„Vielleicht kann dein Traum ja auch einfach sein, glücklich zu sein.“
Mit Between Fading Stars hat Anna Savas für mich erneut bewiesen, warum ich diese Reihe so gerne lese. Ich habe die vorherigen Bände bereits geliebt und auch dieses Buch konnte mich wieder tief in die Gefühlswelt der Charaktere hineinziehen. Was Anna Savas für mich besonders macht, ist ihr unglaublich intensiver und detaillierter Schreibstil. Sie beschreibt Emotionen so ausführlich, dass man jede Unsicherheit, jeden Schmerz und jeden Hoffnungsschimmer förmlich mitfühlt. Genau das liebe ich an ihren Büchern. Gleichzeitig ist das aber auch der Punkt, der für manche Leser schwierig sein könnte. Mit über 500 Seiten und den sehr ausführlichen Gefühlsbeschreibungen braucht man wirklich Lust auf diese Art von Geschichte. Es ist kein Buch, das man mal eben nebenbei verschlingt. Man muss bereit sein, sich vollständig auf die Charaktere und ihre Gedankenwelt einzulassen. Ich persönlich hatte genau zum richtigen Zeitpunkt wieder Lust auf diese tiefgründige Atmosphäre. Trotzdem habe ich gemerkt, dass es für mich ab etwa Seite 400 etwas schwieriger wurde, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Geschichte ist stellenweise sehr langatmig, was sowohl Vor- als auch Nachteile hat. Einerseits bekommt man einen unglaublich tiefen Einblick in die Figuren, andererseits hätte man manche Passagen etwas straffen können. Besonders überrascht hat mich Wes. Ich hatte aus den vorherigen Büchern gar nicht mehr so präsent, wie emotional belastet er eigentlich ist. Seine Gefühlswelt war teilweise wirklich schwer mit anzusehen. Hailey hingegen habe ich sofort ins Herz geschlossen. Sie ist ein unglaublich sympathischer Charakter mit realistischen Unsicherheiten und Zweifeln. Gerade das fand ich erfrischend, weil sie nicht die typische starke Frau ist, die scheinbar alles perfekt im Griff hat. Die Liebesgeschichte zwischen den beiden war wunderschön und herzzerreißend. Durch die Rückblicke in die Vergangenheit konnte man ihre Verbindung noch besser nachvollziehen. Allerdings sollte man wissen, dass die Geschichte ein echter Slow Burn ist und zwar ein sehr langsamer. Für mich hat sich das Warten aber gelohnt, und ich habe mich unglaublich gefreut, als die beiden nach und nach wieder zueinander gefunden haben. Ein weiteres Detail, das mir besonders gefallen hat, war Haileys Beruf als Autorin. Die Einblicke in Veröffentlichungen und das Leben als Schriftstellerin fand ich überraschend interessant und eine schöne Ergänzung zur eigentlichen Handlung. Ein kleiner Kritikpunkt sind die häufigen Wiederholungen, die mir besonders in der ersten Hälfte aufgefallen sind. Manche Gedanken oder Aussagen wurden für meinen Geschmack etwas zu oft aufgegriffen. Insgesamt ist Between Fading Stars wieder ein sehr emotionales, berührendes und tiefgründiges Buch, das mich trotz kleiner Längen bestens unterhalten hat. Wer intensive Gefühle, realistische Charaktere und langsame Liebesgeschichten liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen ✨️



































































