Das Buch fühlt sich an wie eine dieser Legenden, die Abends am ersterbenden Feuer erzählt werden. Leise. Voller zarter Magie, wundersamen Kreaturen, die nur auf den zweiten Blick erkennbar sind, und starker Figuren. Die Erzählstimme tanzt an der Oberfläche und gibt den Blick frei in die Tiefen des Gewässers. In die Unterdrückung der neuen jungen Kaiserin aus dem Norden, der Frauen an sich. Ich mochte das Buch wirklich gern. Die Novelle ist der Auftakt einer Reihe lose zusammenhängender Geschichten, die sich um Chih aus der Abtei der Singenden Hügel dreht, die ein Reich bereist und dessen Geschichten sammelt. An ihrer Seite ist Nahezu Brilliant. Die erste Novelle, die erste Geschichte, die sie sammelt und versteht, ist die der jungen Kaiserin, ihre Ausgrenzung und ihr Aufstieg zur Macht. Kaninchen, ihre junge Dienerin, ist immer an ihrer Seite und muss dafür viel Leid erdulden. Die Geschichte wird leise erzählt. Immer wieder durchbrochen von Chihs Fragen und Gedanken. Nach und nach erfahren wir viel über die historischen Zusammenhänge und Gebräuche im Kaiserreich, über die Politik und über die systematische Ausgrenzung derer, die nicht zu Macht gelangen sollten, sei es im Großen oder im Kleinen. Manche Szenen schmerzen, insbesondere jene, in denen sich die Protagonisten öffnen. Nghi Vo hat das Talent, mit wenigen Worten eine magische Szenerie zu entwerfen, die ich sofort vor Augen hatte. Nicht in prächtigen Farben, sondern mystisch und zart gezeichnet. Es ist eine leise Geschichte über den Willen aufzubegehren und sein Recht zu fordern. Der Fokus wird auf das Legendhafte gelegt, nicht auf die gesamte Geschichte an sich. Ein spannender Ansatz!
Zwischen den Zeilen
Eine Novelle, die mit einem sehr subtilen, teilweise poetischen und stimmungsvollen Schreibstil aufwartet. Die Geschichte plätschert eher ruhig dahin, bietet aber viel zwischen den Zeilen.

✾ ℰ𝓈 𝒢ℯ𝒽𝓉 𝓊𝓂 𝒵ℯ𝒾𝓉. ℐ𝒸𝒽 𝒷𝓇𝒶𝓊𝒸𝒽ℯ 𝒵ℯ𝒾𝓉, 𝓊𝓂 𝒹𝒾ℯ 𝓇𝒾𝒸𝒽𝓉𝒾ℊℯ𝓃 𝒲ℴ𝓇𝓉ℯ 𝓏𝓊 𝒻𝒾𝓃𝒹ℯ𝓃. 𝒰𝓂 𝒹𝒾ℯ𝒿ℯ𝓃𝒾ℊℯ𝓃, 𝒹𝒾ℯ 𝒢ℯ𝓈𝓉ℴ𝓇𝒷ℯ𝓃 𝓈𝒾𝓃𝒹, 𝒢ℯ𝒷𝓊̈𝒽𝓇ℯ𝓃𝒹 𝓏𝓊 ℰ𝒽𝓇ℯ𝓃. ✾
𝒯𝒽ℯ ℰ𝓂𝓅𝓇ℯ𝓈𝓈 ℴ𝒻 𝒮𝒶𝓁𝓉 𝒶𝓃𝒹 ℱℴ𝓇𝓉𝓊𝓃ℯ "𝒟𝒾ℯ 𝒞𝒽𝓇ℴ𝓃𝒾𝓀ℯ𝓃 𝓋ℴ𝓃 𝒞𝒽𝒾𝒽", ein High Fantasy von der Autorin NGHI VO. Diese kleine, aber feine Geschichte von Süßen 160 Seiten, ist was ganz besonderes. Sie erzählt die Geschichte einer politischen Heirat, einer jungen Kaiserin, die ihren Weg beschreitet durch Kriege, Macht und die ihre Feinde Stück für Stück zu Fall bringt. Die Erzählweise sticht mit seiner ruhigen und vereinnahmenden Stimme heraus, der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich, irgendwie poetisch und mit den unterschwelligen Botschaften sehr interessant. Einerseits ist sie sehr bewegend, aber auch geheimnisvoll. Leider hat mir ein wenig mehr Tiefe der Protagonisten gefehlt, etwas detaillierter und etwas mehr Handlung. Dies ist die erste Novelle von ich glaube 4 🤔, bin aber gespannt wie es weitergeht. Mein Fazit 💫 für diese interessante Erzählung, eine absolute Leseempfehlung ✨.
