Faszinierende Frau, die sich durchsetzt im Leben und im Krieg, harte Aufgaben für Nancy Wake .Beindruckend geschrieben
Eine ungewöhnliche Geschichte und ein Aspekt des Widerstands in Frankreich während des 2. WK den ich so noch nicht gekannt habe. Toller historischer Roman.

Ein Buch, das mich gleichzeitig beeindruckt und überfordert hat, und deshalb auch unglaublich schwer zu bewerten ist.
Auf der einen Seite ist der Schreibstil sehr zugänglich, die Geschichte spannend erzählt und mit einigen wirklich gelungenen Plot Twists versehen. Die zwei Zeitebenen sind ein effektiver Kunstgriff, um Spannung und Vorahnung aufzubauen, und funktionieren über weite Strecken sehr gut. Besonders die Liebesgeschichte zwischen Nancy und ihrem Ehemann fand ich berührend und unterhaltsam, zumindest zu Beginn. Auf der anderen Seite stehen jedoch die extrem expliziten und verstörenden Darstellungen von Gewalt und Kriegsgräueltaten. Ich bin normalerweise nicht besonders empfindlich bei solchen Themen, aber hier war es mir deutlich zu viel. Einige Szenen waren so schonungslos beschrieben, dass sie mir noch lange nach dem Lesen nachgingen und mir sogar den Schlaf geraubt haben. Für mich überschreitet das Buch hier eine Grenze, weshalb ich es nur eingeschränkt weiterempfehlen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass das Buch stark zwischen sehr düsteren und überraschend heiteren Passagen wechselt, besonders in der ersten Hälfte. Diese Kontraste haben für mich nicht gut funktioniert. Nach den schweren, belastenden Szenen fiel es mir oft schwer, mich direkt wieder auf leichtere Momente einzulassen. Erst ab etwa der Mitte wird das Buch in allen Zeitebenen konsequent düsterer, wodurch dieser Bruch weniger stark ins Gewicht fällt. Auch inhaltlich hatte ich kleinere Kritikpunkte. Einige Details wirkten auf mich zunächst unglaubwürdig, etwa bestimmte Darstellungen rund um Luxus oder äußere Erscheinung im Kriegskontext. Zwar werden einige dieser Aspekte im Verlauf plausibler, ganz überzeugt hat es mich aber nicht. Zudem empfand ich den Umgang mit Alkohol teilweise als zu unkritisch oder sogar verherrlichend. Gegen Ende hatte ich zudem das Gefühl, dass die Struktur mit den zwei Zeitebenen nicht mehr ganz so gut aufgeht wie zuvor. Das Finale wirkte dadurch etwas abrupt und weniger rund, als ich es mir gewünscht hätte. Mein Fazit: Codename Hélène ist ein spannender, gut geschriebener historischer Roman mit starken Momenten und interessanten erzählerischen Ansätzen. Gleichzeitig ist er durch seine expliziten Gewaltdarstellungen und einige erzählerische Schwächen für mich kein uneingeschränkt empfehlenswertes Buch. 📖 Zitat: „Es bedeutet, ma chère, dass wir uns eines Tages an unsere Freunde erinnern und die Toten zählen werden.“
Interessante Geschichte
Ich habe nie von der Protagonistin gehört, aber ihre Geachichte5und ihr Engagement sind so wichtig und so interessant. Die Schriftstellerin schafft es einen in eine andere Welt abtauchen zu lassen. Ganz tolles Buch
Eine wirkliche Heldin des Zweiten Weltkriegs
Frauen in Weltkriegssituationen haben zugleich, was bewundernswertes wie auch verklärt anziehendes an sich. Marlene Dietrich und Lee Miller fallen mir da sofort ein. Von Nancy Wake hatte ich bis dato noch nichts gehört. Dabei war die Neuseeländerin eine der meist gesuchten Personen der Gestapo. Ein roter Lippenstift war ihr besonderes Markenzeichen. Doch ihre Waffen waren tödlicher. Sie führte Tausende von „Maquisards“ (französische Widerstandskämpfer) an. Bevor es soweit kam, arbeitete sie als Journalistin, sollte Adolf Hitler interviewen und beobachtete die Gräueltaten der Nazis direkt vor Ort in Wien. Das hat Spuren bei ihr hinterlassen. Sie arbeitete sich militärisch durch mehrere Ebenen. Dabei wechselte sie ihren Namen, was mich ein manches Mal verwirrte. Sie schmuggelte als Lucienne, spionierte als Hélène, und führte die Résistance mit an, diesmal als Madame Andrée. Und dann war sie auch einfach nur geliebte Ehefrau von Henri Fiocca, einem französischen industriellen der seine „Noncee“ über alles liebte. Fast 10 Jahre begleiten wir Nancy auf ihrer Laufbahn. Dabei wird deutlich, dass sie kämpfen will, dass sie einen inneren Motor hat, der für Gerechtigkeit und bessere Bedingungen für alle Menschen einsteht und der Hass auf die Nazis tut sein übriges. Ihr Mann lässt seine Frau mehrfach gehen. Ungewöhnlich, kennt man es doch eigentlich meist andersrum. Beide leiden, sie finden fast immer wieder zueinander. Im Roman stellt die Autorin Nancy einen Trupp Männern zur Seite, die es größtenteils wirklich gegeben hat. Ariel Lawhon erläutert dies ausgiebig in ihrem Nachwort. Die Widersachererin gab es nicht, übernimmt aber in diesem Buch einen nicht zu unterschätzenden Part. Wechselnde Schauplätze, unterschiedliche Zeitlinien und sich ständig ändernde Decknamen haben mir das Lesen nicht leicht gemacht. Nancy ist mir zwar immer mehr ans Herz gewachsen und auch ihr Mann Henri kam mir sehr nah, doch entglitt sie mir immer wieder, weil ich ständig damit beschäftigt war, zu überlegen, wer sie jetzt gerade wo ist. Hier hätte ich einen chronologischen Ablauf besser gefunden, gerade weil wir diese große Vielfalt an unterschiedlichen Orten, Strängen und Bezeichnungen haben. Am Anfang war das sehr verwirrend, als ich dann endlich heraus hatte, das Nancys Laufbahn von unterschiedlichen Funktionen begleitet wurde, ging es etwas besser. Die verschiedenen Zeiteben haben mich trotzdem gestört. Der Ton ist wie immer süffig, doch gab es mir die ein oder andere Wiederholung zu viel, z.B. das Betonen des roten Lippenstifts und der Wunsch nach luxuriösen Kosmetikartikeln und einem gepflegten Aussehen kam ein ums andere Mal zu oft vor. Die Protagonistin hat es ja wirklich gegeben, aber dass Äußerlichkeiten sehr oft in den Mittelpunkt gerückt wurden, machte sie dann etwas unglaubwürdiger. Noch schwieriger fand ich die Beschreibung der Person Marceline. Ich denke, dass die Autorin ihre Verletzlichkeit darstellen wollte, aber ich sah nur eine hysterische Person die das sehr plakativ äußerte. Lawhon war es sehr wichtig einzelne politische Aktionenen der Protagonistin detailgetreu wiederzugeben, das wirkte manchmal wie ein Geschichtsbuch. Auch weniger