Auf den Spuren von Lady Trent
In diesem Band spielt Lady Isabella Trent, Protagonistin der ersten fünf Bände, nur noch eine Mini Nebenrolle. Stattdessen steht jetzt ihre Enkeltochter Audrey im Vordergrund. Sie ist eine junge Koryphäe in Sprachen, antiken Sprachen um genauer zu sein und übersetzt diese. Insbesondere Drakonisch. Sie wird angestellt neu entdeckte antike Tafeln der Drakoneer zu übersetzen, deren Inhalt eine hohe politische Rolle spielen könnte und gerät dabei in Politik, Intrigen und ein Geflecht von Täuschung und Verrat. Man muss sich zuerst etwas an Audrey als Protagonistin gewöhnen, denn sie ist schon anders als ihre Großmutter. Und ehrlicherweise habe ich Lady Trent auch ziemlich vermisst, insbesondere ihren Humor und ihre Patente Art. Aber irgendwann bin ich doch noch mit Audrey warm geworden, auch wenn man sie am liebsten hier und da schütteln möchte (insbesondere wenn es um ihren potentiellen Männergeschmack geht), aber sie hat mir so eine leicht impulsive Art an sich, die irgendwie sympathisch war. Besonders gut gelungen ist hier der Konflikt den sich Audrey stellen muss - wie sie versucht aus dem Schatten ihrer Großmutter und generell ihrer Familie herauszutreten und ihren eigenen Weg zu gehen. Aber auch Themen wie Moral und Rassismus und Konfliktbewältigung sind allgegenwärtig und gut aufgearbeitet.





