Kriminalhauptkommissar Sörensen hatte sich aufgrund seiner Angststörung in der Hoffnung auf einen beschaulicheren Alltag von Hamburg in die nordfriesische Provinz versetzen lassen. Doch er scheint die spektakulären Kriminalfälle magisch anzuziehen: Das Verbrechen nimmt weder auf Urlaub noch auf persönliche Befindlichkeiten Rücksicht und stellt sich auch in den vorliegenden Bänden 5 und 6 zuverlässig ein. „Immerhin regnete es nicht, außer in seinem Herzen, aber das war ja eh nicht ganz dicht.“ An der Reihe begeistern mich die schroffen und zugleich liebenswerten Charaktere, die sich über ihren Frust in Rage reden oder einander in den Wahnsinn treiben können. Es bereitet mir große Freude, ihre Beziehungen und Entwicklungen weiterzuverfolgen. Dabei spielt ihr Alltag eine wichtige Rolle: Gesundheit, Erziehung oder die Suche nach Liebe und Nähe. Bei Sörensen greife ich besonders gern zum Hörbuch, weil der Autor seinen Figuren mit nordischer Aussprache authentisch Leben einhaucht. „Schwierig“ ist nur, dass meine Kopfhörer meinen, ich würde mich unterhalten und dann die Lautstärke reduzieren, weil ich immer wieder kichern muss.
Es geht doch nichts über Sörensen :-)
Einmal Katenbüll, immer Katenbüll! Und diesmal gleich mit zwei Fällen im ungekürzten CD Doppelpack mit Band 5 „Sörensen macht Urlaub“ und Band 6 „Sörensen geht aufs Haus“, geschrieben und gesprochen von Sven Stricker. Wenn ich nicht schon großer Fan von Kriminalhauptkommissar Sörensen gewesen wäre, dann wäre ich es spätestens jetzt, nachdem ich Band 5 und 6 erstmals in der Hörbuch-Version gehört habe. Bisher habe ich lediglich die Bücher der Reihe gelesen und die beiden Verfilmungen gesehen. Ich dachte, Schauspieler Bjarne Mädel, der seither definitiv „mein“ Sörensen ist, könnte nichts mehr toppen - doch Sven Stricker hat es geschafft! Die Bücher sind so großartig, charakterstark und überzeugend eingesprochen, als sei er das Unikat Sörensen höchstpersönlich. Ärgerlich, denn jetzt müssen im Nachhinein auch noch die übrigen Teile als Hörbuch her. Auch in diesem Band bin ich wieder beeindruckt, wie authentisch der Autor die Angststörung des Kriminalhauptkommissars darstellt. Ich hatte selbst schon mit „Angst“ zu kämpfen und kann mich in den Beschreibungen absolut wiederfinden. Ansonsten sind die beiden, in sich abgeschlossen Fälle, wieder sehr unterhaltsam, spannend und natürlich mit ganz viel Charme und den typischen Gedankenausuferungen versehen - typisch Sörensen eben. Ich hätte noch stundenlang weiterhören können! Fazit: Um Sörensen zu lieben, muss man nichtmal großer Krimi-Fan sein, eine Angststörung zu besitzen, reicht schon ;-) Klare Empfehlung!