Liebe zum historischen Detail hätte uns die Aufträge von Nancy näher gebracht. Jeden Ortsnamen hätte es dafür nicht gebraucht. So aber zog sich das Buch manchmal in die Länge. Hinzukam, dass die spannenden Szenen schnell im Sande verliefen-das heldenhafte an Nancy Handeln hätte man noch viel besser hervorheben können. Nur das letzte Viertel war sehr kurzweilig zu lesen. Hier fühlte ich, dass es vorangeht. Bis dahin hing ich das ein oder andere Mal in einer Zeitschleife fest, die mir suggerierte, dass die einzelnen Zeitstränge nicht besonders trennscharf in der Handlung sind. Nur die Perspektiven von Henri waren immer leicht zu lesen. Nancy Wake war eine bewundernswerte Frau, die 2011 verstarb. Ariel Lawhon hat ihr mit diesem Buch ein Denkmal gesetzt und sich künstlerische Freiheiten heraus genommen, die man gut akzeptieren kann. Insgesamt war das Buch für mich mit viel zu viel Füllwatte versehen. Hätte die Autorin sich auf das Wesentliche konzentriert wäre sie mit 300 Seiten weniger klargekommen und wir hätten trotzdem eine interessante und mitreißende Geschichte über eine große Heldin gelesen. Wenn ihr ihr also dicke Schmöker mögt und bereit sein, die unterschiedlichen Identitäten zu sortieren, euch die Bedeutung Frankreichs und die der Resistance während des Zweiten Weltkriegs interessiert, dann empfehle ich euch dieses Buch sehr.
Codename Helene ist ein packender, gut recherchierter biografischer Roman über die Widerstandskämpferin Nancy Wake.Nancy Wake wird als furchtlose, schlagfertige und höchst kompetente Anführerin dargestellt.Die Erzählweise auf vier Zeitebenen (beginnend mit ihrer Zeit als Journalistin bis hin zur Führung von 7.000 Maquisards) baut kontinuierlich Spannung auf. Lawhon fängt die Gefahr und den Mut des französischen Widerstands lebendig ein, ohne die Brutalität des Krieges zu beschönigen.Absolut lesenswert für Fans von historischer Fiktion, die starke Frauenfiguren und wahre Heldengeschichten suchen. Es ist die perfekte Mischung aus Action, Spionage und Emotion.Großartiges Buch.

EMPFEHLUNG Codename Hélène von Ariel Lawhon, übersetzt von Henriette Ahrent Dieser Roman war für mich persönlich ein echtes Highlight, ich liebe die Bücher von Ariel Lawhon. Nancy Wake ist Frau, Ehefrau, Spionin und Schmugglerin. Die Geschichte spielt in Frankreich und hat zwei Erzählstränge. Die Geschichte spielt während des 2. Weltkriegs, ein Erzählstrang handelt von Nancy und ihrem (zukünftigen) Mann Henri und ein Erzählstrang handelt von Nancy als tragende Persönlichkeit des Widerstands im Krieg gegen Deutschland. Das Buch ist mega spannend und super intensiv aber auch düster und brutal aufgrund der damaligen Zeit. Ich bin außerdem begeistert, dass die Autorin sich auch bei diesem Buch von einer Person des realen Lebens inspirieren hat lassen, denn Nancy Wake gab es wirklich. Ein faszinierender Roman und ich kann wirklich nicht in Worte fassen, wie sehr mich dieses Buch begeistert hat. Eine Geschichte, die noch lange nachhallt und einen nachdenklich zurücklässt. Für mich definitiv bereits ein Anwärter für mein persönliches Jahreshighlight 2026 und eine ganz große Leseempfehlung!

Meinung: Nachdem mich „Der gefrorene Fluss“ vollkommen begeistert hatte, war für mich schnell klar, dass ich unbedingt noch mehr von dieser Autorin lesen möchte. Das Cover ist ein echter Blickfang, und ich gebe zu: Eigentlich wollte ich nur kurz hineinlesen doch daraus wurde sehr schnell eine lange Lesenacht. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Gleich zu Beginn zieht einen der Roman mit dem Satz „Ich bin unter vielen Namen bekannt.“ in seinen Bann. Im Mittelpunkt steht die reale Persönlichkeit Nancy Wake, eine Frau, die während des Zweiten Weltkriegs zu einer der wichtigsten Figuren des französischen Widerstands wurde. Zunächst lernen wir sie als junge Journalistin in Paris kennen, doch mit den politischen Umbrüchen in Europa verändert sich ihr Leben grundlegend. Nancy entscheidet sich, nicht länger wegzusehen und beginnt, aktiv Widerstand zu leisten. Besonders beeindruckt hat mich ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte. Schritt für Schritt wird aus einer Beobachterin eine mutige Kämpferin. Sie hilft Verfolgten bei der Flucht, schmuggelt Nachrichten über Grenzen und riskiert dabei immer wieder ihr eigenes Leben. Nicht umsonst nennt die Gestapo sie „die Weiße Maus“, weil sie ihnen immer wieder entkommt. Nancy ist eine faszinierende Protagonistin mutig, klug und schlagfertig, aber auch mit einem trockenen Humor, der sie unglaublich lebendig macht. Sehr berührt hat mich auch die Liebesgeschichte zwischen Nancy und dem französischen Industriellen Henri Fiocca. Ihre Beziehung wirkt ruhig und tief und ist geprägt von Vertrauen und gegenseitigem Respekt. ⬇️weiter in den Kommentaren⬇️ #bookstagramgermany #buchblogger #ichliebebücher #lesenmachtglücklich #bücherliebe #bookstagramdeutschland #bücherhamstern #lesenlesenlesen #büchersüchtig #leselust #bücherwurm #instabooks Der Schreibstil ist lebendig, atmosphärisch und unglaublich fesselnd. Die Handlung springt zwischen verschiedenen Jahren von 1936 bis 1945 und führt uns an unterschiedliche Orte in Europa. Besonders beeindruckend fand ich die Verbindung aus historischer Realität und erzählerischer Spannung. Der Roman basiert auf wahren Ereignissen, und die intensive Recherche der Autorin ist deutlich spürbar. Ein packender und bewegender historischer Roman über Mut, Widerstand und eine außergewöhnliche Frau. Eine klare Leseempfehlung
Ich will mehr von Ariel Lawhon lesen 🤩
disclaimer: Mit meiner Rezension will ich keinesfalls das Leben von Nancy wake bewerten, sondern nur die Umsetzung im Buch! Mein zweites Buch der Autorin und wieder hats mich voll gefesselt! Es ist mein zweites Buch über Nancy Wake (hatte vergessen, dass ich schon eins gelesen hab, was nicht so für das andere Buch spricht) und die Frau muss einfach der Wahnsinn gewesen sein! Ich hab nebenbei immer wieder über sie nachgelesen und das Buch wirkt immens gut recherchiert (ich liebe Ariel Lawhons Nachworte!), ich hab mich mitten im Geschehen gefühlt, mitgefiebert, mitgelitten. Der letzte Hauch zum absoluten Highlight hat irgendwie noch gefehlt, aber definitiv eine große Empfehlung!

