Altägyptische Gottheiten im München des 19. Jahrhunderts? So wie in diesem Fantasy-Krimi immer gern Rosa von Arnhem und Daisy Grace gehen für Frauen in der damaligen Zeit einem eher ungewöhnlichen Beruf nach: Sie sind Privatdetektivinnen. Als im ägyptischen Museum ein Kurator ermordet und eine bedeutende Anubis-Maske vor ihrer Enthüllung für die Öffentlichkeit gestohlen wird, werden die beiden vom Kurator auf den Fall angesetzt. Dabei stoßen sie nicht nur schnell auf Ungereimtheiten, neue Verbündete und eine Vielzahl Verdächtiger – auch die ägyptischen Götter selbst scheinen in München aktiv geworden zu sein. Man merkt »Inepu« an, dass Roxanne Bicker als studierte Ägyptologin weiß, wovon sie schreibt. Dabei gelingt es ihr, ihr Wissen um das alte Ägypten, dessen Gottheiten und Zeugnisse geschickt in die Geschichte einzuweben, ohne dass man sich als LeserIn überfordert oder von Info-Dump erschlagen fühlt. Im Gegenteil, »Inepu« liest sich spannend und hat ein flottes Erzähltempo, von dem man förmlich durch den Roman getragen wird. Der Krimi ist dabei auch angenehm vielschichtig aufgebaut. Es gibt eine Reihe von Verdächtigen und etliche Indizien, alle paar Seiten taucht etwas Neues auf, das nicht so recht zum Bisherigen passt. Man kann als LeserIn also munter mitknobeln, was ich bei solchen Geschichten immer sehr genieße. Die Figuren bringen alle ihre eigene Persönlichkeit und Vergangenheit mit, die im Laufe der Handlung thematisiert und zum Teil aufgearbeitet wird bzw. ihre Rolle spielt. Dies verleiht den handelnden Personen zwar mehr Tiefe, allerdings werden diese Aspekte oft recht rasch abgehandelt. Das passt zwar gut zum flotten und kurzweiligen Erzähltempo, ein wenig mehr Raum und Platz hätte hier den Figuren in meinen Augen aber gut getan, um sie noch vielschichtiger darzustellen. Manches fliegt einfach etwas zu schnell vorbei, was etwas schade ist. So wirkten die Figuren an manchen Stellen auf mich etwas schablonenhaft. Gelungen ist hingegen die Einbettung der übernatürlichen Elemente in die Geschichte. Diese fügen sich in meinem Empfinden harmonisch in die Handlung ein und bereichern sie auf gelungene Weise. Insgesamt hatte ich mit »Inepu« viel Spaß und möchte es jedem Empfehlen, der Lust auf einen kurzweilige Fantasykrimi im 19. Jahrhundert hat. Hierfür vergebe ich 7/10 Punkten.
Toller mystischer Krimi in München des ausgehenden 19. Jahrhunderts
Die ausführliche Rezension gibt es hier: https://www.geek-germany.de/review-buch-inepu-die-herren-des-schakals/
Ein spannender historischer Krimi mit viel Altägypten-Einfluss im München Ende des 19. Jahrhunderts. Soweit ich beurteilen konnte, historisch korrekt, vor allem die ägyptischen Details sitzen bei Roxane Bicker alle top. Mit Rosa und Daisy gibt es zwei junge Frauen, die sich hier als Detektivinnen in München betätigen. Ich hatte anfangs das Gefühl, mir fehlt eine Vorgeschichte, wo die beiden sich kennenlernen und man das Setting und die Hauptfiguren anfänglich kennenlernt, stattdessen gibt es hier am Schluss einen kurzen Rückblick zu. Es gibt sehr geringfügige mystisch-phantastische Einschläge, ansonsten bestimmt die Detektivarbeit von Rosa und Daisy den Plot: ein Toter im Museum, der genau wie eine Mumie zurückgelassen wird, eine gestohlene Anubis-Maske und ein Museumsdirektor, der die Öffentlichkeit fürchtet und unter Zeitdruck steht und daher Rosa und Daisy engagiert. Am Fall selbst habe ich nicht so gehangen, da ich auch kein großer Krimifan bin. Rosa fand ich allerdings einen sehr gelungenen und spannenden Charakter, mit ihrer militärischen Vergangenheit, den chronischen Schmerzen, einer ungewöhnlichen Familiengeschichte, die noch interessante Neben- oder auch Hauptplotlines für spätere Bände verspricht, und allgemein ihrer Art. Sie war in dem Ensemble eindeutig mein Liebling und so habe ich besonders ihre Kapitel sehr genossen. Lesenswert, da spannende Unterhaltung!
