
Magische Ideenwelt mit kleinen Schwächen
Keshe Chow hat hier in meinen Augen eine unglaublich kreative und faszinierende Welt erschaffen. Seelentiere, magische Wesen und eine Magie, die erst geschöpft werden muss. Das fand ich wirklich frisch und einzigartig an. Besonders gefallen hat mir der lockere Schreibstil. Außerdem mochte ich sehr, wie Chow ihre chinesischen Wurzeln mit Humor und Charme in die Geschichte einfließen lässt. Auch die beiden Protagonisten fand ich grundsätzlich sympathisch und ihre Handlungen meist nachvollziehbar. Einige Entscheidungen wirkten auf mich allerdings etwas fragwürdig. Vor allem Gwen, die in emotionalen Angelegenheiten scheinbar überhaupt nichts versteht, sowie Harrisford, der plötzlich von der großen Liebe spricht, konnte ich nicht immer ganz nachvollziehen. Dadurch blieb die sich entwickelnde Beziehung für mich leider stellenweise etwas schwer greifbar. Das Worldbuilding besitzt außerdem enormes Potenzial. Die Idee der Seelentiere fand ich großartig und die Beschreibungen der magischen Kreaturen waren teilweise wirklich bezaubernd. Dennoch hat mir in vielen Bereichen etwas mehr Tiefe gefehlt. Das Buch bietet zwar sehr viel Handlung, doch dadurch blieben für mein Empfinden einige Aspekte der Welt und Charakterentwicklung auf der Strecke.



















