17. Sept.
Rating:4

Ein Politthriller, in dem aber so viel mehr steckt!

Da mir der Auftakt der Tetralogie von A.K. Grundig aus dem Hybrid Verlag schon gut gefallen hatte, wollte ich natürlich wissen, wie es mit Leandra weitergeht. Startschwierigkeiten hatte ich keine, da ich mich noch grob an den Inhalt des ersten Bandes erinnern konnte. So fand ich mich ohne Probleme zurecht und bekam auch dieses Mal wieder ein beklemmendes Gefühl. Befasste sich „Zündstoff“ zum Großteil damit, wie sich ein Krieg auf das Land und seinen Menschen auswirkt, liegt nun der Schwerpunkt auf der Psyche der Kriegsreporterin. Auch wenn ich jede gelesene Zeile aufsog, will bzw. kann ich mir gar nicht ausmalen, wie sehr ein Krieg das eigene Leben beeinflusst. Dadurch ist das Gelesene natürlich aufwühlend. Der Schreibstil ist dabei recht philosophisch und man bekommt eine Menge Lebensweisheiten mit auf den Weg, so dass man automatisch den Sinn des Lebens hinterfragt. Geschrieben wird aus Sicht der Protagonistin in der Ich-Form, was das Ganze noch mal einnehmender und nahbarer macht. Tauschen möchte ich auf keinen Fall mit Leandra, dennoch wurden ihre Gefühle und Gedanken realistisch dargebracht. Nichtsdestotrotz ging mir die eigentliche Handlung in Leas Gefühlswelt etwas unter bzw. war mir stellenweise zu schnell abgehandelt. Das Ende hatte es jedoch in sich, so dass ich mir nun nichts anderes übrigbleibt, als geduldig auf den nächsten Band zu warten. Auch der zweite Teil konnte mich fesseln und bot mir ein tolles Leseerlebnis. Angegeben ist das Genre Politthriller, aber eigentlich steckt viel mehr in diesem Buch, das mit Sicherheit nicht für jeden geeignet ist. Von mir gibt es jedenfalls eine Leseempfehlung für jeden, der sich darauf einlassen möchte. Ich vergebe vier Sterne.

Ich rette die Welt, aber erstmal eine rauchen
Ich rette die Welt, aber erstmal eine rauchenby A.K. GrundigHybrid Verlag