Grandios
•Buchrezi• 😳 Zum Inhalt: Nancy Wake ist eine unerschrockene Journalistin und beobachtet mit Schrecken, was Mitte der 1930er-Jahre in Deutschland geschieht. Doch Nancy, die in Frankreich lebt, genießt auch das französische Nachtleben. Stets an ihrer Seite sind ihr kleiner Hund und ihre beste Freundin. Bis sie eines Abends den gutaussehenden und berüchtigten Henri Fiocca kennenlernt. Aus zunächst zurückhaltenden Dates wird die große Liebe. Doch was viele kommen sehen, tritt ein: Der Krieg beginnt, und Nancy will nicht untätig zusehen. Die Gräueltaten der Nazis sind ihr nicht nur bekannt, sie hat sie auch selbst miterlebt. Nach einer Spionageausbildung wird sie zur Anführerin der französischen Widerstandsbewegung. Zwischen Fallschirmsprüngen, schlaflosen Nächten, verdeckten Missionen und ihrem berühmt-berüchtigten roten Lippenstift kämpft Nancy in einer männerdominierten Bewegung und erhält schnell den Namen „White Mouse“, weil sie es immer wieder schafft, unterzutauchen und dem Feind zu entkommen. Doch als sich der Krieg dem Ende nähert, stellt sich die Frage: Kann eine Frau unter Männern auf Dauer wirklich unsichtbar bleiben? Mein Fazit: Dieses Buch ist schonungslos, spannend, aufschlussreich und absolut grandios. Ich hatte zuvor noch nie von der berühmt-berüchtigten Nancy Wake gehört, einer Australierin, die bereit war, sich den Nazis entgegenzustellen. Zu einer Zeit, in der es für eine Frau äußerst ungewöhnlich war, einen solchen Weg einzuschlagen. Nancy war taff, selbstbewusst und konnte sich zwischen all den Männern behaupten, dabei trug sie stets ihr Herz auf der Zunge. Auch die Liebesgeschichte hat mich sehr berührt. Eine tiefe Liebe, so sehnsüchtig beschrieben, dass ich sie förmlich spüren konnte. Was Nancy erlebt und wessen Zeugin sie wird, ist stellenweise kaum auszuhalten, aber es ist Realität. Es ist geschehen, und wir dürfen die Augen nicht davor verschließen. Einziger Kritikpunkt sind die vielen Zeitsprünge. Sie sind zwar zu Beginn der Kapitel gekennzeichnet, haben mich aber mitunter etwas verwirrt. Das ändert jedoch nichts daran, dass dieses Buch volle 💄💄💄💄💄 absolut verdient hat!
Ariel Lawhorn schafft es wie keine andere Schriftstellerin, starke, mutige und emanzipierte Frauen zu zeigen und darzustellen. Diesmal geht es um eine Frau, die in der Résistance in Frankreich für die Freiheit gekämpft hat. Spannend, traurig, faszinierend und soooo gut. Lesehighlight!

Ein Jahreshighlight
✨️𝗪𝗮𝘀 𝗲𝗶𝗻 𝗠𝗲𝗶𝘀𝘁𝗲𝗿𝘄𝗲𝗿𝗸 ✨️ ᵁⁿᵇᵉᶻᵃʰˡᵗᵉ ᵂᵉʳᵇᵘⁿᵍ 𝘊𝘰𝘥𝘦𝘯𝘢𝘮𝘦 𝘏é𝘭è𝘯𝘦 – 𝘈𝘳𝘪𝘦𝘭 𝘓𝘢𝘸𝘩𝘰𝘯 @adrian_verlag Die letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs sterben aus – und umso wichtiger ist es, dass ihre Geschichten niemals in Vergessenheit geraten. Man möchte meinen, die Menschheit hätte daraus gelernt. Doch wenn man den Blick auf unsere Gegenwart richtet, fühlt es sich manchmal anders an. Schon seit 𝐃𝐞𝐫 𝐠𝐞𝐟𝐫𝐨𝐫𝐞𝐧𝐞 𝐅𝐥𝐮𝐬𝐬 bin ich absolut verliebt in Ariel Lawhons Schreibstil – diese Mischung aus Spannung, Tiefe und starken Frauenfiguren trifft mich jedes Mal mitten ins Herz.💘 Und auch hier hat sie es wieder geschafft. Wir begleiten eine außergewöhnliche Frau im Widerstand des 𝐙𝐰𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 𝐖𝐞𝐥𝐭𝐤𝐫𝐢𝐞𝐠𝐬 – mutig, klug, unbeugsam, herrlich anders. Eine Frau mit vielen Namen. Mit vielen Identitäten. Und nur einer Mission. Begleitet von Henri, einem loyalen Mann, der seiner Zeit weit voraus war.💚 Zu wissen, dass all das auf 𝐰𝐚𝐡𝐫𝐞𝐧 𝐁𝐞𝐠𝐞𝐛𝐞𝐧𝐡𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧 basiert? Macht jede einzelne Seite noch intensiver. Macht mich demütig. Die geschickt platzierten Zeitsprünge lassen einen atemlos zurück. Vergangenheit und Gegenwart greifen ineinander, bis sich alles mit voller Wucht zusammenfügt. Und in kleinen, scheinbar unscheinbaren Szenen schafft Lawhon es, mit wenigen Worten eine Atmosphäre zu erzeugen, die unter die Haut geht. Grandios. 💯 „𝘐𝘯 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘙ü𝘤𝘬𝘨𝘳𝘢𝘵 𝘪𝘴𝘵 𝘔𝘦𝘵𝘢𝘭𝘭 𝘶𝘯𝘥 𝘪𝘯 𝘮𝘦𝘪𝘯𝘦𝘳 𝘚𝘦𝘦𝘭𝘦 𝘴𝘪𝘯𝘥 𝘙𝘪𝘴𝘴𝘦. 𝘋𝘦𝘳 𝘒𝘳𝘪𝘦𝘨 𝘩𝘢𝘵 𝘮𝘪𝘤𝘩 𝘷𝘦𝘳ä𝘯𝘥𝘦𝘳𝘵.“ Nancy Grace Augusta Wake 𝗛𝗶𝘀𝘁𝗼𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵. 𝗕𝗲𝘄𝗲𝗴𝗲𝗻. 𝗔𝘁𝗲𝗺𝗿𝗮𝘂𝗯𝗲𝗻𝗱. Dieses Buch ist mehr als nur ein Roman – es ist Erinnerung. Es ist Mahnung. Es ist ein Denkmal für Mut. 𝗟𝗲𝘀𝘁 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵.🙏 Für mich ein absolutes Jahreshighlight. ✨📚 ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️++ 👉 Welche starken Frauen kennt ihr noch? #bookstagramgermany #histor #Lese_Nixe zweiterweltkrieg starkefrauen leseempfehlung jahreshighlight
Eine bemerkenswerte Frau. Ein sehr gut recherchiertes Buch
Durchwachsen
