
Spanische Sehnsucht und neue Hoffnung
Zuallererst: Das Setting ist einfach wunderbar! Als jemand, der oft in Spanien war, haben mich die lebendigen Beschreibungen sofort in Urlaubsstimmung versetzt. Diese wohlige Urlaubsatmosphäre bildet einen faszinierenden Kontrast zur Protagonistin Sofia, die einen tiefgreifenden Verlust verarbeiten muss. Ihre Flucht von England nach Alicante zu ihrer Tante gibt ihr die Gelegenheit, ihr Leben neu zu ordnen. Der Prolog hat mir sofort einen dicken Kloß im Hals beschert. Auch im weiteren Verlauf gab es immer wieder Szenen, die mich zutiefst berührt haben. Doch die Autorin versteht es meisterhaft, trotz der Schwere der Geschichte, immer wieder Hoffnung aufblitzen zu lassen. Zwar fand ich einige Entwicklungen etwas zu „als ob“, wie der Superstar, der den Love Interest plötzlich als Vor-Band engagieren wollte, weil er „ein gutes Gefühl“ bei ihm hätte. Etwas schade fand ich auch, dass der Epilog aus der Sicht der Tante geschrieben wurde, sodass Sofia nicht mehr wirklich zu Wort kam. Aber all das machte dem Leseerlebnis keinen Abbruch. Unterm Strich: Ein bewegendes Leseerlebnis, das lange nachhallt und mich mit einem Gefühl der Hoffnung zurücklässt.







