25. Mai
Nennt mich nicht Ismael! - Wortgewalt gegen Schulfrust: Wenn Außenseiter das Reden lernen
Rating:3.5

Nennt mich nicht Ismael! - Wortgewalt gegen Schulfrust: Wenn Außenseiter das Reden lernen

„Nennt mich nicht Ismael!“ ist eine erfrischend humorvolle Auseinandersetzung mit den typischen Leiden des Erwachsenwerdens und dem ernsten Thema Schulmobbing. Das Buch begeistert von der ersten Seite an durch seine treffsichere Ironie und erweist sich als handwerklich solide sowie extrem unterhaltsame Lektüre, die sich stellenweise jedoch in bekannten Genremustern verliert. Ismaels innere Monologe über sein selbst ernanntes „Ismael-Leseur-Syndrom“ – die tiefe Überzeugung, dass sein ungewöhnlicher Name sein gesamtes Leben ruiniert – sind voller Pointen und machen ihn sofort sympathisch. Das absolute Herzstück der Geschichte ist jedoch die Dynamik innerhalb eines neu gegründeten Debattierclubs. Die Truppe aus skurrilen Außenseitern wächst einem schnell ans Herz, wobei besonders der furchtlose, neue Mitschüler James Scobie für großartige Momente sorgt. Dem Werk gelingt hier das Kunststück, das schwere Thema Mobbing ohne moralisierenden Zeigefinger anzupacken. Es zeigt auf kreative Weise, wie die Jugendlichen im Laufe der Geschichte lernen, sich gegen den brutalen Klassenrowdy Barry Bagsley zu behaupten – und zwar nicht mit Fäusten, sondern mit der Macht der Worte, Zusammenhalt und einem gestärkten Selbstbewusstsein. Auf der Kehrseite leidet die Geschichte unter einer recht vorhersehbaren Story-Formel. Der Plot folgt treu dem klassischen Schema typischer Coming-of-Age-Bücher: Ein schüchterner Junge leidet unter der Schule, findet eine verschworene Gemeinschaft schräger Freunde, wächst über sich hinaus und versucht, den Mut für seinen heimlichen Schwarm aufzubringen. Echte erzählerische Überraschungen sucht man hier vergebens. Zudem bleibt der Bösewicht Barry Bagsley als Charakter enttäuschend eindimensional. Er fungiert über weite Strecken lediglich als der schablonenhafte Schulschläger ohne tiefere Facetten oder eine spürbare Weiterentwicklung. Zuletzt schwankt das Erzähltempo im Mittelteil ein wenig, da sich die Beschreibungen der einzelnen Vorbereitungen und Debattenrunden streckenweise etwas in die Länge ziehen. Fazit: Insgesamt ist „Nennt mich nicht Ismael!“ ein warmherziges und sprachlich starkes Jugendbuch. Auch wenn dem Plot für eine absolute Spitzenbewertung der letzte Funke Originalität fehlt, überzeugt das Werk durch seine lebendigen Charaktere und den pointierten Humor, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Unabhängig davon, wie genau die Gruppe ihr großes Finale meistert und wie die Konfrontation mit Barry letztlich ausgeht, bleibt am Ende eine absolut lesenswerte und ermutigende Geschichte. Von mir daher 7 von 10 P. (Ein bereits rezensierter Titel aus meinem Bestand)

Nennt mich nicht Ismael!
Nennt mich nicht Ismael!by Michael Gerard BauerHÖRCOMPANY
26. Apr.
Wichtiges Thema, allerdings langweilig aufs Papier gebracht.
Rating:3

Wichtiges Thema, allerdings langweilig aufs Papier gebracht.

Hab es als Schullektüre gelesen und fand das Thema erstmal sehr wichtig. Allerdings fand ich den Schreibstil ziemlich langweilig und die Story irgendwie auch. Darum gehts: Ismael wird in der Schule aufgrund seines Namens gemobbt, Barry Bagsley und seine Kumpels ärgern nicht nur ihn sondern auch viele seiner Mitschüler. Bald jedoch tritt er dem Debattierclub bei und schon beginnt sein Abenteuer irgendwo zwischen Freundschaft, seiner ersten Liebe und seiner ständigen Unsicherheit… Figuren: ⭐️⭐️⭐️ Humor: ⭐️⭐️,5 Story: ⭐️⭐️ Schreibstil: ⭐️ Thema und wie es behandelt wird: ⭐️⭐️⭐️⭐️ Nachdenkpotenzial: ⭐️⭐️⭐️ Over All: ⭐️⭐️⭐️ PS: Gab es noch jemanden der Orazio gehasst hat? Ich persönlich fand seinen Humor richtig doll ekelhaft, vorallem bei der Situation mit Kelly und Ismael 🤢

Nennt mich nicht Ismael!
Nennt mich nicht Ismael!by Michael Gerard BauerHÖRCOMPANY
29. März
Rating:3.5

Ein gelungenes Lesevergnügen! Ein humorvoll geschriebenes Jugendbuch zu dem wichtigen Thema Mobbing unter Jugendlichen. Ich-Erzähler ist 14jährige Ismael Leseur (seine Eltern gaben ihm diesen Namen nach einer Figur im Roman Moby Dick) , eines von mehreren Mobbingopfern eines Mitschülers. Die Geschichte spielt in Australien und erzählt mit viel Selbstironie Ismaels Entwicklung innerhalb eines Schuljahres - weg vom angstvollen Verstecken hin zum mutigen Einstehen für sich und andere.

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Nennt mich nicht Ismael!by Michael Gerard BauerHÖRCOMPANY
17. Sept.
Rating:5

Cool

Es geht hauptsächlich um Teenager. Ismael erfährt über Mobbing. Dabei tritt er einem Debattierclub gegen Mobbing. Auch wird über sein Leben berichtet. Ich fand die Geschichte schön. Diese Lektüre habe ich auch in der Schule gelesen. Diese Lektüre war einer meiner ersten Lektüren überhaupt.

Nennt mich nicht Ismael!
Nennt mich nicht Ismael!by Michael Gerard BauerHÖRCOMPANY
11. Juli
Rating:2.5

Durchwachsen – wichtige Themen, aber nicht ganz überzeugend

Das Buch wirkt auf den ersten Blick wie ein typisches Schulbuch – aber immerhin ein einigermaßen angenehmes. Es spricht wichtige Themen wie Mobbing, Freundschaft und den Umgang mit Sprache an, was definitiv positiv hervorzuheben ist. Gerade für jüngere Leser*innen kann das Buch durchaus unterhaltsam und leicht zugänglich sein. Allerdings konnte mich der Stil nicht wirklich packen. Die Handlung plätscherte oft dahin und die Figuren blieben für meinen Geschmack zu blass. Auch der Schreibstil war stellenweise sehr einfach und wirkte etwas unbeholfen. Trotzdem: Das Buch vermittelt zentrale Werte und schafft es, junge Menschen für Sprache zu sensibilisieren – wie verletzend oder wohltuend Worte sein können.

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Nennt mich nicht Ismael!by Michael Gerard BauerHÖRCOMPANY