Ruhig, überraschend und berührend. Ein wunderbarer Buchsnack, der Lust auf Chihs weitere Begegnungen macht!
Chih aus der Abtei der singenden Hügel bereist als Chronist das Land und besucht kurz vor der Krönung der neuen Kaiserin den Ort, an dem die alte Kaiserin In-yo lange Zeit in Verbannung gelebt hat. Hier trifft sie auf Kaninchen. Die alte Frau war einst Dienerin der Kaiserin und kennt alle Geheimnisse, die dieser Ort, der halb ironisch „blühendes Glück“ genannt wird, verborgen hält. Die Geschichte ist ruhig erzählt, phantastische Elemente kommen nur am Rande vor aber ich fand es insgesamt sehr stimmungsvoll. Chih ist ein guter Zuhörer und bedrängt Kaninchen nicht, auch wenn dey ahnt, dass hinter den Anekdoten er alten Frau mehr steckt, als dey auf den ersten Blick erkennt. Es hat mich zwar überrascht, dass alles im Rückblick erzählt wird, aber letztlich hat das sehr gut gepasst. Mich hat die Geschichte besonders zu Beginn entfernt an Becky Chambers Monk and Robot-Reihe erinnert, auch wenn es hier wesentlich weniger wholesome zugeht. Was Kaninchen erzählt, steht im starkem Kontrast zu dem jetzt so ruhigen und verlassenen Ort. Gewalt, Machtspiele und Geheimniskrämerei ziehen sich durch das Leben In-yos, die bis auf Kaninchen keine engen Vertrauten zu haben scheint. Auch wenn die Geschichte recht kurz ist, hat sie mich berührt und überrascht. Man muss hier manchmal etwas zwischen den Zeilen lesen, aber am Ende macht alles Sinn und ich war überrascht, wie sehr es mich trotz des abgeklärten Erzähltons stellenweise getroffen hat. Für mich war The Empress of Salt and Fortune ein wunderbarer kleiner Buchsnack, der definitiv Lust auf die weiteren Teil der Reihe macht!

Leise, tiefgründig und berührend. Eine Geschichte, die zwischen den Zeilen lebt und lange nachhallt.
