Starkes Debüt
Marina Schwabe schafft hier mit ihrem Debütroman ein starkes Werk zweier Geschwister auf ihrer letzten Reise. Das ist von Anfang an völlig klar und die gerade mal 160 Seiten sind kurz aber nicht kurzweilig. Die Geschichte fühlt sich nach mehr an und das meine ich positiv. Sie wiegt schwer im Thema und ist dennoch manchmal so komisch leicht. Jedes Wort scheint bewusst gesetzt und passt an seinen Ort, irgendwie kompakt wobei ich doch genug Raum hatte für eigene Gedanken. Manches bleibt flüchtig nur umso stärker woanders zu erscheinen. Immer wieder werden sich große Fragen gestellt und die Frage die offenbleibt ist: wie ich bereit sein kann dem sterben eines geliebten Menschen zu begegnen…. Der Schreistil und die Sprache war mir sehr angenehm und gerne hätte ich mehr gelesen. Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Anspielungen auf die Klimakrise und auf den für mich dezenten Zynismus der mal für durchblitze. Es blieb mir nicht aus zu fragen wie ich mich verhalten würde.




