Rating:4★
„‚Wenn wir unsere Geschichten verlieren‘, schrieb er, ‚verlieren wir uns selbst.‘“
Ich finde es irgendwie ganz cool, dass es nach einer Trennung anfängt (also mal anders als andere Geschichten) und auch so überstürzt gehandelt wird mit Ereignissen, die man nicht geplant hat und die einfach so auf einen zukommen. Schreibstil mit Geschichten aus Anna Butlers Tagebucheinträgen gefällt mir ziemlich gut. Die Geschichten, die Anna und Harold Griffin-Krauss sammeln, sind sehr wundersam und ich finde es interessant, dass Anfang des 20. Jahrhunderts einige an solche überirdischen Geschichten glauben. Zudem ist mir auch aufgefallen, dass das Tagebuch logischerweise aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, jedoch die aktuellen Ereignisse von Sarah aus der Er-Sie-Perspektive. Das Buch lässt einen selbst an etwas glauben, wovon ausgegangen werden kann, dass es dies eigentlich gar nicht gibt - dafür hat mich der letzte Satz sprachlos gemacht und schmunzeln lassen. Find es auch interessant, dass so kleine Parallelen zwischen Vergangenheitsgeschichte und Gegenwartsgeschichte sind. Für einmal Abtauchen in eine reale Welt mit fiktiven (oder wahren?) Elementen super schön!
Die Geschichtensammlerinby Evie Woodsadrian & wimmelbuchverlag