Ich wusste wirklich nicht, was mich bei dieser Geschichte erwartet und genau dieses Gefühl hat mich durch das ganze Buch begleitet. Es ist leise und gleichzeitig so eindringlich, fast alles passiert zwischen den Zeilen und genau da hat es mich am meisten berührt. Ich hatte oft das Gefühl, etwas nicht ganz greifen zu können und trotzdem hat es eine starke Wirkung hinterlassen. Der Schreibstil ist besonders, aber nicht kompliziert. Man muss aufmerksam lesen und sich darauf einlassen, dass nicht alles direkt erklärt wird. Einige Stellen wollte ich direkt noch einmal lesen, weil sie so viel Tiefe hatten. Die Erzählweise gibt der Geschichte etwas sehr Intimes, fast so, als würde man selbst zuhören, wie Erinnerungen weitergegeben werden. Besonders schön fand ich die Darstellung von Chih mit neutralen Pronomen und wie selbstverständlich das eingebunden wurde. Auch die Namen und Orte fühlen sich unglaublich lebendig an und tragen so viel Atmosphäre in sich. Alles wirkt durchdacht und gleichzeitig ein wenig geheimnisvoll. Das Ende hat mich dann komplett überrascht. Ich habe es nicht kommen sehen und war trotzdem sofort überzeugt davon. Es ist kraftvoll, berührend und irgendwie auch tröstlich. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen und musste danach erst einmal kurz innehalten. Dieses Buch fühlt sich an wie eine Geschichte, die man nicht nur liest, sondern die direkt nachhallt. Es ist besonders, still und voller Bedeutung und ich bin jetzt schon so gespannt, wie es weitergeht. Es ist wirklich beeindruckend, was Nghi Vo in der Kürze des Buches geschaffen hat. 🥹
Nghi Vos „The Empress Of Salt And Fortune“ besticht durch einen grandiosen Erzählstil, bei dem es sich lohnt genauer hinzuschauen. Mich hat das Buch durchweg begeistert: Ich liebe den Erzählstil, der mit so wenigen Worten, so viel ausdrückt. Als Leser*in wird man zum Nachdenken animiert und entschlüsselt, gemeinsam mit Chih und deren Neixin, die Wahrheit rund um die verstorbene Kaiserin In-Yo. Chih erkennt, dass das, was man zu sehen glaubt, oft nicht alles ist, was es zu sehen gibt und sich der wahre Wert eines augenscheinlich kleinen Details erst im Nachhinein erschließen lässt: „Manchmal ergeben die Dinge, die wir sehen, erst Jahre später einen Sinn.“ Wer sich auf den Erzählstil, mit seinen versteckten Botschaften und Doppeldeutigkeiten einlässt wird mit einem imposanten Werk über die gerissene Intrigen, taktischen Grausamkeiten und der Aufgabe des eigen Glücks, die mit dem Kampf um Macht einhergehen, belohnt. Mein Fazit: Für mich ist das Buch mit seinem einzigartigen Erzählstil in absolutes Highlight und ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterlesen.
berührende, aber schwer greifbare Geschichte - völlig anders als erwartet
Ich habe länger überlegt wie ich diese Rezession am besten formuliere. Das Buch ist wirklich sehr speziell und gänzlich anders als ich es erwartet hatte. Wir begleiten Chih die auf eine alte Frau namens "Kaninchen" trifft, welche Chih Geschichten aus ihrer Vergangenheit erzählt. Wir tauchen somit immer wieder in verschiedenen Ebenen in die Geschichte ein: Einerseits erleben wir das Miteinander zwischen Chih und Kaninchen, andererseits tauchen wir in die Geschichten die Kaninchen Chih erzählt ein. Das Buch weist aufgrund der wenigen Seiten eine unglaubliche Dichte auf und ist daher keine Geschichte die man mal eben so liest. Auch aufgrund des doch etwas speziellen Schreibstils und der besonderen Art wie die Geschichte erzählt wird, sollte man sich nicht von der geringen Seitenanzahl täuschen lassen. Als ich das Buch begonnen hatte, war ich leider alles andere als begeistert. Man wird förmlich in die Geschichte hineingeworfen. Es gibt keine Erklärungen, kein großes world-building und auch sämtliche Personen/Wesen wurden nicht näher beschrieben und blieben eher blass, sodass ich fast schon ein wenig desinteressiert wurde. An vielen Stellen war mir das Buch auch einfach ein bisschen zu gewollt, zu pseudo-tiefgründig und einfach zu viel des guten und ich war mir schon relativ sicher, dass ich leider keine allzu positive Rezession verfassen konnte. Nachdem ich jedoch das letzte Drittel und vor allem das Ende des Buchs gelesen habe, muss ich sagen, dass sich meine Meinung doch stark geändert hat. Die Geschichte hat mich letztendlich sehr berührt und nachdenklich gemacht und ich ärgere mich fast schon etwas über mich selbst, die die ersten zwei Drittel so "schnell" und vielleicht ein bisschen zu sehr "nebenbei" gelesen zu haben. Wie schon erwähnt, handelt es sich hierbei um ein Buch, bei dem man sich wirklich Zeit zum Lesen und über das Gelesene nachzudenken nehmen sollte. Ich muss zugeben, dass mir das Buch letztendlich doch sehr gut gefallen hat. Ich denke, dass es bei dieser Geschichte nicht schaden kann, sie ein zweites oder vielleicht sogar drittes mal zu lesen. Ich werde mir auf jeden Fall vornehmen das Buch ein zweites Mal zu lesen, um all die Geschehnisse wirklich zu verstehen und dem Buch noch einmal eine Chance zu geben. Nichtsdestotrotz konnte es mich einfach nicht so richtig von Anfang an packen und mitreißen und an vielen stellen war es mir einfach zu gewollt poetisch. Grundsätzlich kann ich jedoch verstehen, warum so viele Leser das Buch lieben und vielleicht holt es mich auch noch ab, nachdem ich es nochmal gelesen habe :).

