
Ich bin völlig ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen. Vielleicht war genau das der Grund, warum mich die Enttäuschung am Ende umso härter getroffen hat. Das Setting klang im Vorfeld wirklich vielversprechend: Magie, verborgen in unserer realen Welt – geheimnisvoll, gefährlich, spannend. Genau nach meinem Geschmack. Und genau deshalb hatte ich gehofft, dass mich diese Geschichte in ihren Bann ziehen würde. Leider ist das nicht passiert. Trotz der beachtlichen Länge des Buches hatte ich über weite Strecken das Gefühl, dass nichts wirklich vorangeht. Die Handlung zog sich unendlich, viele Seiten fühlten sich leer an, ohne Spannung, ohne echtes Vorankommen. Immer wieder wartete ich auf diesen einen Moment, der mich endlich packt – aber er kam einfach nicht. Besonders schade fand ich, dass ich zu keinem der Charaktere eine echte Verbindung aufbauen konnte. Sie blieben für mich distanziert, blass und emotional unerreichbar. Es fehlte an Tiefe, an inneren Konflikten, an Momenten, in denen ich hätte mitfühlen können. Ohne diese Bindung fiel es mir immer schwerer, überhaupt noch Interesse an ihrem Schicksal zu haben. Es gab insgesamt keinen Punkt, der mich wirklich berührt, mitgerissen oder begeistert hätte. Kein Abschnitt, bei dem ich dachte: „Jetzt geht’s endlich richtig los.“ Stattdessen dominierte bei mir zunehmend Frust und das Gefühl, mich durch die Seiten zu kämpfen. Das Ende war dann leider der Tiefpunkt für mich. Die überzogene, teils völlig unpassende Kommunikation zwischen den Figuren hat mich nur noch genervt. Das Finale zog sich so sehr in die Länge, dass ich mich ehrlich zwingen musste, die letzten Seiten überhaupt noch zu lesen. Das, was eigentlich spannend und emotional hätte sein sollen, war für mich einfach nur anstrengend. Am Ende blieb bei mir vor allem Enttäuschung zurück. Dieses Buch konnte mich weder emotional noch inhaltlich abholen. Für mich war es leider nichts – und die Reihe werde ich ganz sicher nicht weiterverfolgen.


























































