
Band 17 hat mich emotional sehr getroffen. Dank der Hilfe des jungen Katakuri gelingt es Nene, der letzten Ruhestätte der Geisterseherinnen zu entkommen. Kurz darauf trifft sie wieder auf Kou und das geheimnisvolle Kind – das sich schließlich als Tsukasas jüngeres Ich entpuppt. Diese Enthüllung war für mich gleichzeitig schockierend und unglaublich traurig. Nach und nach wird die Tragödie der Familie Yugi deutlich. Die Vergangenheit von Amane und Tsukasa ist geprägt von Angst, Schuld und Einsamkeit, und viele offene Fragen beginnen endlich Sinn zu ergeben. Besonders schwer fand ich zu sehen, wie unschuldig der junge Tsukasa wirkt, obwohl man weiß, welches Schicksal ihn erwartet. Spontan beschließen Nene und Kou, Tsukasa mit in die echte Welt zu nehmen. Dieser Entschluss fühlt sich mutig, aber auch verzweifelt an – als wollten sie die Vergangenheit retten, obwohl das eigentlich unmöglich ist. Genau dieser Hoffnungsschimmer macht den Band so schmerzhaft. Das rote Haus wird dabei immer bedrohlicher. Es setzt alles daran, ihre Flucht zu verhindern, spielt mit Ängsten und Erinnerungen und wirkt fast wie ein lebendiger Albtraum. Die Spannung ist konstant hoch und emotional kaum auszuhalten. Band 17 ist düster, tragisch und voller Enthüllungen. Er bringt die Geschichte der Yugi-Brüder in den Mittelpunkt und zeigt, wie sehr die Vergangenheit noch immer alles bestimmt. Für mich gehört dieser Band zu den emotional intensivsten der gesamten Reihe.