Außergewöhnliche, aber auch speziell erzählte Geschichte
„Ihr werdet euch nie an die großen Dinger erinnern, wenn ihr euch nicht mit kleinen beschäftigt“ (S.16) „The Empress of Salt and Fortune“ ist die erste von 7 Novellen, in denen Chih aus der Abtei der Singenden Hügel durch das Reich Ahn reist und dessen Geschichten aufspürt und niederschreibt. Chih trifft in Band 1 in Begleitung des Wiedehopfs Nahezu Brillant auf In-yo, einer ehemaligen Dienerin der Kaiserin, die Chih von ihren Erlebnissen am Hof und dann im Exil mit der Kaiserin berichtet. Das Ganze ist so gestaltet, dass die beiden gemeinsame Tage verbringen und die Geschichte im Gespräch miteinander wiedergegeben wird, es ist wie eine „Erzählstunde“. Unterbrochen wird die Erzählung von Dialogen der beiden und in anfallenden Tätigkeiten des temporären Zusammenlebens. Dies schafft eine besondere und irgendwie auch heimelige und magische Atmosphäre. Trotz dieser positiven Aspekte, bin ich bin zum Ende hin leider nicht richtig in die Story reingekommen; der Erzählstil wirkte für mich distanziert und mir blieben die Charaktere komplett fern. Die Erzählung umfasst einige Jahre, somit werden die Ereignisse nur angerissen, bzw. eher zusammenfassend erzählt; dadurch fehlte mir ein Handlungsfluss, der sich vor dem inneren Auge abspielen kann. Das Buch sticht auf jeden Fall heraus und ist besonders geschrieben, das trifft ins Schwarze, oder eben nicht. Bei einer Länge von 150 Seiten kann man aber wunderbar ausprobieren, ob es was für einen ist. Ausgezeichnet mit dem Hugo-Award als beste Novelle spricht die Qualität definitiv für sich und ich habe schon sehr viele begeisterte Rezensionen dazu gelesen! Letztendlich ist es wieder ein Fall von reiner Geschmacksache 🤷♀️
Geschichte zwischen den Zeilen
In der Geschichte/Novelle begleitet man Chih, eine Person der Abtei der Singenden Hügel, die durchs Land zieht und Geschichten sammelt für die Chronik. Auf einem verlassen Anwesen trifft sie auf Kaninchen, die Dienerin der ehemaligen Kaiserin In-Yo. Die Geschichte wird erzählt in Form von Rückblenden und Andeutungen, die Chih veranlassen, selbst Schlüsse zu ziehen. Das geschieht auf sehr charmante Weise. Der Erzählstil ist dabei sehr poetisch und auf seine Weise besonders. Man muss hier viel zwischen den Zeilen lesen, da nicht alles deutlich erklärt wird. Auch als Lesende selbst muss man hier ein bisschen mitdenken. Das gefällt mir sehr