10. Feb.
Rating:3

Verführerischer Widerspruch – Ein Kuss der alles verändert •langatmig •kitschig •schnulzig

„Warum konnte es für ihn nicht auch so leicht sein? Warum konnte er nicht einfach auf sie zugehen, einen Kuss stehlen und um ihre Hand anhalten?“ (Seite 53) Ein typischer Regency Roman und dem Trope Enemies to Lovers. Eine Geschichte über die impulsive Lady Louisa und den geheimnisvollen Viscount Phineas Hawke. Gespickt mit hitzigen Dialogen und einem ernsten Geheimnis. Der Aufhänger der Geschichte ist Louisas Geheimnis und ein Gespräch, welches sie von Phineas und einem anderen Verehrer versehentlich belauscht. Die Geschichte mutet zunächst sehr Bridgerton mäßig an, weshalb sie mich auch ansprach. Aber den Charakteren fehlt die nötige Tiefe. Es bleibt alles recht oberflächlich und die Entwicklung ist gelinde gesagt nicht wirklich vorhanden. Was ein wenig anstrengend war, war das ständige sich im Kreis drehen. Lady Louisa ist sehr stur und Phineas kann nicht wirklich Gefühle zeigen. Sicherlich ist das auch der Esprit der Story, aber ab einem gewissen Punkt nimmt es die Spannung raus, da es sich durch das ganze Buch zieht. Die immer wiederkehrenden selben Muster wirken dabei zu schematisch und irgendwann wenig überraschend. Dadurch büßt die Geschichte viel Dynamik ein und wird doch sehr langatmig. Mir gefielen die Dialoge, dadurch das Louisa ihren eigenen Kopf hatte und es Phineas nicht so leicht gemacht hat, war sie eine starke Frauenrolle und nicht nur ein heiratswilliges Dummchen. Phineas ist gerade wegen seiner so menschlichen Fehler und frechen Art ein charmanter Charakter. Ich mochte auch seinen uneingeschränkten Willen für Gerechtigkeit. Der Schreibstil von Bree Wolf ist einfach und leider nicht sehr ausschweifend, was ich gerade bei der prunkvollen Regency-Atmosphäre vermisst habe. Die Dialoge sind pointiert und sprühen vor Charme und Witz, dadurch erhält das historische Setting einen leicht modernen Unterton. Gleichzeitig werden ernste Themen angeschnitten und ausgiebig behandelt und verleihen der Geschichte somit eine gewisse Ernsthaftigkeit. Auch Ballsaisonen und opulente Feste werden forciert, jedoch ohne die nötige Detailverliebtheit, welche Regency doch gerade seine „Pompösität“ verleiht. Insgesamt eine typische Liebesschnulze die zu unterhalten weiß, aber sich teilweise etwas in die Länge zieht. Ein leichtes Buch für zwischendurch, aber nicht sonderlich spannend. Kann man lesen, aber man verpasst jetzt auch nichts ohne das Buch zu kennen. Ich weiß nicht ob ich die Reihe weiterverfolge. Von mir gibt es drei gut gemeinte Sterne, durch die genannten Kritikpunkte. ⭐️⭐️⭐️

Lady Louisas teuflisch zauberhafter Kuss (Die verliebten Whickertons, Band 1)
Lady Louisas teuflisch zauberhafter Kuss (Die verliebten Whickertons, Band 1)by Bree WolfWOLF Publishing
18. Okt.
1 von 5 Sternen
Abzüge bei der Bewertung gab es aufgrund von:
-Schlechtem Schreibstil
-Kaum Spannung
-Viele Rechtschreib- und Grammatikfehler
-Unrealistische Figurenhandlung und fehlerhafte Erklärungen
-Historische Unstimmigkeiten
Rating:1

1 von 5 Sternen Abzüge bei der Bewertung gab es aufgrund von: -Schlechtem Schreibstil -Kaum Spannung -Viele Rechtschreib- und Grammatikfehler -Unrealistische Figurenhandlung und fehlerhafte Erklärungen -Historische Unstimmigkeiten

