Hasta la muerte Zwischen Tod, Angst und Hoffnung – eine Reise, die unter die Haut geht
Chosen by Death von Rebecca Humpert ist weit mehr als nur eine Fantasygeschichte – es ist eine intensive Auseinandersetzung mit dem Tod, Verlust und dem, was danach kommt. Schon allein durch die Einbindung der aztekischen Mythologie rund um Nanahuatl hebt sich das Buch wohltuend von vielen anderen Geschichten ab. Eingebettet in die Atmosphäre des Día de los Muertos entfaltet sich eine Welt, die gleichzeitig fremd und faszinierend vertraut wirkt. Im Mittelpunkt steht Elena, eine Totengräberin, die sich – beruflich wie auch persönlich – intensiv mit dem Tod auseinandersetzen muss. Diese Ausgangslage verleiht der Geschichte von Anfang an eine besondere Tiefe. Es geht nicht nur um mysteriöse Ereignisse oder eine übernatürliche Reise, sondern vor allem um Trauer, Angst und den Versuch, den Tod zu begreifen. Als Elena einen Pakt eingeht, um eine Reihe unerklärlicher Todesfälle aufzuhalten, beginnt eine Reise, die sie weit über die Grenzen der bekannten Welt hinausführt – und dabei auch emotional alles von ihr fordert. Die Geschichte ist melancholisch, aber nie erdrückend. Sie berührt, regt zum Nachdenken an und schafft es immer wieder, mit klugen Gedanken und eindrucksvollen Momenten innehalten zu lassen. „Es war einmal ein Gott, der von Narben übersät war und eine Totengräberin, die seine Narben teilte. Bis sie verstand, dass sie ihm zeigen wollte, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.“ Chosen by Death ist ein Buch, das sich mit schweren Themen beschäftigt und dennoch eine gewisse Ruhe und Schönheit in sich trägt. Es ist tiefgründig, emotional und bleibt lange im Kopf – ein echtes Highlight, das definitiv zu den Favoriten gehört. Und auch wenn die Geschichte für sich stehen könnte, macht sie gleichzeitig neugierig auf mehr. Eine Fortsetzung, die man unbedingt lesen möchte.

























