gut. Für mich persönlich war die Geschichte jedoch zu kurz. Ich mag es mehr, wenn die Dinge ausführlicher dargestellt werden. Die Geschichte der Kaiserin ist sehr interessant und was sie erlitten hat, ist furchtbar. Die Pilgerreise ist dabei sehr bedeutend und clever. Doch auch hier hätte ich mir mehr gewünscht. Auch die Bedeutung der Wahrsager habe ich leider nicht ganz verstanden. Trotz der Kürze der Geschichte (156 Seiten) bleibt vieles in der Luft hängen. Auch emotional ist bei mir leider nicht viel rübergekommen. Und trotzdem: Der Erzählstil ist so interessant, dass ich empfehlen kann, sich darauf einzulassen. Es ist vielleicht auch ein Büchlein, das sich lohnt, nochmal zu lesen, um die feinen Nuancen der Erzählung zu greifen. Gewonnenes Rezensionsexemplar
[ unpaid ad | review copy ] Ich bin ehrlich beeindruckt, wie viel Geschichte in nur 160 Seiten stecken kann. Die Sprache ist poetisch. Wunderschön geschrieben, ruhig und bewusst gesetzt. Manchmal liest es sich fast wie ein Drehbuch – 𝙧𝙚𝙙𝙪𝙯𝙞𝙚𝙧𝙩 𝙪𝙣𝙙 𝙨𝙚𝙝𝙧 𝙜𝙚𝙯𝙞𝙚𝙡𝙩 – und genau das hat mich irgendwie noch mehr begeistert. Jedes Wort wirkt mit Bedacht gewählt. Ich habe die 𝙂𝙚𝙨𝙘𝙝𝙞𝙘𝙝𝙩𝙚-𝙞𝙣-𝙙𝙚𝙧-𝙂𝙚𝙨𝙘𝙝𝙞𝙘𝙝𝙩𝙚-𝙎𝙩𝙧𝙪𝙠𝙩𝙪𝙧 geliebt. 𝙒𝙤𝙧𝙪𝙢 𝙜𝙚𝙝𝙩 𝙚𝙨? Chih, ein*e umherziehende Kleriker*in, reist durchs Land, sammelt Geschichten und bewahrt alte Volksmärchen und Legenden. Und dann ist da Kaninchen, die vom Leben der ehemaligen Kaiserin In-yo erzählt – nicht nur durch große Schlachten, sondern durch kleine, intime Details: Gegenstände, Erinnerungen, Momente, die ein Imperium geprägt haben. Absolut fesselnd. Es ist eine leise Fantasygeschichte, und doch ist so viel in diese kurze Novelle verwoben: Politik, Widerstandskraft, Erinnerung, Macht. Alles in sanften, ruhigen Schichten erzählt. „𝘐𝘩𝘳 𝘸𝘦𝘳𝘥𝘦𝘵 𝘦𝘶𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘦 𝘢𝘯 𝘥𝘪𝘦 𝘨𝘳𝘰ß𝘦𝘯 𝘋𝘪𝘯𝘨𝘦 𝘦𝘳𝘪𝘯𝘯𝘦𝘳𝘯, 𝘸𝘦𝘯𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘦𝘶𝘤𝘩 𝘯𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘮𝘪𝘵 𝘥𝘦𝘯 𝘬𝘭𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘣𝘦𝘴𝘤𝘩ä𝘧𝘵𝘪𝘨𝘵.“ Dieser Satz trifft das Herz des Buches perfekt. Kurz, aber voller Inhalt – ein Beweis dafür, dass es keine hunderten Seiten braucht, um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. 𝙀𝙞𝙣𝙚 𝙖𝙨𝙞𝙖𝙩𝙞𝙨𝙘𝙝 𝙞𝙣𝙨𝙥𝙞𝙧𝙞𝙚𝙧𝙩𝙚 𝙢𝙖𝙜𝙞𝙨𝙘𝙝𝙚 𝙒𝙚𝙡𝙩, 𝙖𝙩𝙚𝙢𝙗𝙚𝙧𝙖𝙪𝙗𝙚𝙣𝙙𝙚 𝙎𝙥𝙧𝙖𝙘𝙝𝙚, 𝙚𝙞𝙣 𝙬𝙪𝙣𝙙𝙚𝙧𝙨𝙘𝙝ö𝙣 𝙧𝙪𝙣𝙙𝙚𝙨 𝙀𝙣𝙙𝙚. Und das Cover? Einfach traumhaft. 🖤 Ein leises, kraftvolles Juwel von einer Novelle.
