„Die schönsten Charaktere sind mit Narben übersät.“ – auch wenn man sie nicht sieht ❤️🩹
Dieses Buch lebt wirklich durch eins: Tragik und Trauer. Und das auf eine so nachvollziehbare und realistische Weise, dass es einfach nur weh tut. Ivy und Blake haben beide eine sehr tragische Geschichte und trotzdem das Glück, jeweils eine Person getroffen zu haben, die im Nachhinein noch einmal für große Liebe und noch mehr Trauer sorgt. Zwischen Geheimnissen, Trauma, unterdrückten Erinnerungen und Ängsten lernen sich die beiden kennen und stehen ab dem ersten Moment hintereinander. Die Verbindung zwischen den beiden ist von Anfang an deutlich zu spüren und ich fand es so schön, ihre Annäherung mitzuerleben. Blake war für mich einfach eine Green Flag und das trotz seiner Vergangenheit, denn ich glaube ich hätte, so schlimm es auch klingt, nicht anders gehandelt. Familie steht hier einfach an erster Stelle. Natürlich läuft nicht alles so gut, wie die beiden es sich erhoffen und so müssen sie gemeinsam mit Familie und Freunden weiterhin zusammenhalten und versuchen, den Gefahren aus dem Weg zu gehen. Ob sie das am Ende geschafft haben, sollte man selbst lesen, aber ich kann sagen, dass das Buch wirklich angenehm zu lesen war und sehr flüssig geschrieben ist. Ich bin zwar selbst nicht religiös, aber die Art und Ansichten von Valéria waren trotzdem irgendwie schön und fast schon heilend. Das Ende hat mich dann aber etwas enttäuscht, weil plötzlich sehr viel Zeit vergeht, ohne dass diese richtig erklärt oder detailliert thematisiert wird und mir dadurch ein paar offene Fragen geblieben sind. Insgesamt war es definitiv ein sehr gutes Buch, auch wenn das Ende es für mich etwas abgeschwächt hat. Die Geschichte zeigt sehr schön, wie das Schicksal seine Finger im Spiel hat und regt dabei zum Nachdenken an. Am Ende bleibt vor allem der Gedanke: Lebe jeden Tag, als wäre es dein letzter, denn wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich auch wieder eine andere.

