Liked it. + seichter cozy crime für Zwischendrin + Paul ist cute, richtiger golden retriever boyfriend <3 + Altägypten Fakten + kurze Kapitel, liest sich schnell + Rosa ist cool, ihre Backstory auch - hätte mir stellenweise mehr Fokus auf Ermittlung als auf die Beziehungen gewünscht, generell ist das Verbrechen sehr simpel gestrickt, hätte ruhig etwas komplexer / verstrickter / undurchschaubarer sein dürfen - bei einem Mord in der Anatomie (glaub ich) sagt man der Gendarmerie wohl nicht bescheid? - dass der komische Dude mit Minderjährigen was am Hut hat, hätte nicht sein müssen - hätte mir mehr Götter-Auftritte und Fantasy gewünscht
München im Jahr 1889: Ein ermordeter Kurator in der Glyptothek, eine verschwundene Totengott-Maske und zwei private Ermittlerinnen, Rosa und Daisy, die den Fall möglichst diskret aufklären sollen. Inepu ist für mich ein richtiger Wohlfühlkrimi im positivsten Sinne. Ich hätte gerne manches Mal dabei gesessen, wenn bei einer Tasse Tee die neuesten Entwicklungen im Fall besprochen wurden. Auch das München des späten 19. Jahrhunderts war der perfekte Schauplatz – die Atmosphäre wird so lebendig beschrieben. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass die fiktive Geschichte im echten alten München spielt und man beim Lesen einige bekannte Orte entdeckt. Auch der Schreibstil passte ganz hervorragend zur der Zeit, das aber ohne aufgesetzt zu wirken. Schnell wird nicht nur deutlich, dass sich der Mord nur mithilfe von Expertenwissen und um die ägyptische Kultur aufklären lässt, sondern auch, dass die Autorin – als Ägyptologin – bei diesem Thema weiß wovon sie schreibt. Ich fand es übrigens ziemlich genial, dass den Detektivinnen ein Ägyptologe zur Seite steht, der beim Lösen des Falls die Hintergründe und Zusammenhänge der ägyptischen Kultur erklärt. Teilweise ist er so in seinem Element, dass er von den anderen ausgebremst werden muss. So lernt man beim Lesen einiges übers alte Ägypten, so ganz nebenbei. Überhaupt waren die Charaktere für mich das Highlight. Im Laufe der Geschichte stellt sich ein kleines Ermittlerteam rund um Daisy und Rosa zusammen, und jede und jeder einzelne ist mir richtig ans Herz gewachsen. Ich hoffe so sehr auf eine Fortsetzung! Für mich hätte der Kriminalfall gerne noch komplexer sein können (okay zugegeben, vielleicht war ich am Schluss auch einfach traurig, weil es so schnell vorbei war), dafür hätte ich dann auch auf die romantischen Entwicklungen verzichtet. Aber das ist absolute Geschmackssache. Nichtsdestotrotz war die Geschichte ein echter Pageturner für mich und ich verlasse das München des Jahres 1889 und die liebgewonnenen Protagonistinnen nur ungern.
Worum geht´s? München, 1889: In einem Museum wird die Leiche eines Mitarbeiters gefunden, welcher sich mit der mysteriösen Maske des Totengott Anubis beschäftigt hat. Eben diese Maske wurde durch den Täter entwendet. Der Museumsdirektor wendet sich an Rosa und Daisy, zwei unverheiratete Damen, welche ein vertrauliches Ermittlungsbüro führen. Die Frauen sollen nicht nur den Mord aufklären, sie sollen in erster Linie die Maske wieder beschaffen und Stillschweigen über die Angelegenheit bewahren. Meine Meinung: Ich bin derart begeistert von diesem Buch, dass es mir schwer fällt, es in Worte zu verpacken. Zuallererst möchte ich ein Loblied zum Schreibstil der Autorin anstimmen. Dieses Sprachgewalt ist unglaublich und ich habe es geliebt, dieses Buch zu lesen. Klar orientiert sich Roxane an den sprachlichen Gepflogenheiten der damaligen Zeit, aber dies ist keinesfalls trocken oder schwer zu lesen. Es macht Spaß in die damalige Welt einzutauchen und die beiden liebenswerten Damen zu begleiten. Die Charakterzeichnung ist grandios. Beide Frauen sind außergewöhnlich und haben ihre eigene Geschichte, die sich nach und nach entfaltet. Neben diesen beiden unglaublichen Frauen tauchen noch drei weitere Charaktere auf, die ich als überaus sympathisch und sehr gut beschrieben empfinde. Jeder der Charaktere hat seine eigene kleine Handlung in dem Buch, und ich bin immer noch erstaunt, wie viel Handlung sich auf den 260 Seiten entfalten konnte. Nicht nur der Kriminalfall beschäftigt das Ermittler-Gespann, auch die Liebe und die Vergangenheit spielen eine Rolle. Der Mord ist dennoch zentrales Thema des Buches und rückt nicht in den Hintergrund, er ist spannend und besticht durch mystische Einflüsse. Das Ende war unglaublich aufregend aber auch ein bisschen gemein, denn es deutete sich an, dass dies nicht die letzten Zeilen sind, die Roxane Bicker zu diesen liebenswerten Menschen geschrieben hat. Ich bin froh, dass es noch zwei Folgebände geben wird und hoffe, dass diese bald erscheinen! Fazit: Ein rundum gelungener historischer Krimi, der keinesfalls angestaubt ist und durch einen meisterhaften Schreibstil und wundervolle Charaktere heraussticht! 5 von 5 Sternen!
Toller Mix aus Krimi, Ägyptologie und Mystik. Klare Lesempfehlung! Ausführlich unter: https://meenzerbuuchmeedsche.wordpress.com/2020/10/14/rezension-inepu-die-herren-des-schakals-von-roxane-bicker/