Eine leise Fantasy-Geschichte mit Nachhall
Dieses kurze Buch ist wirklich anders. Und selbst jetzt, wo ich noch einmal darüber nachdenke, merke ich, dass die Geschichte gar nicht so leicht zu greifen ist. Wir begleiten Chih bei ihrem Besuch bei „Kaninchen“, einer älteren Frau und ehemaligen Dienerin von In-yo, die Chih die Geschichte der Ehefrau des Herrschers erzählt. Dabei wird Chih von dem Wiedehopf „Nahezu Brilliant“ begleitet. Nach und nach erfahren wir mehr über die historischen Hintergründe. Die Figuren und das Setting hatten für mich eine Mischung aus Studio Ghibli-Vibes und imperialem China. Die Erzählweise ist sanft und ein wenig melancholisch, so wie man es aus asiatischer Literatur kennt. Man wird beim Lesen richtig in diese märchenhaft anmutende Welt eingesogen. Besonders mochte ich die leise Form von Macht, die In-yo besaß. Sie war die Ehefrau des Herrschers, wurde politisch verheiratet, erfüllte ihre Pflicht und wurde später trotzdem ins Exil geschickt. Und doch war sie nicht komplett machtlos. Trotz allem suchte sie nach ihrem eigenen Glück und fand Trost und Freundschaft bei ihren Dienerinnen. Nicht jede ihrer Entscheidungen war gut, aber sie waren oft notwendig, um zu überleben. Es gab ein paar sehr grausame und traurige Momente, doch sie wurden nicht dramatisch ausgeschmückt, sondern ruhig erzählt. Vieles blieb unausgesprochen, sodass man zwischen den Zeilen lesen musste. Trotzdem bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob meine aktuelle Bewertung so bleibt. Ich brauchte etwas, um in die Geschichte hineinzufinden, aber insgesamt habe ich es wirklich gerne gelesen. Beim Zuklappen fehlte mir jedoch dieses Wow -Gefühl. Ich glaube aber, dass vor allem die Emotionen, die ich beim Lesen gefühlt habe, noch länger bei mir bleiben werden. Kurz gesagt: Die Geschichte ist ruhig und ungewöhnlich und hat Spuren hinterlassen. Ich denke, dass das Buch für mich ein Reread Kandidat werden könnte. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

Dieses Cover! Da kam ich einfach nicht dran vorbei, und auch der Klappentext sprach mich direkt an. Überrascht hat mich allerdings, wie dünn das Buch ist – 160 Seiten sind wirklich übersichtlich. Trotzdem steckt unglaublich viel Inhalt darin. Ich habe zwar einen Moment gebraucht, um mich in Geschichte, Welt und Charaktere(-namen) zu orientieren, denn man wird direkt in die Story hineingeworfen und muss erst einmal realisieren, wo man sich mit wem befindet. Hat man sich jedoch eingefunden, entfaltet sich eine magische Welt voller Kraft, versteckter Botschaften und einer Tiefe, die noch lange nachwirkt. Die Geschichte ist mystisch und verschlungen erzählt und stellt dabei starke Frauen in den Mittelpunkt. Die Charaktere wirken geheimnisvoll, abwechslungsreich und vor allem interessant. Mit wenigen Worten werden spannende Figuren skizziert, die dennoch viel Raum einnehmen und ein starkes Bild entstehen lassen. Mich hat das Buch absolut begeistert, und ich hätte Chih am liebsten sofort weiter auf ihrer Reise begleitet. Dieses kurze Abenteuer ist zwar in sich abgeschlossen, macht aber gleichzeitig neugierig darauf, was auf der Reise noch alles passieren könnte. Eine klare Empfehlung von mir – 160 Seiten passen perfekt für zwischendurch, und ich habe das Buch quasi inhaliert.











