Tolle Geschichte mut kleinen Mängel
Der vierte Band der Willow-Ranch-Reihe fühlt sich an wie ein Wiedersehen mit alten Freunden. Rosie, Cody und Woodwind kämpfen alle mit ihren eigenen Schatten – zwischen Schmerz, Hoffnung und dem Wunsch nach einem Platz im Leben.🤠 Rosie möchte sich endlich beweisen und ihren eigenen Weg gehen – eine junge Frau, die für ihre Ziele brennt, aber noch lernen muss, auf sich selbst zu vertrauen. Ihre Stärke, aber auch ihre Unsicherheiten, machen sie zu einer sehr greifbaren und sympathischen Protagonistin.🤍 Cody dagegen kämpft mit den Schatten seiner Familie. Nach dem Tod seines Bruders soll er die elterliche Farm retten – und steht dabei ständig im Schatten der Erwartungen seines Vaters. Seine ruhige, bodenständige Art hat mir unglaublich gut gefallen, auch wenn man merkt, wie viel Last er mit sich trägt.🤍 Und dann ist da Woodwind, der Leiter der Wildtierstation, der sich schwer damit tut, im Reservat wirklich anzukommen. Er ist ein Charakter, der zwischen zwei Welten steht – zwischen Schuld und Hoffnung, zwischen seiner Vergangenheit und dem Wunsch, endlich dazuzugehören. Gerade diese Zerrissenheit macht ihn interessant und tiefgründig.🤍 Die Autorin fängt die Atmosphäre Kanadas wieder unglaublich ein: man hört das Heulen der Wölfe, riecht die Wälder und spürt den Wind der Rocky Mountains. Die indianischen Legenden verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe und machen sie zu etwas ganz Besonderem.🌬️🐺 Einziger Kritikpunkt: das Ende kam mir etwas zu schnell, und die Gefühle zwischen Woodwind und Ayita blieben blass. Trotzdem ein wunderschöner, emotionaler Roman über Heilung, Selbstfindung und die Kraft der Natur. 🌿


