerz zu fühlen, nimmt. Aber eine macht nicht mit, Sona Steelcrest. Und sie trifft auf die mindestens genauso krasse Kämpferin aus der Unterschicht, Eris. Und wie soll ein sapphic Roman sonst ablaufen, die Mädchen müssen sich gegenseitig retten und entwickeln mehr füreinander als nur Loyalität. Der Schreibstil war ganz gut, aber die Kampfszenen waren für mich zu wenig nachvollziehbar/anschaulich, ich hatte nie ein schlüssiges Bild im Kopf dazu. Das liegt vermutlich auch daran, dass viele Szenen nicht zu ende gedacht wurden, oft Cuts und Kapitelenden dort ansetzten, wo sich der Konflikt hätte abspielen sollen. Auch die Hauptfiguren konnten nicht so richtig überzeugen, es fehlte ihnen an Komplexität. Und das obwohl sie aufgrund ihrer Vergangenheit da war, sie zeigte sich aber nicht mehr im Charakter oder Handeln der Mädchen. Alles in allem sehe ich Potenzial. Für einen Debütroman war das ein starkes Setting, das meiner Meinung nach mit etwas Reife großartige Bücher hervorbringen könnte.




















