Seltsam und irgendwie ein wenig niedlich
Keine klassische Horrorgeschichte aber trotzdem bizarr und stellenweise etwas blutig. Für ein Debüt aber definitiv sehr gelungen. Die Geschichte ist zeitweise wirklich "liebevoll".
Seltsam und irgendwie ein wenig niedlich
Keine klassische Horrorgeschichte aber trotzdem bizarr und stellenweise etwas blutig. Für ein Debüt aber definitiv sehr gelungen. Die Geschichte ist zeitweise wirklich "liebevoll".
Triggerwarnung: Kindsverlust
Nachdem Magos und Joseph ihren Sohn verloren haben, klammert sich Magos an das letzte, was von ihm geblieben ist: ein Stück seiner Lunge. Sie nährt und pflegt es, hält daran fest, bis daraus etwas Neues entsteht. Etwas, das vielleicht ein Mensch sein soll, aber keiner ist. Denn es, beziehungsweise er, folgt anderen Regeln. Hat andere Bedürfnisse, andere Gelüste. Und auch sein Körper passt nicht in das, was wir als menschlich begreifen. So entfaltet sich Monstrilios Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Die Geschichte kommt ruhig und tief daher, ist dabei aber voller innerer Widersprüche und weirder Momente, die das Buch zu etwas ganz außergewöhnlichen machen. Leid, Trauer, Fetische und der Versuch, sich anzupassen, sind ständige Begleiter. Aber auch Liebe, Familie und queere Charaktere finden hier ihren Platz. Es gibt Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet habe, und einen flüssigen, besonderen Schreibstil, der durch das Buch trägt, gespickt mit blutigen Momenten. Wer Lust auf eine Mischung aus Friedhof der Kuscheltiere und Frankenstein hat und gleichzeitig etwas ganz Eigenes sucht, wird hier mit einem ungewöhnlichen Highlight belohnt. Ich kann sagen, dass ich so etwas noch nie gelesen - und ein neues Highlight für mich gefunden habe.
Fantastic concept, executed well. Certainly bizarre and not necessarily for everyone (especially graphic towards the end), but an interesting read for sure.
Ein wunderschöner und bis dato einzigartiger Roman über die monströsen Formen, die Trauer annehmen kann und eine Geschichte über Verlust, Trauer und bedingungslose Liebe. "Monstrilio" ist seltsam, verworren, vielschichtig, blutig, monströs und tief bewegend.

Emotional und bizarr!
Hier begleiten wir eine Famile durch ihren Trauerprozess Alle Protagonisten leiden auf ihre Art und versuchen mit ihrer Trauer umzugehen… spanned wie sehr Magos den Tod ihres Sohnes „verdrängt“ oder es eben nicht wahrhaben möchte und gleichzeitig sucht sie nach einer Art Ersatz für ihren Sohn und möchte wieder als Famile (zu dritt eben) leben. Ein ganz eigener Weg um ihre Trauer zu bewältigen, der ihr mehr zu schaden scheint als zu helfen… einfach tragisch 😣 Monstrilio ist zwar ein zentrales Thema, klar, aber was hier ebenso sehr im Mittelpunkt steht ist eine ganz eigene Familiendynamik, Neuanfangen nach Jahre langem Familienglück und was es heißt jemanden zu lieben, ganz gleich ob Familienmitglied, FreundIn oder PartnerIn. Sicher ein herausragendes Werk und mal was anderes. Zu bemängeln gibt es zwei Sachen: 1. Lücken und Ungereimtheiten in der Erzählung. Es gibt einen Protagonisten der überhaupt nichts hinterfragt und so dermaßen auffällig an der Nase herum geführt wird, dass es ein Wunder ist, dass dieser Protagonist nicht weiter fragt oder nachbohrt. 2. Das Ende. Und ja ich weiß, dass das eine sehr persönliche Meinung ist und, dass sich andere wsl nicht daran stören würden, aber mir war es einfach „zu einfach“ und zu wenig. Mehr kann ich dazu ohne Spoiler nichts sagen, außer, dass hier bessere und emotionalere Möglichkeiten gegeben hätte um die Story richtig abzurunden.

The more I think about Monstrilio the more I liked it. It did so well showing different ways of grief and the story itself was so well written. Because of this book I found out I’m a big fan of body horror and even though I’m not a big fan of perspective changes I think it fits well here. I only wished the transitions were a little smoother. I also like how queer it was! I think there’s a lot of possibilities of interpretation between the lines and I still need some time to think about it all. At first after finishing I gave it 3 Stars but now I’d give it 4 ⭐️⭐️⭐️⭐️

„She is not done with her son, not yet ready to hand him away.“ In Monstrilio begleiten wir eine Familie, die der Tod des Sohnes in ein tiefes Loch stürzt. Magos möchte den Verlust ihres Sohnes aber nicht wahrhaben und öffnet seinen leblosen Körper um ein Stück seiner Lunge aufzubewahren. Aus diesem Stück von Santiagos Körper entwickelt sich Monstrilio. Mehr möchte ich zum Inhalt nicht vorwegnehmen. Mich konnte das Debüt von Gerardo Sámano Córdova komplett einnehmen. Die Geschichte ist eine Mischung aus Horror und Folklore. Sie zeigt, welche verschiedenen Züge Verlust und die darauffolgende Trauer annehmen kann und wie diese das auch das Umfeld der Betroffenen beeinflussen. Monstrilio ist aber auch eine Suche nach der eigenen Identität, die mich sehr an Frankenstein erinnert. Eine große Empfehlung falls ihr auf der Suche nach einer einzigartigen Geschichte seid. „I wade through the shadows of our living room, hoping to find monsters. Chat with them. But there are no monsters in these shadows. Only me.“