Wie viele Lesende war auch ich nach dem fantastischen Buch „Der gefrorene Fluss“ sehr neugierig auf das neue Buch von Ariel Lawhon. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich hier anmerke, dass die Autorin im Nachwort darauf hinweist, dass das Buch zwar auf einer realen Person beruht, es sich aber dennoch um einen fiktiven Roman handelt. Und genau da liegt mein Problem. Die Autorin hat an zahlreichen Stellen in der Geschichte brenzlige Situationen aufkommen lassen. Der Spannunsbogen wurde mMn gut aufgebaut - das war‘s dann aber auch! Die aufgebaute Spannung ist einfach wie eine Seifenblase zerplatzt. Wirklich jede spannende Situation wurde in wenigen Zeilen in Luft aufgelöst. Entweder war‘s der Lizzi-Arden-Lippenstift oder ein anderer Mann der Nancy/Hélène aus der Situation befreit hat. Ein weiteres Problem hatte ich mit den wirklich heftigen und explizit dargestellten Szenen von Gewalt und Folter. Das war mir einfach zu viel des Guten. Alles in allem: für mich leider eine Enttäuschung.

Mut, Widerstand und eine außergewöhnliche Frau
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Nancy Wake, einer Frau, die tatsächlich gelebt und im Zweiten Weltkrieg Widerstand geleistet hat. Die Autorin hat sich eng an ihrer Biografie orientiert und nur kleinere Details angepasst, um die Erzählung lebendiger und zugänglicher zu machen. Gerade dieser Bezug zu einer realen Persönlichkeit verleiht dem Roman eine besondere Tiefe und Bedeutung. Auch wenn das Buch für mich zwischendurch einige Längen hatte, blieb es dennoch spannend zu verfolgen, welchen Mut und welche Stärke Nancy Wake bewiesen hat. Die Vorstellung, dass eine Frau in dieser Zeit eine so aktive und kämpferische Rolle übernommen hat, hat mich sehr beeindruckt. Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut lesen, wodurch man gut durch die Geschichte geführt wird. Besonders hervorheben möchte ich auch die Danksagung am Ende des Buches. Sie gibt zusätzliche Einblicke in die Recherche und den historischen Hintergrund und ist absolut lesenswert. Insgesamt ein bewegender Roman, der einer außergewöhnlichen Frau gerecht wird und ihre Geschichte auf würdige Weise erzählt.

Das erste Highlight dieses Jahr 💄🫶🏼
Ariel Lawhon hat’s einfach drauf und sie hat mit „Codename Helene“ wieder ein Meisterwerk auf Papier gebracht. 🤩 Es ist ein eindrucksvoller, bewegender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Basierend auf der wahren Geschichte von Nancy Wake wird hier das Leben einer außergewöhnlichen Frau erzählt , welche im Zweiten Weltkrieg zu einer der mutigsten Widerstandskämpferinnen Frankreichs wurde. Ich habe sie einfach geliebt ( btw. ich liebe es sowieso, wenn eine starke Frauenfigur den Männern zeigt wo es langgeht 😄) Ich würde noch weitaus mehr über diese tolle Frau lesen. Ein absolutes Lesehighlight und eine klare Empfehlung für alle, die starke Frauen und gut recherchierte historische Romane lieben. 🥰
Interessant, aber lang
Das war eine interessante Geschichte. Leider empfand ich sie als langatmig, nicht fesselnd und ich kam nicht wirklich rein. Es packte mich einfach nicht. Das war leider nichts für mich.

Ariel Lawhon hat mal wieder einen mega Historischen Roman über eine starke Frau im Zweiten Weltkrieg geliefert - Lieben wir.
„Frauen führen anders Krieg als Männer. Selten haben wir den Luxus von Kugeln und Bomben. Unsere Waffen sind scheinbar harmlos. Seidenstrümpfe und roter Lippenstift. Lachen. List. Die Fähigkeit, in Fremdsprachen zu fluchen und Blickkontakt zu halten, ohne zu zittern. Die bei Weitem wirksamste aller Waffen ist der Charme. Meiner Auffassung nach jedenfalls.“ Bevor ich auf das Buch gestoßen bin habe ich noch nichts über Nancy Wake, um die es in diesem Roman hier geht, gehört. Ich finde es immer wieder erstaunlich wie die Autorin es schafft wahre Ereignisse und Persönlichkeiten mit Fiktion so zu verbinden, dass am Ende so ein lebendiger Roman entsteht. Der Schreibstil ist top, einfach Chefs Kiss. Man möchte einfach weiterlesen und kann das Buch oftmals kaum aus der Hand legen. Was mir richtig gut gefallen hat ist, dass es auch immer wieder Rückblicke gibt wodurch man eben mitbekommt wie Nancy Wake zu so einer wichtigen Rolle im Krieg für Frankreich kam. Dabei kommt auch die wahre Liebesgeschichte zwischen ihr und ihrem Mann Henri nicht zu kurz. Es war mir ein Vergnügen durch diesen Roman einiges über Nancy Wake und ihre Arbeit zu erfahren und habe jetzt Lust mehr über diese besondere, mutige und starke Frau zu lesen. Weshalb das Buch keine 5-Sterne von mir bekommt ist einfach, weil die Kapitel in ihrer Rolle als Spionin/Schmugglerin/Kämpferin doch irgendwann (obviously) recht gleich abliefen und mir da bisschen was fehlte, was mich emotional hätte packen können. Overall eine ganz klare Leseempfehlung von mir.