Darum geht es: Er liebt nichts mehr, als sie zu necken. Sie betrachtet ihn als ihren Erzfeind ... ... bis zu dem Tag, an dem sie es nicht tut. England 1801: LADY LOUISA, Tochter des EARL OF WHICKERTON, hätte nie gedacht, dass sie jemals Grund genug haben würde, jemanden zu hassen; schon gar nicht PHINEAS HAWKE, VISCOUNT BARRINGTON, den Mann mit den verruchtesten dunklen Augen, die sie je sah. Doch auf einem Ball muss Louisa plötzlich erkennen, dass der Mann, an den sie leicht ihr Herz hätte verlieren können, ihr schamhaftestes Geheimnis entdeckt zu haben scheint. Und das ist noch längst nicht alles. Lord Barrington macht es sich zur Gewohnheit, sie endlos damit aufzuziehen, während sein teuflisches Grinsen und seine wissenden Augen sie verspotten und ihre Entschlossenheit immer wieder auf die Probe stellen. Um ihre Fassung zu bewahren, schwört Louisa, niemals aufzugeben, ihm niemals zu gestehen, wie tief seine leichtsinnigen Worte sie verletzen. Wut macht sich in ihrem Herzen breit und verdrängt alle zarten Gefühle, während sie alles dransetzt, ihn zu ignorieren. Das ist jedoch leichter gesagt als getan. PHINEAS HAWKE kennt die reizende LADY LOUISA schon fast sein ganzes Leben lang; nicht gut, aber zumindest aus der Ferne waren sie sich immer bekannt. Ihr Gesicht ist ein vertrauter Anblick, und obwohl er nicht leugnen kann, dass sie gewisse anziehende Reize besitzt, hat Phineas stets lediglich eine von Lord Whickertons Töchtern in ihr gesehen. Zumindest, bis ein anderer Gentleman gänzlich unerwartet sein Interesse an ihr bekundet. Plötzlich wird Phineas klar, dass er die Frau, die er seit Jahren kennt, viel zu lange ignoriert hat. Und zu seinem großen Entsetzen scheint sie bei seinem Anblick nichts als Abscheu zu verspüren. Warum das so ist, weiß er nicht; allerdings wird Phineas nicht einfach so aufgeben. Louisa offenbar aber auch nicht. Meine Meinung Nun, wo fange ich an? Es gibt so vieles, was mich an dem Roman gestört hat. Zum einen der Schreibstil: Lange, verworrene Sätze, manchmal sogar verwirrend in deren Konstruktion und Wortwahl. Und ständig diese Fragen. Keine, die die Handlung betreffen, sondern explizit Fragen im Text. Ständig stellen die Figuren sich selbst solche, die eigentlich direkt beantwortet werden könnten oder deren Beantwortung gar nicht notwendig ist. Doch das allein ist es nicht. Auch Grammatik und Rechtschreibung stimmen nicht. Es finden sich überall Fehler, wegen denen ich beim Lesen ständig gestolpert bin. Oft musste ich etwas mehrmals lesen, um überhaupt einen Sinn reinzubekommen. Die Geschichte konnte mich ebenfalls nicht überzeugen. Hier fehlte es an einer Vorgeschichte der Figuren. Phineas wird beispielsweiße als „teuflisch“ oder „verrucht“ bezeichnet, eine Erklärung gibt es dafür nicht, wodurch er und allgemein die Figuren nicht richtig greifbar sind. Im Endeffekt konnte ich zu keinem eine Verbindung aufbauen. Louisa wirkte naiv, manchmal sogar etwas dümmlich. Ihre jüngeren Schwestern zu kindisch. Und warum die Schwestern über Jahre nach ihrem Debüt noch immer unverheiratet waren, ist mir auch nie klargeworden. Das sind nur ein paar Punkte, denn alle aufzuführen, würde zu lange dauern. Besonders störten mich jedoch zwei Punkte: Louisas Geheimnis, da es sehr unrealistisch war, und Phineas Erklärung seines Verhaltens, da es hier zu einem chronologischen Fehler kommt. Da es sich um einen Regency-Roman handelt, muss natürlich auch die historische Korrektheit betrachtet werden. Hier stimmt ebenfalls so einiges nicht, was ich sehr schade finde, denn gerade das macht doch einen historischen Roman aus. Dieser liest sich jedoch mehr wie ein Liebesroman, der in der Moderne spielt. Nicht einmal die Ball-Szenen konnten mich überzeugen, und das aus einem einfachen Grund: Getanzt wird nicht wirklich. Beschreibungen gibt es ebenfalls nicht viele.

Lady Louisas teuflisch zauberhafter Kuss (Die verliebten Whickertons, Band 1)
Lady Louisas teuflisch zauberhafter Kuss (Die verliebten Whickertons, Band 1)by Bree WolfWOLF Publishing