
Absolute Green Flag 🐭🖤
Was, seien wir ehrlich in der griechischen Mythologie eher selten ist. Und unter Göttern schon gar nicht. Und Kryo größter Herzenswunsch ist es ja, einer von ihnen zu sein, in den Olymp aufgenommen zu werden. Dafür würde er alles tun. So findet er sich plötzlich im Körper eines menschlichen Prinzen wieder. An seiner Seite eine tapfere, kluge und süße Verlobte Prinzessin Io. Und dann ist da noch der Sklavenjunge Amun, der sich entweder als sein Untergang oder als sein engster Verbündeter entpuppen könnte. Eine super unterhaltsame, kurze Story über Hades’ Sohn der einfach eine absolute Zuckermaus ist. Ich hatte so Angst, dass es für ihn kein Happy End geben würde oder dass er im Laufe der Geschichte komplett durchdreht. Und man könnte es ihm nicht einmal übel nehmen, dieser Junge wird beschämt, gehasst, gemobbt und nicht ernst genommen. Kein Wunder, dass er sich so verzweifelt nach allem sehnt, was die anderen Olymp Götter verkörpern. Bis zum Ende bleibt es spannend. Bekommt er seinen Platz im Olymp? Und wer steckt eigentlich hinter all der Gehässigkeit und Unruhe? Seine Gedanken haben mich teilweise wirklich fertiggemacht. Ich konnte so mit ihm mitfühlen. Er wollte mehr. Er wollte sich beweisen. Vor allem wollte er die Anerkennung und Liebe seines Vaters die er nie bekommen hat. Er hatte immer das Gefühl, nicht gut genug zu sein, sich für sich selbst und seine Herkunft schämen zu müssen. Seine größte Angst war, für immer der Kerkermeister seines Vaters zu bleiben unten in der Unterwelt, bei den Toten, wo ihn laut den meisten anderen Göttern auch sein Platz sei. Umso stärker finde ich, wie die Story letztendlich ausgeht, wie viel Mut und Herz er besitzt und was er alles für diejenigen tut, die er liebt. Es ist definitiv nichts für Leserinnen, die diese Art des Erzählens nicht mögen – was ich absolut verstehen kann. Denn es ist anders als moderne Fantasy. In vielen aktuellen Fantasybüchern gibt es eine Story von A bis Z, aber dazwischen werden oft unnötige Lückenfüller eingebaut. Plot nach Plot, künstlich erzeugte Streitereien, bewusst eingesetzte Tropes, Slow Burn bis zum Anschlag. Man dreht zig Runden, bis man irgendwann ans Ziel kommt. Hier ist das nicht so. Kryos hat seine Story und die wird erzählt. Punkt. Es gibt Plot, aber kein künstliches Drama, keine unnötigen Streits, keine Filler Kapitel. Es wird erzählt. Fertig. Und ich liebe das. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Kryos fühlt sich relativ schnell zu Prinzessin Io hingezogen was ich überhaupt nicht zu plötzlich oder unpassend fand. Vor allem, weil er davon ausgeht, dass der Prinz (dessen Körper er bewohnt) und Io eine glückliche Beziehung führen und sich auf ihre Vermählung freuen. Seine Gefühlswelt wird gut erklärt genauso wie sein Wunsch, gesehen und gemocht zu werden. Und es hat mir jedes Mal das Herz gebrochen, wenn er nicht glauben konnte, dass Io wirklich gern Zeit mit ihm verbringt. Für mich war das ganze Buch eine einzige Liebeserklärung.🖤👄 Ich hätte nie gedacht, dass er so weit für die Liebe geht dass er kämpft, Mut beweist, Herz zeigt. Und das alles, obwohl er nicht einmal sicher war, ob seine Gefühle erwidert werden. Er hat es nicht einmal erwartet. Ich habe bis zum Ende mitgefiebert, wie seine endgültige Entscheidung aussehen würde. Was mir außerdem unglaublich gefallen hat, war die Beziehung zwischen Kryos und Amun. Wirklich herzerwärmend. Damit hätte ich am Anfang nicht gerechnet – vor allem, weil es angesichts von Kryos jahrelanger Frustration auch komplett hätte eskalieren können. Aber dieser Junge ist eine laufende Green Flag. So viel Respekt, so viel Wärme. Gerade in einem mythologischen/historisch angehauchten Setting ist das absolut nicht selbstverständlich. Womit ich allerdings überhaupt nicht warm geworden bin: Persephone als bösartig und gehässig darzustellen. Es war gut geschrieben und nachvollziehbar, aber nein. Meine Persephone war das nicht. Das akzeptiere ich einfach nicht 😖 Pluspunkt. Sie kurzen Gedanken oder Dialoge nach dem „Spice“ (das übrigens nicht explizit beschrieben wird, also garnicht ist ja komplett ohne). Seine Gedanken waren so unschuldig – ich liebe es. Und ja, er war legit noch unschuldig 🥹 Ich sag’s euch, wenn es mehr solche Männer gäbe, hätten wir deutlich weniger Probleme. Ich meine er legt sich sogar mit Zeus an!