Wow, was für ein Buch......spannend, mitreißend, emotional......für mich ein absolutes Highlight

Dies ist die Geschichte von Nancy Wake alias Helène. Ariel Lawhon hat uns tief beeindruckend ein Portrait dieser Resistance Agentin niedergeschrieben. Aber es ist keine 100%ige Biografie oder ein Abriss, sondern Lawhon hat uns einen dramaturgisch feinen Roman geschenkt, darüber wie die Dinge waren und wie sie hätten sein können. Wahnsinnig gut fand ich die Wechsel der Zeitebenen. Wir sehen Nancy, eine australische Journalistin, vor und zu Beginn des 2. Weltkrieges und dann wechseln wir immer wieder zu Helène, der Widerstandskämpferin, zu der sie später geworden ist. Abwechselnd erleben wir so leichtere, kecke Abschnitte, die noch den Geschmack der goldenen 20er- und 30er Jahre in sich tragen und dann tauchen wir immer wieder ein in die verstörende brutale Realitäten einer Nazischreckensherrschaft. Nancy ist dabei eine beeindruckendende Hauptprotagonistin. Sie ist eigen, unkonventionell, selbstbewusst. Ihre Lippen sind knallrot, ihre Zunge ist scharf und ihr Herz ist mutig. Aber Herzen können gebrochen werden . Dies ist ein kluges Buch. Dies ist ein trauriges Buch. Dies ist ein lustiges Buch. Dies ist ein erschreckendes Buch. Dies ist ein Buch, das man so schnell nicht vergißt. "I 𝐚𝐦 𝐚 𝐝𝐞𝐯𝐨𝐭𝐞𝐝 𝐟𝐚𝐧 𝐨𝐟 𝐭𝐡𝐞 𝐦𝐚𝐥𝐞 𝐬𝐩𝐞𝐜𝐢𝐞𝐬. 𝐓𝐡𝐞𝐲 𝐚𝐫𝐞 𝐛𝐫𝐚𝐯𝐞, 𝐛𝐫𝐢𝐥𝐥𝐢𝐚𝐧𝐭, 𝐨𝐟𝐟𝐞𝐫 𝐞𝐧𝐝𝐥𝐞𝐬𝐬 𝐞𝐧𝐭𝐞𝐫𝐭𝐚𝐢𝐧𝐦𝐞𝐧𝐭, 𝐚𝐫𝐞 𝐠𝐨𝐨𝐝 𝐟𝐨𝐫 𝐦𝐨𝐯𝐢𝐧𝐠 𝐡𝐞𝐚𝐯𝐲 𝐨𝐛𝐣𝐞𝐜𝐭𝐬, 𝐚𝐧𝐝 𝐦𝐚𝐤𝐞 𝐭𝐡𝐞 𝐚𝐜𝐭 𝐨𝐟 𝐩𝐫𝐨𝐜𝐫𝐞𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧 𝐚 𝐠𝐫𝐞𝐚𝐭 𝐝𝐞𝐚𝐥 𝐦𝐨𝐫𝐞 𝐞𝐧𝐣𝐨𝐲𝐚𝐛𝐥𝐞. 𝐈’𝐝 𝐡𝐚𝐭𝐞 𝐭𝐨 𝐬𝐞𝐞 𝐚 𝐰𝐨𝐫𝐥𝐝 𝐢𝐧 𝐰𝐡𝐢𝐜𝐡 𝐭𝐡𝐞𝐲 𝐝𝐢𝐝 𝐧𝐨𝐭 𝐞𝐱𝐢𝐬𝐭. 𝐁𝐮𝐭 𝐬𝐨𝐦𝐞𝐭𝐢𝐦𝐞𝐬 𝐭𝐡𝐞𝐲 𝐜𝐚𝐧 𝐛𝐞 𝐬𝐩𝐞𝐜𝐭𝐚𝐜𝐮𝐥𝐚𝐫 𝐢𝐝𝐢𝐨𝐭𝐬."
Toll! Was für ein Buch über eine unfassbar starke Frau! Toller Schreibstil, atmosphärisch, dicht. Das Nachwort war auch sehr interessant zu lesen
Dieses Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und emotional völlig mitgenommen. Die Geschichte spielt in einer Zeit, die mich jedes Mal aufs Neue schockiert und gleichzeitig nicht loslässt. Die Jahre rund um den Zweiten Weltkrieg. Solche Bücher sind nicht nur spannend, sie sind notwendig. Sie erinnern uns daran, warum „Nie wieder“ keine leere Floskel sein darf. Wir begleiten eine junge Journalistin, die in den 1930er Jahren in Frankreich lebt und dort die politischen Umbrüche und den aufziehenden Terror hautnah miterlebt. Als der Krieg Europa überrollt, gerät auch ihr eigenes Leben aus den Fugen. Aus einer Beobachterin wird eine mutige Akteurin des Widerstands. Unter wechselnden Identitäten übernimmt sie gefährliche Aufgaben, hilft Verfolgten bei der Flucht, schleust Menschen über Grenzen und riskiert dabei täglich ihr Leben. Jede neue Rolle bringt neue Gefahren und fordert ihr immer mehr ab. Zwischen Angst, Verlust und Hoffnung entfaltet sich eine Geschichte über Mut, Loyalität, Liebe und die Kraft, selbst in den dunkelsten Zeiten Mensch zu bleiben. Die vielen Zeitsprünge und parallelen Handlungsstränge verlangen Aufmerksamkeit, aber genau das macht die Geschichte so lebendig und abwechslungsreich. Es ist fordernd, ja, aber auf eine unglaublich lohnende Weise. Die Spannung bleibt durchgehend hoch. Besonders beeindruckt hat mich die Darstellung der Hauptfigur. Eine Frau, die ihrer Zeit weit voraus ist. Selbstbewusst, entschlossen und bereit Verantwortung zu übernehmen, auch wenn der Preis hoch ist. Solche Heldinnen brauchen wir in Geschichten und in der Erinnerungskultur. Der Schreibstil ist intensiv, bildgewaltig und emotional. Die deutsche Übersetzung ist großartig gelungen und transportiert jede Nuance dieser Atmosphäre. Paris und Marseille wirken so echt, dass man glaubt selbst durch die Straßen zu laufen, während über allem die ständige Bedrohung schwebt. Was mich am meisten berührt hat, die Geschichte basiert auf wahren Ereignissen. Sie zeigt schonungslos, unter welchen unmenschlichen Bedingungen Menschen damals gelebt haben und wie sie dennoch über sich hinausgewachsen sind. Für mich ganz klar ein Highlight.

