Dunkel, intensiv – aber nicht ohne Reibung
Der zweite Band erzählt eine neue Geschichte mit Larimar und Priest und kann unabhängig vom ersten Teil gelesen werden – auch wenn es am Ende ein kleines Wiedersehen für Fans gibt. Die Atmosphäre bleibt dem ersten Teil treu: düster, sinnlich und intensiv. Auch hier spielt Spice eine große Rolle, wirkt aber deutlich besser in die Handlung eingebettet, sodass die Geschichte insgesamt runder und flüssiger wirkt. Larimar ist eine interessante Protagonistin, die sich in einer gefährlichen und emotional komplexen Situation wiederfindet. Ihre Entwicklung und ihre Perspektive machen es leicht, sich auf die Geschichte einzulassen. Schwieriger wurde es für mich mit Priest. Als Charakter ist er moralisch extrem grau – was grundsätzlich spannend sein kann – aber in diesem Fall fiel es mir schwer, eine wirkliche Verbindung zu ihm aufzubauen. Sein Verhalten, besonders zu Beginn, hat bei mir eher Ablehnung ausgelöst als Faszination, wodurch die Dynamik zwischen den beiden für mich nicht immer ganz funktioniert hat. Trotzdem entwickelt sich die Geschichte weiter und gewinnt an emotionaler Tiefe. Die Beziehung zwischen den Charakteren entfaltet sich spürbar und wirkt – trotz aller Dunkelheit – greifbarer als im ersten Teil. Ein intensiver, düsterer zweiter Band mit stärkerer Storyline, auch wenn nicht alle Figuren gleichermaßen überzeugen konnten.





























