Düster und märchenhaft
Bock auf eine düstere und märchenhafte Geschichte voller Intrigen? Zwischen Prophezeiungen, politischen Machtspielchen und manipulativem Chaos entfaltet sich eine Atmosphäre, die einen komplett verschlingt. Der Schreibstil ist poetisch und gleichzeitig so fesselnd, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann – meine Augen konnten sich nicht schnell genug bewegen, so sehr wollte ich wissen, wir es weitergeht. Die Protagonistin, eine Seherin, die alles andere als die typische „perfekte Heldin“ ist, fand ich mal erfrischend anders. Sie ist egoistisch, manipulativ, macht Fehler und tut nur das, was ihr in den Kram passt. Und ja, ich gebe zu, zwischendurch ist es auch etwas kindisch. Mit dem Prinzen werden sich die köstlichsten Streitereien geliefert, bisschen anstrengend, aber auch sehr unterhaltsam. Wer bissige Dialoge und Sarkasmus liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen. Die Geschichte fühlt sich an wie eine düstere Mischung aus Tinker Bell, Cinderella, Beauty and the Beast und Sleeping Beauty – märchenhaft, aber gleichzeitig bitter und grausam. Allerdings gab es für mich auch Schwächen. Teilweise war es unnötig hasserfüllt und nicht immer wirklich nachvollziehbar. Die Nebencharaktere waren für mich auch etwas zu flach gehalten, da hätte man so viel rausholen können. Ab einem bestimmten Ereignis nimmt die Story plötzlich eine Richtung, die für mich leider viel von dem verloren hat, was die Geschichte anfangs so stark gemacht hat. Danach ging alles sehr schnell bergab und auch das Ende kam extrem abrupt. Fand ich super schade, weil das Buch zuvor unglaublich viel Potenzial hatte und mich komplett abgeholt hat. Ich finde, man hätte hieraus entweder ein dickeres Buch oder eine Dilogie draus machen sollen. So hat es leider gewirkt, als müsste die Story einfach schnell ein Ende finden. Trotzdem hatte ich aber eine sehr unterhaltsame Zeit mit dem Buch.






















