Lawhon kann definitiv schreiben! Das ist historical fiction vom Feinsten!
"Ich bin unter vielen Namen bekannt. Einige davon sind echt - bei meiner Geburt wurden mir allein vier gegeben -, aber die meisten sind sorgfältig konstruierte Personas, um mich durch Kontrollposten und über Grenzen zu bringen." So beginnt "Codename Hélène" von Ariel Lawhon, ein historical fiction-Roman, der sich mit Nancy Grace Augusta Wake beschäftig. Wake lebte 1936 in Paris und arbeitete als freie Journalistin für die Hearst Newspaper Group. Im Laufe des zweiten Weltkrieges wurde Wake zuerst zur Fluchthelferin, ehe sie nach und nach zur wichtigsten Anführerin der französischen Résistance wurde. (Übersetzt aus dem Englischen von Henriette Ahrent.) "Ich bin ein großer Fan des männlichen Geschlechts. Sie sind mutig, brillant, bieten endlose Unterhaltung, sind gut darin, schwere Gegenstände zu bewegen, und machen den Akt der Fortpflanzung um einiges angenehmer. Eine Welt, in der sie nicht existieren, würde ich hassen. Aber manchmal können sie spektakuläre Idioten sein." Von Anfang an ist diese Geschichte so wunderbar lebendig - die Charaktere, die Dialoge, einfach alles. Ich wurde direkt in Nancys Bann gezogen. Und auch wenn diese Etappe der europäischen Geschichte düster und schmerzhaft ist, hatte ich in Nancys Gesellschaft so viel Freude und Spaß, und ertappte mich des Öfteren beim Schmunzeln. Doch nichts desto trotz haben wir auch die schweren Momente. Momente in denen sich mein Magen beim Lesen verkrampft - mein Herz schmerzt. Doch Lawhon schafft hier das Kunststück, dass es beim Lesen nie zu viel, nie zu schwer, wird. Gekonnt wechselt sie stets zum richtigen Zeitpunkt zwischen den schweren Momenten und den leichten, lebensfrohen und schafft damit eine wirklich großartige Balance, die mich vor Schwermütigkeit geschützt hat. "Lippenstift ist so mächtig, weil er ablenkt. Männer sehen nicht mehr die Wut in deinen Augen oder deine geballten Fäuste. Sie sehen eine Frau, keine Kriegerin. Und das gibt mir einen gewaltigen Vorteil. Ich kann keinen anständigen Schlag landen oder einen erwachsenen Mann über ein Schlachtfeld tragen, aber ich kann roten Lippenstift tragen, als hinge mein Leben davon ab. Und die Wahrheit ist, dass es das in diesen Tagen oft tut." Der Schreibstil ist ganz wunderbar und flüssig und der von Lawhon angeschlagene Ton mal ernst, mal humorvoll und frisch. Auch der Aufbau der Geschichte ist gut durchdacht. So wechselt Lawhon zwischen dem Jahr 1944 und der Vergangenheit ab 1936 hin und her und nähert sich quasi von 1936 dem Jahr 1944 an. Und genau diese Vorgehensweise ist es, die dem Roman seine ausgewogene Stimmung (zwischen Ernst und Leichtigkeit) ermöglicht. Und es ist absolut gelungen. Wäre ich nicht schon von "Der gefrorene Fluss' so begeistert gewesen, wäre ich spätestens jetzt ein großer Ariel Lawhon Fan. Daher hoffe ich, dass wir noch mehr Romane von ihr übersetzt bekommen, denn ich habe sie nun definitiv auf meinem Radar. "Und ich lache. Seelenfüllendes, herzhebendes Lachen."
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Eine wundervolle Geschichte über eine reale Frau: Nancy Wake. Ich habe mitgefiebert und war in der Story komplett versunken. Wir haben zwei Zeitstränge die langsam zusammengeführt werden. Ein toller historischer Roman.
Hat mir gut gefallen. Starke Protagonisten.
Der Vorgänger dieses Buches gehört für mich zu den Jahres Highlights. Ich hatte mich sehr auf das neue Buch der Autorin gefreut. Leider hat es mir überhaupt nicht gefallen. Zu langatmig, so richtig kam die Geschichte nicht in Schwung… irgendwie umständlich. Hatte sowas wie ‚Die Nachtigall‘ erwartet …. Vielleicht hatte ich einfach falsche Vorstellungen. Abgebrochen auf Seite 200
Eine Hommage an Mut, Liebe und unerschütterliche Stärke
Codename Hélène erzählt die Geschichte von Nancy Wake, einer realen und außergewöhnlichen Frau, die im Zweiten Weltkrieg zu einer der wichtigsten Figuren des französischen Widerstands wurde. Der Roman begleitet Nancy von ihrem vergleichsweise unbeschwerten Leben als junge, unabhängige Frau bis hinein in die dunkelsten Kapitel der europäischen Geschichte und zeigt eindringlich, wie aus Beobachtung Überzeugung und aus Überzeugung kompromissloser Widerstand wird. Schon früh erkennt Nancy die Grausamkeit und Unmenschlichkeit des NS-Regimes. Was zunächst mit Hilfsaktionen beginnt, wächst sich zu einem gefährlichen Netzwerk aus. Sie schmuggelt Informationen, hilft Verfolgten bei der Flucht, transportiert geheime Botschaften und riskiert dabei täglich ihr Leben. Mit jedem Schritt wird klarer, dass es für sie kein Zurück mehr gibt. Dieser Roman ist eine tief bewegende Hommage an eine außergewöhnliche Frau. Nancy ist klug, furchtlos, stark und zutiefst bewundernswert. Eine Frau, die Großes geleistet hat, die ihre eigenen Bedürfnisse und sogar ihre Liebe hinter den Widerstand gestellt hat und die niemals in Vergessenheit geraten darf. Nicht nur für ihren Beitrag zu Kriegszeiten, sondern auch im späteren Leben. Parallel zur Geschichte erzählt das Buch ihre große Liebe zu Henri, welche mich tief berührt hat. Ihre Ehe ist kein romantisiertes Beiwerk, sondern ein stiller, kraftvoller Gegenpol zum Grauen des Krieges. Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe, geprägt von tiefem Vertrauen, Respekt und Loyalität. Beide wissen, was sie riskieren und dennoch halten sie aneinander fest. Diese Liebe ist nicht laut, sondern standhaft. Sie bedeutet, den anderen gehen zu lassen, um für etwas Größeres zu kämpfen. Genau von dieser Art Beziehung liest man in den heutigen Romanen viel zu selten. Ich habe dieses Buch auf jeder einzelnen Seite gefühlt, geliebt und gelebt. Mit großer erzählerischer Kraft entführt die Autorin einen nach Paris und Marseille. Die Städte wirken lebendig, atmosphärisch dicht und voller Geschichte, so dass man sich fühlt, als würde man selbst durch die Straßen gehen und wäre ein Teil dieses gefährlichen, geheimen Lebens im Untergrund. Einmal in der Geschichte angekommen, lässt sie einen nicht mehr los. Es gibt einen, ein schonungslosen, intensiven Einblick in das Leben während des Krieges und dem französischen Widerstand. Vom Verzicht, dem Hunger, die Angst und die unmenschlichen Bedingungen, unter denen Menschen dennoch über sich hinausgewachsen sind. Codename Hélène ist ein absolut lesenswertes und fantastisches Buch. Das tief in meinem Herzen bleiben und mich noch eine ganze Weile beschäftigen wird.

