Tödliche AIDA war mein erster Kreuzfahrt Krimi, aber ich denke ich werde noch weitere lesen. Ich hab leider etwas länger gebraucht um in die Geschichte zu kommen. Am Anfang war mir das etwas zu viel und wirr. Wir wechselten von der Gegenwart in die Vergangenheit, die Zeit um das Ende des zweiten Weltkriegs. Die Verknüpfung dazu wird später erstellt und ist auch super spannend. Die Story wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die Protagonistin ist Frieda Olsen. Mit ihr musste ich auch erst warm werden. Frieda ist eine taffe und intelligente, ältere Dame. Leider blieb sie für mich etwas fern. Der Fall und die Ereignisse waren super spannend und sehr gut verstrickt. Die unterschiedlichen Charakteren auf der Kreuzfahrt sind authentisch dargestellt und jeder ist für sich eine interessante Person. Eine interessante Kreuzfahrt, die Vergangenheit, Mut und Mord zum Vorschein bringt.
Sehr verwirrend Waren die anderen Fälle um Frieda Olsen klar strukturiert und wirklich spannend, wirkt dieser hier sehr durcheinander und banal. Nicht dass ich die Täter vor der Aufklärung erraten hätte, aber irgendwie hat es mich hier nicht wirklich gepackt. Die verschiedenen Charaktere haben diesmal kaum Spaß gemacht und die Mörderjagd war auch eher fahl. Zu alldem kam auch noch ein neuer Hörbuchsprecher, der keine einzige Emotion richtig rüberbringen konnte und das war für mich der totale Abturner. Bitte holt den anderen zurück.
Beim Boarden der AIDAaura fühlt sich Frieda beobachtet und direkt in der ersten Nacht scheint ein Mord zu geschehen. Dann wird auch noch eine blutige Leiche im Theater gefunden. Was passiert an Bord des Schiffes? . Genau wie auch in den Bänden zuvor ist Frieda einfach super sympathisch und trotz ihres Alters eine wirklich coole und vor allem aktive Protagonistin. Besonders schön eingebaut ist ihre Charakterentwicklung in Folge der bereits erlebten Abenteuer. Man merkt deutlich, dass das Geschehene sie mitnimmt. Ebenso sind die Reaktionen des Bordpersonals gut an die Situation angepasst und den Ruf, der Frieda umgibt. Auch die neuen Nebencharaktere sind größtenteils sehr sympathisch. Der Kriminalfall ist sehr spannend aufgebaut und es gibt dieses Mal noch mehr Wendungen, die wirklich überhaupt nicht vorhersehbar sind. Bis zum Ende tappt man im Dunkeln und Frieda schafft es erneut zu verblüffen, wie absolut mühelos sie die verworrenen Zusammenhänge aufklärt. Das Buch ist wieder sehr angenehm zu lesen. . Schöner Krimi

Verwirrspiel auf hoher See
Den Jahreswechsel habe ich auf Kreuzfahrt verbracht. Also, rein lesetechnisch. Die Buchempfehlung zu Krinke Rehbergs 3. Teil der der AIDA-Reihe kam mir stimmungsmäßig gerade recht. Ich habe mir davon ein bisschen lockere Krimi-Unterhaltung zur Zerstreuung versprochen. Das habe ich auch bekommen. Und da ich gar nicht viel erwartet hatte, kann ich sogar sagen, dass der Krimi mir besser gefallen hat als gedacht. Frieda Olsen, die Miss Marple der Meere, ermittelt. Klar, dass ich als Agatha Christie-Fan bei dieser Bewerbung auf das Buch angesprungen bin. Die rüstige Seniorin hatte es bereits auf zwei AIDA-Schiffen mit Morden zu tun. Entsprechend skeptisch wird sie von der Crew beäugt, als sie diesmal an Bord der AIDAaura geht. Und tatsächlich gibt es auch hier bald eine Leiche… Der Krimi liefert eine richtig schöne Scharade. Das Rätselspiel ist in der Tat nach bestem Agatha Christie-Muster inszeniert. Protagonistin Frieda beobachtet ihre Mit-Passagiere an Bord. Einige rücken dabei durch seltsames Verhalten direkt besonders in den Fokus. Sofort hatte ich das Gefühl, dass jede Kleinigkeit eine Rolle spielen könnte. Der Krimi lädt förmlich zum Mitraten an. An der Seite von Frieda bin ich Spuren gefolgt. Auch falsche Fährten waren dabei. Der Krimi ist sehr klassisch geplottet. Die Auflösung hat mich auch an alte Meisterwerke des Genres erinnert. Aber sowas geht immer noch. Fazit: Das war eine positive Krimi-Überraschung gleich zu Jahresbeginn. Klassischer Rate-Spaß mit Kreuzfahrt-Ambiente und Urlaubsimpressionen. Das hat mir gut gefallen und war auch ohne nennenswerte Besonderheiten einfach mal richtig schön zu lesen. Hier kann man unkompliziert je nach Lust und Laune einschiffen, weil die einzelnen Bände der Reihe unabhängig voneinander sind.



