Also vorab: das Buch ist mega ! Der Stil hat mir sehr gut gefallen, es viel mir super leicht in die Geschichte einzutauchen und die Beschreibung der Insel... wow.
Also irgendwann muss ich mal nach Kauai fliegen - wenn die Preise sich der Realität angepasst haben. Aber ich konnte es förmlich sehen ! Wahnsinn ! Ich glaube, da hat mich der Aloha-Spirit gepackt.
Für mich persönlich hätte es Leonies Story gar nicht gebraucht. Es war ein netter Zusatz, hat aber sehr stark abgelenkt. Ich hätte lieber Claras Seite vertieft gehört und Kapuas Rache am 3. Mann.
So war es ein bisschen vorhersehbar, aber gut, man kann das Rad nicht neu erfinden !
Leonie und Clara
Cover und Schreibstil
Das Cover ist sehr interessant gestaltet und so passend zu dem Buch. Die farbliche Gestaltung ist sehr schön und ich finde es leuchtet richtig.
Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist sehr aufeinander abgestimmt und sehr angenehm zu lesen. Man kommt sehr gut in Geschichte rein obwohl mich die ersten Seiten schon sehr schockiert hat.
Inhalt
Es geht um zwei Frauen, die in unterschiedlichen Zeiten leben. Es dreht sich alles um Hawaii und um Familiendramen. Die beiden Frauen sind auch miteinander verwandt, was das ganze auch noch mal spannender macht. Das Buch geht mehr als dramatisch los und dann erzählt die Geschichte wie es dazu kommt konnte. Leonie ist die Urenkel (also eher Ururur) und hat es schwer sich in ihrem Leben zurecht zu finden. Sie hat mehrere Ausbildung angefangen und hat sich mit nichts identifizieren können.
Dann fliegt sie trotz Ängsten nach Hawaii und trifft dort jemanden mit dem sie ihre Familiengeschichte aufarbeitet.
Es hat sehr viel Spaß gemacht sie dabei zu begleiten und auch Clara's Weg war mehr als spannend und voller Gefahren.
Fazit
Ein wirklich gelungenes Buch über zwei sehr starke junge Frauen hinter einer Wahnsinn Kulisse in Hawaii.
Liebesgeschichten vor Urlaubsidylle
Auf zwei Zeitebenen entführen uns die Autorinnen nach Hawaii.
Ende des 19. Jahrhunderts lässt sich Clara nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters und den einschneidenden Veränderungen in ihrer Familie auf eine Ehe mit einem auf einer der Inseln mit Zuckerrohr handelnden Kaufmann ein. Sie denkt, er schätzt ihre Unabhängigkeit und Kunst - er ist aber nur auf die Mitgift aus. Das erfährt sie zufällig bei der Hochzeitsfeier, kann jetzt aber nicht mehr zurück. Auf dem Schiff in ihr neues Leben zeigt ihr Ehemann sein wahres Gesicht und das Leben auf Hawaii ist eine Zumutung für die junge Frau. Dieser Teil der Geschichte ist gut recherchiert, man erfährt einiges über das Leben der Ureinwohner und Siedler. Clara ist allerdings keine starke Frauenpersönlichkeit, nur Zufälle verändern ihr Leben zum Besseren, selten kämpft sie für ihre Rechte.
Leonie ist die Ur-Ur-Enkelin von Clara. In ihrem Leben ist bisher nichts so gelaufen wie ihre Eltern es erwarten. Mehrere Studiengänge hat sie abgebrochen. Eine letzte Chance sieht sie nun in einem Praktikum in einem Hotel auf Hawaii, das sie mit Hilfe einer Freundin angeboten bekommen hat. Aufgrund ihrer ausgeprägten Flugangst verpasst sie allerdings einen Anschlussflug und kommt zu spät an ihrer neuen Arbeitsstelle an, worauf man ihr sofort die Koffer vor die Tür stellt. Diese Wesensart Leonies zieht sich durch das ganze Buch, ein bisschen verpeilt, naiv und gutgläubig durchlebt sie viele selbst verschuldete Katastrophen. Aber natürlich auch die große Liebe...
Ich fand vor allem in den aktuellen Teilen vieles ein wenig konstruiert, der Plot war nicht ganz stimmig und Probleme lösten sich manchmal auch ganz leicht wieder in Wohlgefallen auf, nachdem sie vorher seitenweise aufgebauscht worden waren.
Wer in Urlaubsstimmung kommen möchte und schöne Naturbeschreibung von Hawaii lesen möchte, ist mit diesem Buch allerdings gut beraten.