
Eine roh-poetische Coming-of-Age Geschichte zwischen DDR, Mauerfall, Zecken und Hools.
Worum geht’s: Karl wächst im Osten auf, irgendwo zwischen Plattenbau, Zecken, Hools, und den Gefühlen dazwischen. Während das Leben passiert, versucht Karl darin für sich, wer er ist, wer er sein will, irgendwie einen Sinn zu finden, während seine Welt zwischen Mauerfall, Wiedervereinigung, Überforderung und Abgehängtheit schwebt. Wie ich’s fand: Ich folge Felix unter @versefelix schon eine ganze Weile. Ich bewundere ihn und seine Texte, in denen er es schafft, mit wenig Raum und auf eine unnachahmlich rohe Art und Weise wahnsinnig viel emotionale Tiefe zu erzeugen. Als ich gesehen habe, dass er jetzt seine ersten Roman veröffentlicht hat, war mir klar, dass ich ihn unbedingt lesen möchte! Auch das Buch ist durchzogen von einem ganz besonderen Gespür für die Poetik des Urbanen, der trostlosen Schönheit abblätternder Wandfarbe, und dem Wandbild, das darunter verborgen ist. Dabei bleibt es aber immer authentisch in Karls Lebenswelt, und bringt das unbestreitbare sprachliche Können mit einer ostdeutschen Coming-of-Age-Geschichte zusammen, die humorvoll, kurzweilig und einfach irgendwie „echt“ ist. Mir hat es sehr, sehr gut gefallen und ich hoffe (und bin sicher), dass wir noch viel von Felix Wetzel lesen werden. Bis dahin, freue ich mich, weiter vor seinen Gedichten hier auf Insta zu verzweifeln, weil sie so viel besser sind, als alles, was ich jemals schreiben werde. Danke @versefelix und @trabantenverlag für das Leseexemplar. Ich bin und bleibe ein großer Fan!
