
Leider nach 73% abgebrochen…
Diese Besprechung fällt mir ganz und garnicht leicht, aber der Jasminthron und ich wollten leider nicht so recht zueinanderfinden. Das Buch liegt schon ein paar Monate hier und ich bekam stets mehr den „Druck“, es endlich lesen „zu müssen“ (da es eben auch ein Rezensionsexemplar ist). Das ist wahrscheinlich schon mal generell ein schlechter Start und keine gute Voraussetzung gewesen. Trotzdem lese ich nun schon Wochen an dem Buch und finde keinen rechten Zugang und fesseln mich die Geschichte und die Charaktere einfach nicht. Fantasy-Bücher dürfen langsam starten und langsam erzählt sein, so auch dieses hier. Trotzdem muss natürlich der Punkt kommen, wo einen der Plot und die Charaktere catchen; und dies ist nun leider nach 3/4 des Buchs immernoch nicht eingetreten und es zieht sich für mein Empfinden sehr… Eine Fantasy-Welt in einem indisch inspirierten Setting bekommt man nicht alle Tage und das weiß ich an dieser Geschichte auch sehr zu schätzen. Vielleicht habe ich auch schon zu viele Fantasy-Bücher gelesen, wo es eben wieder um einen ungerechten Herrscher geht, der gestürzt werden will, Rebellen, die sich zusammentun, ein unterdrücktes Volk, das für Gerechtigkeit kämpft… Mir ist absolut klar, dass das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden kann und das muss es ja auch garnicht; nichtsdestotrotz muss es das gewisse Etwas geben. Ich möchte betonen, dass dies keinesfalls ein schlechtes Buch ist, sondern es aktuell einfach nicht zu mir und meiner Lesestimmung passt. Da das Buch als Romantasy beworben wird, möchte ich an dieser Stelle aber grade für meine High-Fantasy-Lesefreunde hervorheben, dass ich dies (nach gelesenen 73%) nicht so unterschreiben würde. Es bahnt sich eine sapphische Romanze an, die bisher aber nicht im Vordergrund stand, und sich lediglich in einer gewissen Anziehungskraft äußert. Die Geschichte ist als politische High-Fantasy einzuordnen und möchte ich als solche auch wärmstens für interessierte Lesende empfehlen. Man sollte sich darauf einstellen, dass es langsam erzählt ist, es viele Perspektiven gibt, und sich der Weltenbau und die Magie erst langsam entfalten und man hier durchaus Geduld mitbringen muss.