🔥 Und jaaa, ich hatte in meinem Update schon erwähnt, dass er vermutlich „acht Schwerter“ mit sich trägt hahahhahahahhahahahahhahahhaa er hat schließlich einiges von seiner schlangenköpfigen Gorgonen Mutter geerbt 👀🐍 Sagen wir mal so; Io leidet definitiv keinen Mangel 😂 Amun hat gesehen und berichtet es hat also Sicherheit auch seine Richtigkeit hahahahahhahahahhah Ich möchte das verfilmt haben. Und ich möchte noch mehr Bücher über Hades’ imaginären Sohn. Es macht einfach zu viel Spaß. 🖤 ⤵️ Anscheinend hatte Yamin trotz seiner Studien täglich Gelegenheit gefunden, sich seiner Verlobten zu widmen. Eine Gepflogenheit, die er aufrechterhalten musste. Auch, wenn es ihn unnötig von seiner Suche abhielt. »Von nun an werde ich dir regelmäßig meine Aufmerksamkeit schenken«, sagte er so freundlich wie möglich. In los Gesicht erschien ein überraschtes, aber hübsches Lächeln. Die Vorstellung, Yamins Verlobte regelmäßig sehen zu müssen, erschien Kryos plötzlich nicht mehr so schlimm. Io war keine bezaubernde Schönheit wie Aphrodite und Persephone, auch nicht von aufreizender Gefälligkeit wie Delia. Sie besaß eine stille Anmut, die sich erst auf den zweiten Blick erschloss. Auch wenn die Heirat politischen Zwecken diente, war Yamin sicher verliebt in seine Braut. los Zartheit weckte bei einem Mann Beschützerinstinkte und den Wunsch, ihre alabasterfarbene Haut zu berühren und von der Sanftheit ihrer Lippen zu kosten. Erschrocken über seine Gedanken wandte Kryos sich von lo ab. »Es war wundervoll, Yamin.« »Kryos«, murmelte er - weniger für sie als für sich selbst. Den Namen eines anderen Mannes wollte er jetzt nicht hören. Schlaftrunken hob sie den Kopf. »Wie bitte?« Verdammt! »Nichts Wichtiges«, sagte er und seine Zufriedenheit verflog. lo hatte diese Nacht nicht mit ihm verbracht, sondern mit dem Prinzen von Akora. Einmal mehr überkam Kryos das Gefühl, nichts Entscheidendes zu können. Fast hörte er Persephones Hohnlachen. Du gehörst in die Tiefe des Tartaros. Nirgendwohin sonst. Dort stört sich niemand an dir. »Die Prinzessin hat nicht gemerkt, dass ihr Gemahl ein anderer geworden ist?«, fragte Persephone spitz. »Prinz Yamin soll doch ein begnadeter Denker mit tadellosen Manieren sein. Im Gegensatz zu meinem Gemahl und Zeus glaube ich nicht an die Dummheit von Frauen. Der Prinzessin hat es gefallen. Derbheit und Unverstand können zur Abwechslung ja erfrischend sein.« Wie konnte Persephone das wissen? Oder war es nur geraten? »Deine Beleidigungen treffen mich nicht mehr. Ich bin bald ein Gott.« »Mehr sagst du nicht dazu? Dann habe ich also recht, erklärte sie triumphierend. »Hat sie sich be-schwert, weil du im Bett so unerfahren bist?« »Ich werde mich nicht zu deinen lächerlichen Be- hauptungen äußern.« »Bleib fort von ihr!« Kryos packte Xenokles an der Schulter und hielt ihn fest. Verwirrt wechselte Xenokles' Blick zwischen ihm und lo. »Moment mal!«, rief er. »Ihre Haut schimmert so rosig. Sie lebt ja noch!« »Und so soll es bleiben«, zischte Kryos. »Also sei still! Oder ich sorge dafür, dass der Name Xenokles niemals auf der Fährliste auftaucht.« Ein verschlagener Ausdruck erschien in Xenokles Augen. »Wenn ich schweigen soll, musst du mich schon mitnehmen. Sonst gehe ich sofort zu Charon. Ihn interessiert es bestimmt, dass du heimlich eine lebendige junge Frau ins Reich der Toten bringst.« Erschrocken keuchte Io auf. »Wir könnten eine Partie Pentalpha spielen«, schlug Stheno vor. »Ich hole das Spielbrett und die Setzsteine. Wenn du das Spiel nicht kennst, bringen wir es dir bei.. »Ich kenne es«, sagte lo. »Aber ich befürchte, mit der Augenbinde ist es für mich schwierig zu spielen.« »Da muss ich lo recht geben«, sagte Euryale. »Am besten essen wir erstmal eine Kleinigkeit. Das arme Mädchen muss halb verhungert sein durch diese schreckliche Flucht.« Schon entfernten sich Schritte und Io hörte Geschirr klappern. »Bist du des Wahnsinns?«, rief Stheno. »Stell sofort die Teller zurück! Oder willst du lo für immer an die Unterwelt fesseln?« »Oh, das habe ich vergessen. Aber wie soll ich unter diesen Bedingungen eine gute Gastgeberin sein?« Euryale klang enttäuscht, während lo heilfroh über ihre Einsicht war. »Macht Euch meinetwegen bitte keine Umstände, Euryale.« »Es ist wirklich eine dumme Regel«, sagte Kryos' Mutter ärgerlich. »Da hast du recht, liebe Schwester. Wegen ein paar läppischer Granatapfelkerne haben wir jetzt Perse-phone für alle Ewigkeit hier unten. Warum musste das Weib so verfressen sein?«






















