Dunkler, emotionaler, anders: Eine intensive Geschichte über Trauma, Selbstfindung und das Zu-sich-selbst-Stehen
„God of Fury“ war für mich ein Band, in den ich extrem schnell hineingefunden habe. Der Einstieg gelang mir – wie von Rina Kent gewohnt – sehr zügig und ich kam insgesamt richtig gut durch die Geschichte. Dabei hilft natürlich auch, dass einem die Charaktere bereits aus den vorherigen Bänden bekannt sind. Brandon mochte ich ohnehin schon seit Längerem und gerade Nikolai hat in den vorherigen Teilen mit seiner speziellen Persönlichkeit immer wieder neugierig gemacht. Umso gespannter war ich darauf, endlich hinter seine Fassade blicken und sein Wesen besser kennenlernen zu können. Grundsätzlich folgt auch dieser Band wieder dem typischen Muster der „Legacy of Gods“-Reihe: Zwei Personen finden trotz komplizierter Umstände zueinander, Konflikte eskalieren, Vergangenes holt die Figuren ein und am Ende wartet natürlich ein Happy End. Dennoch hatte dieser Band für mich etwas anderes an sich und hebt sich inhaltlich von den bisherigen Teilen ab. Im Mittelpunkt stehen dieses Mal Themen wie Selbstfindung, der Umgang mit den eigenen Dämonen und Traumata sowie die Frage, wie man zu sich selbst stehen kann – insbesondere im Hinblick auf Sexualität und das eigene Outing. Dadurch nimmt die Geschichte stellenweise einen deutlich düstereren Vibe an, was der Handlung aber eine besondere Tiefe verliehen hat. Besonders gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen Bran und Nikolai. Die Chemie zwischen den beiden war deutlich zu spüren und daher einfach authentisch. Gerade bei Nikolai fand ich spannend zu erleben, was hinter seiner auffälligen, oft exzentrischen Art steckt, während Bran gleichzeitig eine schöne Konstante in der Geschichte bildet. Zusammen haben die beiden für mich unglaublich gut harmoniert. Insgesamt hat mich das Buch richtig gut unterhalten und zählt für mich definitiv zu den stärkeren Bänden der Reihe. Trotz des bekannten Rina-Kent-Schemas schafft es die Geschichte, eigene Akzente zu setzen und emotional noch einmal etwas anderes zu transportieren. Fans von „Legacy of Gods“ sollten sich diesen Band definitiv nicht entgehen lassen.





























































