Der Einstieg in den Krimi ist ziemlich süss und humorvoll. Aus der Sicht von Herrn Mistelzweig, erleben wir wie liebevolle Senioren zum Überleben bereit sind vieles zu tun. Mit dem Auftrag Emilie zu finden, stürzt er sich in ein Abenteuer voller Vertuschungen, Drohungen und nicht zu vergessen, Cafes. Ich mochte vor allem die Protagonisten, einmal eine Sicht von älteren Leuten. Sunils Schreibstil war angenehm und bildhaft, für mich jedoch manchmal etwas zu ausgedehnt. Der Humor machte die Geschichte etwas lockerer und spannend. Vor allem im mittleren Teil werden diverse Themen eingebunden, die Probleme der Schweizer wiederspiegelten. Was haben Senioren bloss alles zu meckern, oder? Der Fokus lag aber immernoch auf den Ermittlungen. Der Krimi Aspekt konnte mich jedoch nicht ganz abholen, war aber nicht schlecht! Insgesamt ist es eine entspannte Lektüre, ohne blutige Krimi-Szenen, dafür mit viel Witz, Realität und Zürcher Vibes.

Witziger Silver Crime 🩶
Rezensionsexemplar Natürlich musste dieser Cozy Silver Crime bei mir einziehen und natürlich musste ich ihn auch sofort verschlingen. Denn das ist etwas, was ich sehr liebe und mich unheimlich unterhält. Von daher kein Wunder, dass ich durch die Seiten geflogen bin 😁 Wir begleiten Alois Mistelzweig und Berta Bartok, die eher unfreiwillige Mitbewohner sind aber ein dunkles Geheimnis bindet sie aneinander und so sind sie gezwungen in einer ziemlich heruntergekommen Villa auszuharren und sich mehr schlecht als recht miteinander zu arrangieren. Das ist schon funny 🙈 Die Beiden sind zwei kleine Trickbetrüger, denn sie brauchend dringend Geld, damit Ihnen das haus nicht völlig unter dem Allerwertesten zusammenfällt. Leider werden sie erwischt und werden erpresst, dass sie in einem mysteriösen Vermisstenfall ermitteln 🙏🏻 Dieser erweist sich aber viel komplexer als gedacht und sie stoßen noch auf weitere Verbrechen, die verübt wurden? So sind sie da nur reingeraten? Das Ende kam ziemlich abrupt und man wurde mit soooo viel offenen Fragen und irgendwie auch einem offen Fall zurück gelassen. Ich hoffe also sehr, dass es weiter geht. Würde die beiden skurrilen Alten sehr gerne weiter begleiten 🤍
Ein Birnbaum in einem Garten stand...
"Ziemlich beste Verbrecher" von Sunil Mann ist ein skurriler und witziger Krimi, der aber auch Tiefgang zu bieten hat! Als Alois Mistelzweig und Bertha Bartok, die sich in einer prekären finanziellen Situation befinden, beim Diebstahl erwischt werden, schließen sie mit der Bestohlenen einen Deal: Sie zeigt sie nicht bei der Polizei an, dafür müssen sie aber ihre verschwundene Freundin finden. Die beiden beginnen also mit ihren Ermittlungen und geraten in ein Netz aus Lügen, Machenschaften und sogar Mord. Zusätzlich haben die beiden ein weiteres Problem unter dem Birnbaum in ihrem Garten.... Alois, der gescheiterte Pianist, und Bertha, eine begnadete pensionierte Köchin, waren mir auf Anhieb sympathisch. Die Dialoge zwischen den beiden sind zum Teil wirklich komisch. Obwohl sie sich nicht ausstehen können, ermitteln sie gemeinsam und streiten. Es hat Spaß gemacht, die beiden Rentner bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Sie haben körperliche Beschwerden, die sie aber nicht hindern, sondern anspornen, ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Es gibt Spannung und Gesellschaftskritik und natürlich auch sehr unsympathische Charaktere. Der Schreibstil ist leicht lesbar und es ist durchaus möglich, den Krimi zwischendurch wegzulegen, ohne den Faden zu verlieren. Die Handlung fügt sich am Ende logisch zusammen. Es gibt einen Cliffhanger, der auf eine Fortsetzung um Alois und Bertha hoffen lässt. Das auf den ersten Blick friedliche Cover zeigt beim näheren Hinsehen zwei Gestalten, die ein Loch graben, nämlich Alois und Bertha. Witzig! Wer Seniorenkrimis mag, wird auch diesen Roman mögen. Skurril, unblutig und leicht lesbar. Daher bekommt er von mir 4 Sterne!