»Henri sagte mir einmal, dass wir nach dem Krieg unserer Freunde gedenken und die Toten zählen würden. Diese Zeit ist wohl gekommen.« Aus dem Nachwort der Autorin: "Die Ehe ist ein Thema, das mich ständig fasziniert– besonders gute, gesunde, lebenslange Ehen. Ich wünschte, es gäbe mehr gute Ehen in der Literatur." 🩷🤍
Es gibt Bücher, die liest man. Und es gibt Bücher, die fühlt man. Codename Hélène gehört ohne jeden Zweifel zur zweiten Kategorie. Dieses Buch hat mich tief berührt, aufgewühlt und nicht mehr losgelassen. Es ist überragend l, nicht nur als Roman, sondern als Erinnerung an eine Frau, die wirklich gelebt hat und deren Geschichte niemals in Vergessenheit geraten darf: Nancy Wake. Dass Ariel Lawhon ihr Leben in Worte gefasst hat, fühlt sich wie ein Akt des Respekts an, ja, fast wie eine Verpflichtung gegenüber dieser außergewöhnlichen Frau. Die Geschichte spielt im Frankreich des Zweiten Weltkriegs, in einem Land, das Nancy zu ihrer Wahlheimat machte und das von den Nationalsozialisten brutal zerstört wurde. Das wunderschöne Frankreich, voller Leben, Kultur und Freiheit, wurde Schritt für Schritt in ein Höllenloch verwandelt. Angst, Verrat, Hunger und Gewalt bestimmten den Alltag. Und doch oder gerade deshalb erhob sich der französische Widerstand. Männer und Frauen, die sich weigerten zu kapitulieren. Die im Verborgenen kämpften, sabortierten, retteten, schützten. Menschen, die alles riskierten, um ihre Würde und ihr Land zu verteidigen. Mitten in diesem Chaos steht Nancy Wake. Eine Frau, die sich nicht versteckte. Eine Frau, die handelte. Es gab viele mutige Spioninnen im Zweiten Weltkrieg, doch nur wenige, die bis zu 7.000 Männer anführten, befehligte und respektiert wurden wie eine Generälin. Nancy Wake war genau das. Furchtlos, klug, entschlossen. Was sie leistete, wirkt beim Lesen beinahe übermenschlich. Und doch bleibt sie zutiefst menschlich. Ariel Lawhon erzählt nicht nur von Krieg, sondern von Freundschaft, Zusammenhalt und dem unbeugsamen Willen, sich zu wehren. Vom Leid, das die Nazis über Frankreich brachten und von der Kraft, diesem Leid etwas entgegenzusetzen. Gleichzeitig ist es eine Geschichte über Liebe in ihrer reinsten Form. Über Ehe, bedingungslose Loyalität, Vertrauen und die schmerzhafte Erkenntnis, dass Liebe im Krieg niemals sicher ist. Während man die Seiten umblättert, geht man mit Nancy durch Paris und Marseille. Man spürt die Spannung in jeder Gasse, die Gefahr in jedem Blick. Man verliebt sich mit ihr in die Liebe ihres Lebens Henri, teilt Hoffnung und Glück und schläft mit ihr im Wald, frierend, erschöpft, immer auf der Flucht, immer zwischen Leben und Tod. Man hält den Atem an, leidet mit ihr, verzweifelt mit ihr und bewundert sie dabei zutiefst. Dieses Buch lässt einen fühlen, wie unfassbar hoch der Preis der Freiheit ist und wie viel Mut es braucht, ihn zu bezahlen. Nancy Wake kämpfte nicht für Ruhm. Sie kämpfte aus Überzeugung. Selbstlos. Unermüdlich. Mutiger, als man es sich selbst je zutrauen würde. Codename Hélène ist kein Buch, das man einfach wieder ins Regal stellt. Es bleibt im Herzen. Es erinnert daran, was Menschen einander antun können, aber auch daran, wozu Menschen fähig sind, wenn sie lieben, glauben und nicht aufgeben. Nancy Wake hat gelebt. Sie hat gekämpft. Und dank dieses Buches wird sie erinnert.
Ich hätte dieses Buch nie gelesen, wenn mich im letzten Jahr „Der gefrorene Fluss“ nicht so begeistert hätte. Letztendlich habe ich mich durch Nancys Geschichte gehört, mitgefiebert, geflucht und gebangt und gehofft. Paris: 1936 - die junge Australierin Nancy lebt in Paris, arbeitet in einer Zeitungsredaktion, und lernt dabei den französischen Industriellen Henri Fiocca kennen. Sie verlieben sich und sie heiraten. Eigentlich gar nicht meine Schiene, aber in diesem Roman war es anders. Kurz darauf marschieren die Deutschen in Frankreich ein - und Nancy beginnt, für den Widerstand zu arbeiten. Ariel Lawhorn hat ein Gespür für die Kraft einer Geschichte, die in der Biografie einer einzelnen Person steckt. Sie schafft es, Figuren eine Stimme zu geben. Und Nancy hat mit Leidenschaft, Mut und Liebe, Freundschaft und List gesprochen. Mich hat diese Frau von den ersten Seiten an fasziniert. Mich, der ich prinzipiell weiblichen Protagonisten skeptisch gegenüber stehe. Mich, der ich nur wenig Liebesgeschichten etwas abgewinnen kann. Genau das ist der Roman: Eine Liebesgeschichte, erzählt in den Wirren des 2. Weltkrieges. Auf den ersten Seiten springen wir mit Nancy schon aus einem Flugzeug - Adrenalin inklusive. Die mutige junge Frau hatte mich gefangen, als sich der Fallschirm öffnete und wir gemeinsam langsam auf den französischen Boden segelten. Nancy hatte viele Gesichter. Nancy Fiocca. Helene. White Mouse. Faszinierende Persönlichkeiten, allesamt. Erzählt wird die Geschichte nicht chronologisch, sondern wir erfahren im stetigen Wechsel etwas aus ihrem Leben vor der Invasion des Nationalsozialistischen Deutschlands, aus den Anfängen des Widerstandes und schließlich aus den Zeiten, in denen sie von den Britten angeheuert wurde. Der Spannungsbogen reißt einfach nicht ab. Vereinzelt wird auch aus der Perspektive von Henri erzählt - aber das Augenmerk liegt auf Nancy, was ich als sehr gut empfand. Selbst eine längere Sexszene in diesem Buch empfand ich als ansprechend und intim. Ich liebe es, wenn genau im richtigen Moment ausgeblendet wird. Am Ende des Buches klärt uns Ariel Lawhorn darüber auf, was Fiktion und was Wirklichkeit ist. Die Seiten waren für mich eine wichtige Ergänzung. Abschließend bleibt mir zu sagen, dass ich die Geschichte einer unglaublich mutigen Frau gehört habe, die mich beeindruckt hat.

Ehefrau. Schmugglerin. Spionin.
*Rezensionsexemplar* 🖋️ HISTORICAL NOVEL 🖋️ SABOTAGE & SPIONAGE 🖋️ THIRD EMPIRE 🖋️ FEMINISM Nancy lebt als freie Journalistin in Frankreich, wo sie ihren Ehemann Henri kennenlernt und die Kriegsanstrengungen der Deutschen erlebt. Ihre Unfähigkeit wegzuschauen bringt sie nach dem Aufbruch ihres Mannes an die Front dazu, selbst aktiv zu kämpfen. Auf ihre eigene Art und Weise… »Lippenstift ist so mächtig, weil er ablenkt. Männer sehen nicht mehr die Wut in deinen Augen […]. Sie sehen eine Frau, keine Kriegerin.« Verfasst ist das historische Meisterwerk aus dem POV von Nancy, die ihre Decknamen wechselt wie Unterwäsche. Von der unschuldigen Ehefrau entwickelt sie sich über die Schmugglerin Lucienne zur Spionin Hélène, welche schließlich als Madame Andrée zu den Anführerinnen der Widerstandsbewegung zählt. Nancy ist selbstbewusst, eloquent und stilvoll. Ihre Eleganz dient nicht der Zierde, sondern dem Überleben, bei dem Lippenstift zur Panzerung wird. Die Storyline zeigt eine Frau, die sich selbst in Momenten tiefster Erschöpfung neu zusammensetzt. Ihre moralische Gradlinigkeit lässt sie unsichere Allianzen durchqueren, während sie innerhalb der fragmentierten Résistance unermüdlich Vertrauen kalibriert. Die französischen Schauplätze der Jahre 1936 bis 1945 wirken wie historisch vibrierende Brennkammern. Zwei Zeitlinien bewegen sich aufeinander zu, sodass Nancys Charakterentwicklung und ihre Dominanz in einer Männerdomäne retrospektiv erläutert wird. Die strukturelle Benachteiligung von Frauen wird ebenso thematisiert wie der Aufstieg des Dritten Reiches und zunehmende Rationierungen.Funkverschlüsselung und subversive Operationen werden zu pulsierenden Achsen, um die das erzählerische Gefüge rotiert. Gleichzeitig seziert der Roman das menschliche Miteinander, das in Extremsituationen zu glühender Solidarität oder erbarmungsloser Kälte mutiert. Das Resultat ist ein historisch fundiertes Epos, das Mut, Selbstbehauptung und Opferbereitschaft mit Wucht erzählt, die lange nachhallt. Absolutes Lesehighlight!

Frau. Ehefrau. Spionin, Schmugglerin.
1936 schafft es die junge und charmante Australierin Nancy Wake mit etwas Gerissenheit, sich eine Stelle als Reporterin in einer Zeitungsredaktion zu sichern. Dort lernt sie Henri Fiocca kennen, einen wohlhabenden französischen Industriellen. Kaum hat er Nancys Herz im Sturm erobert, marschieren die Deutschen in Frankreich ein und Nancy bekommt einen Codenamen. Von nun an ist sie keine Journalistin mehr, sondern kämpft sich zu einer der einflussreichsten Anführerinnen der französischen Wiederstandsbewegung. Man kennt sie mit viel Humor und ihrem roten Lippenstift. Waffen von den Alliierten zu beschaffen, ist ebenfalls eine Leichtigkeit für sie. Durch ihre Fähigkeiten wird sie immer berühmter und der Schutz ihrer Identität und derer, die sie liebt, ist gefährdet… Eine Geschichte die tief geht, nachdenklich macht und etwas nachhallt. Mich hat die Geschichte neugierig gemacht, weil sie wahre Fakten beinhaltet und ich es interessant fand, wie sich eine Frau früher als Spionin durchkämpfte. Der Schreibstil ist sehr locker und auch so bildlich, dass ich keinerlei Schwierigkeiten hatte, mir die beschriebenen Situationen und Handlungsorte vorzustellen. Die Hauptprotagonistin nimmt einen direkt zu Beginn mit, auf eine sehr beeindruckende, beängstigende und gefühlvolle Reise. Leider ist die Story teilweise sehr langatmig und hat mich nicht so fesseln können. Dennoch vergebe ich eine absolute Leseempfehlung, denn Geschmäcker sind zum Glück verschieden. Von mir gibt es hier 4 Sterne.






























